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Medizinstudenten müssen viel lernen. In Leipzig bietet die Universität angehenden Medizinern ein besonderes Bonbon: Im vierten Studienjahr müssen sich die Studenten im Rahmen des Studiums auch mit POL auseinandersetzen. Drei Tage lang konnten jeweils 111 Studenten üben und trainieren.
Was heißt POL? Die Abkürzung steht für praxisorientiertes Lernen und soll die Studenten mit der Realität der notfallmedizinischen Versorgung konfrontieren. Neugierig und fröstelnd stehen über 100 angehende Mediziner in einer Halle im Werk II, einer ehemaligen Fabrik im Leipziger Stadtteil Connewitz und betrachten dort die von Feuerwehr und den Rettungsdienstorganisationen ASB, DRK und JUH aufgebauten Stationen und Szenarien. Das Bildungsinstitut Mitteldeutschland der Johanniter-Akademie unterstützte die Aktion mit Personal aus dem Fachbereich Rettungsdienst, Ausbildungsmaterial und dem schuleigenen Rettungswagen.
An den elf Stationen konnten jeweils zehn Studenten trainieren. Neben dem Training der Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) konnten die Teilnehmer den Umgang mit dem Defibrillator und dem Notfall-EKG üben. Eine weitere notfallmedizinische Seite deckte ein Szenario "Zustand nach Fahrradsturz mit starker Blutung" ab. Hierbei mussten die Studenten selbst die verletzte Person medizinisch korrekt versorgen. Beide Stationen betreuten die Mitarbeiter der Rettungswache Süd der Johanniter und des Bildungsinstituts Mitteldeutschland.
Technische Rettung, Einsatz der Drehleiter mit Korb, Rettungswagen, Retten mit dem Ket-System waren einige weitere Übungsstellen. Ausbilder und Lehrrettungsassistenten beantworteten geduldig alle Fragen und beobachteten kritisch die Studenten bei der Arbeit.