Unternehmensidee

Seit einer Novellierung des SGB V im Jahre 2006 ist es möglich, die ambulante vertragsärztliche Versorgung, also die traditionelle Praxisversorgung für Patienten aller Krankenkassen, auch institutionell anzubieten: Die Medizinischen Versorgungszentren (nach § 95 SGB V) dürfen mehrere Praxissitze unterschiedlicher Fachgebiete betreiben, wobei neben zentralen Standorten auch wohnortnahe Zweigstellen möglich sind.

Die Johanniter haben vom Stendaler Krankenhaus aus diese Aufgabe angenommen. In einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, auch in der Fläche die fachärztliche und hausärztliche Versorgung sicherzustellen, soll so ein Beitrag für die Versorgung der Bevölkerung in der Altmark geleistet werden.

Die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus ermöglicht dabei verschiedene Synergieeffekte:

  • Bei Praxen am Standort Stendal ergibt sich die Möglichkeit, dass Ärzinnen und Ärzte sowohl im Krankenhaus als auch in der Praxis tätig sind. So können Personalengpässe kompensiert und eine kontinuierliche medizinische Versorgung über die Bereiche hinweg gesichert werden;
  • Wenn es um Fachgebiete mit hohem Investitionsaufwand geht, wie etwa die Radiologie und die Strahlentherapie, so wird hier die gemeinsame Nutzung der teuren Geräte möglich. Dadurch werden die modernen und leistungsfähigen Geräte des Krankenhauses auch für ambulante Patienten verfügbar, und die doppelte Auslastung gewährleistet eine bessere Wirtschaftlichkeit der Einrichtungen;
  • Sollte die ambulante Versorgung eine stationäre Einweisung indizieren, so kann durch die gemeinsame Trägerschaft eine gute medizinische Kommunikation und die Weitergabe aller Befunde und Untersuchungsergebnisse erreicht werden.