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Merkel auf Kirchentag

Dresden, 04. Juni 2011

Johanniter sichern Diskussion mit Kanzlerin ab.

 

Draußen brütend heiß, drinnen volles Haus: Keine einfachen Bedingungen für die 35 Johanniter, die gestern Vormittag den Sanitätsdienst in und um Halle 1 geleistet haben. Auf dem Podium diskutierte Bundeskanzlerin Angela Merkel mit John Kufuor, Ex-Präsident von Ghana, und dem Publikum über den „Weg zu einer neuen Weltordnung“.

 

Das Thema traf den Nerv der Zeit: Die Reihen der Kirchentags-Papphocker waren restlos belegt. „In der Halle waren anfangs rund 4000 bis 5000 Besucher“, schätzt Dennis Struppek vom RV Schleswig-Holstein Süd-Ost. „Und draußen noch einmal 2000 bis 2500.“ Dort lief die Übertragung auf Großbildleinwand.

 

Zuerst sei er schon ein bisschen angespannt gewesen, berichtet Struppek, Untereinsatzabschnittsleiter für diesen Sanitätsdienst der Johanniter. Immerhin der erste Großeinsatz unter seiner Verantwortung – und gleich in sengender Sonne und einer überfüllten Halle. Am Ende aber konnte er zufrieden Bilanz ziehen: „Alles glatt gelaufen, keine großen Vorkommnisse.“

 

Und die Rede der Kanzlerin? „Was ich bewundere“, sagt Struppeks Verbandskollege Sascha Woelk, „ist, dass sie sich Zeit nimmt für so was.“ Anna Schubert, die vom RV Leipzig-Nordsachsen kommt, ist vor allem Merkels Verweis aufs Grundgesetz im Gedächtnis geblieben: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das, so Merkel, dürfe nicht nur in Deutschland gelten. Anna Schubert nickt: „Das fand ich ziemlich gut“, sagt sie. Und dass es keine Diskriminierung unter den Religionen geben dürfe.

 

Die Kollegen im Sanitätsraum vor dem Saal konnten da nicht mitreden. Julia Laude, Torben Stallbaum und Marek Rüdiger, alle vom RV Schleswig-Holstein Süd-Ost, haben von der Kanzlerin wenig mitbekommen. Dafür aber umso mehr von der Stimmung. Ihr Seismograph: die Schlange zur Damentoilette gleich nebenan. Immer wenn drinnen nichts los war, berichten sie schmunzelnd, „dann wurde es hier voll.“ (ma)

 

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Der Dank der Kanzlerin für den Sanitätsdienst war den Johannitern gewiss: Fabian Dittberner vom RV Schleswig-Holstein Süd-Ost und Christiane Vogel vom RV Leipzig-Nordsachsen. (Foto: Regina Villavicencio)