25 Jahre Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Neuwied

Neuwied, 17. Juni 2016

S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, Herrenmeister des Johanniterordens, bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unter ihnen Annette Staebel aus der Verwaltung, für ihr großes Engagement. Das könne man nicht genug loben. Foto: Stephan van den Bruck

Innovation, Professionalität, bedarfsgerechte Entwicklung – dafür steht seit 25 Jahren das Johanniter-Zentrum für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Neuwied bei Koblenz. Gefeiert wurde das Jubiläum am 17. Juni mit rund 200 geladenen Gästen aus Politik, Gesundheitswesen, Wirtschaft sowie mit Vertretern der Kirche und der Johanniter - unter ihnen Seine Königliche Hoheit Dr. Oskar Prinz v. Preußen, Herrenmeister des Johanniterordens, Ihre Durchlaucht Sophie Charlotte Fürstin zu Wied, der Kommendator des Johanniterordens Dr. Wittigo v. Rabenau, Neuwieds Oberbürgermeister Nikolaus Roth, der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel und natürlich Frau Marion von Buttlar-Leistner als frühere Geschäftsführerin sowie Dr. Michael Löchel als ehemaliger Chefarzt, die beide das Haus mehr als 20 Jahre wesentlich mitgestaltet haben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die seit genau 25 Jahren in der Einrichtung tätig sind, wurden mit der Ehrennadel geehrt.
Dr. Oskar Prinz v. Preußen sagte in seinem Grußwort. „Das Johanniter – Zentrum hat den Bedarf erkannt, darauf reagiert und in den vergangenen 25 Jahren bewiesen, dass es das bei der Gründung entgegengebrachte Wohlwollen vonseiten der Förderer und Unterstützer verdient hat.“ Auch Oberbürgermeister Nikolaus Roth hob die Bedeutung des Zentrums für die Region hervor.
Frank Böker, Geschäftsführer der Johanniter GmbH, ging auf die Geschichte des Hauses ein: 1991 eröffneten die Johanniter in Neuwied die erste Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rheinland-Pfalz. Eine Tagesklinik aufzubauen war zu der Zeit etwas völlig Neues. Dahinter stand ein modernes Konzept zur gemeindenahen Versorgung. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist das ein großer Vorteil, weil so immer die Familie und das Umfeld in die Behandlung einbezogen werden können.
Mit den Jahren zeigte sich, dass zusätzlich und ergänzend zur tagesklinischen Betreuung ein stationäres Angebot fehlte. Zahlreiche Patientinnen und Patienten mussten in weit entfernte Kliniken. 2009 war es dann endlich soweit. Seither ist eine stationäre Behandlung auch bei den Johannitern in Neuwied möglich. Damit ist ein flexibler Übergang zwischen Tagesklinik, der 1999 eröffneten Institutsambulanz und der stationären Behandlung gewährleistet. Im Oktober 2015 vergrößerten die Johanniter erneut ihr Angebot. Der Verein der Johanniter-Tagesgruppe erwarb ein Gebäude in Neuwied. Dadurch ergab sich die Möglichkeit, das Betreuungsspektrum für die Kinder der Region zu ergänzen. Im kommenden Jahr soll mit dem Bau einer neuen Einrichtung in Koblenz begonnen werden.
Für den fachlichen Input sorgten während der Veranstaltung Prof. Dr. Alexander v. Gontard (Universität Homburg) mit einem Vortrag über psychische Störungen bei Säuglingen, Kleinkindern und Jugendlichen sowie Prof. Dr. Michael Huss (Universität Mainz) mit einem Referat über die therapeutische Wiederentdeckung des kindlichen Alltags.
Bernd Wenig, der kaufmännische Leiter vor Ort, bedankte sich bei allen Mitarbeitenden für ihren Einsatz für das Haus: „Wir sind ein gutes Team in Neuwied und suchen immer nach neuen, innovativen Wegen, um die bestmögliche Betreuung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten.“