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Nahrungsmittelverteilungen im Nordwesten Kenias

Berlin, 30. August 2011

Nakururum, ein Ort zirka 35 Kilometer südlich von Lokichoggio in der Turkana-Provinz, ist die neue Heimat vieler Nomaden der Region geworden. Eigentlich besteht Nakururum nur aus einer Schule und einer kleinen Gesundheitsstation. Die Johanniter versorgen hier die von der Dürre betroffenen Nomaden mit Nahrungsmitteln wie Mais, Bohnen, vitaminreiches Öl und Salz. „Aus diesen landestypischen Nahrungsmitteln, stellen die Menschen nahrhaften Maisbrei mit Bohnengemüse her“, so Magdalena Kilwing, Länderbüroleiterin der Johanniter in Kenia.

 

Jede Familie hat insgesamt 71 Kilo Nahrungsmittel sowie ein Kilo Seife –die Ration für einen Monat erhalten. „Viele von ihnen haben sich seit Wochen nur von wilden Beeren, Wurzeln oder Gaben von Bekannten und Freunden ernährt. Sie sind froh endlich wieder richtige Mahlzeiten kochen zu können“, erläutert Kilwing die notwendige Hilfe.

 

Darüber hinaus behandeln lokale medizinische Teams der Johanniter die Betroffenen. „Viele leiden vor allem an Malaria, Augen- und Atemwegserkrankungen, die durch den Staub verursacht werden“, so Kilwing weiter. Auch Geburtsvorsorge für schwangere Frauen bieten die Johanniter an.

 

In den nächsten Tagen und Wochen verteilen die Johanniter auch in anderen Regionen der Turkana-Provinz Nahrungsmittel. In einem Monat sind die Johanniter auch wieder in Nakururum, um die dortigen betroffenen Familien mit frischen Nahrungsmitteln zu versorgen.

 

Betroffene berichten von ihren Lebensumständen

Auch die Familien von Herrn Lokwameri, Frau Mataruk und Herrn Losika erhielten von den Johannitern Nahrungsmittel und medizinische Hilfe. Der Johanniter-Mitarbeiterin Monika Esders erzählten sie ihre Geschichte.

 

Nach drei Jahren erstmals wieder medizinische Hilfe

Kuya Lokwameri lebt mit seiner Frau und sieben Kindern in Nakurum. Er hat bereits vier Enkel. Eigentlich sind sie Nomaden, aber da ihnen keine Tiere geblieben sind, haben sie sich in Nakurum niedergelassen. Zehn Kühe sind verhungert, die anderen wurden von südsudanesischen Nomaden gestohlen. Auch seine Ziegen wurden gestohlen. Seit der schweren Dürre kann Kuya kaum noch seine Familie ernähren. Erst seit den Nahrungsmittelverteilungen der Johanniter braucht er sich keine Sorgen mehr um das Überleben seiner Familie zu machen. „Ich finde es gut, dass die Johanniter neben der Nahrungsmittelverteilung auch medizinische Hilfe anbieten. Ich hatte das letzte Mal vor drei Jahren die Möglichkeit, zu einem Arzt zu gehen. Dank der Johanniter konnten meine Kinder, die an Polio und Erkältungen litten, behandelt und kuriert werden“, so der 50-jährige.

Der Traum vom eigenen Tabakladen

Theresa Mataruk lebt mit ihrem Mann, dessen anderer Frau und 19 Kindern in einem Haushalt. Sie waren Nomaden, aber sind schon vor drei Jahren in Nakurum sesshaft geworden. Um ihre Familie ernähren zu können, bauten sie Sorghum an. Doch durch die große Trockenheit gedeiht das Sorghum nicht. Auch Tiere, von denen sich die Familie ernähren könnte, besitzen sie nicht mehr. Ihre erste richtige Mahlzeit seit langem gab es, als sie die Nahrungsmittel der Johanniter erhielten. Die 47-jährige freut sich das die Johanniter darüber hinaus durch die Masern-Erkrankung der Kinder behandelt haben.  „Wir danken den Johannitern, dass sie genau zur richtigen Zeit gekommen sind“. Nach ihren Zukunftsplänen befragt, antwortete Theresa: „Ich hoffe, dass uns eine der hier tätigen Organisationen in ihr „Cash for Work Programm“ aufnimmt, damit wir Ziegen kaufen  und vielleicht einen kleinen Tabakladen eröffnen können.

Ziegen hüten zum Broterwerb

Nopeyoch Losika ist nicht verheiratet. Er lebt bei Bekannten in Nakurum und hütet deren Ziegen. Seine Familie ist aufgrund der Dürre weit verstreut, da die einzelnen Familienmitglieder sich bei Verwandten und Freunden durchschlagen müssen. Auch seine Nahrungsmittelrationen von den Johannitern teilt Nopeyoch mit verschiedenen Familienmitgliedern. Die Johanniter-Ärzte behandelten ihn wegen Schmerzen im Brustkorb und einer Malariaerkrankung. „Dank der Medikamente kann ich jetzt wieder die Ziegen meiner Bekannten hüten und so einen kleinen Lebensunterhalt verdienen“, so der 26-jährige. Auf die Frage, welche Verbesserungsvorschläge er für das Johanniter-Projekt hat, antwortet Nopeyoch „Es gibt nichts zu verbessern, weil es bereits das Beste ist, was getan werden kann“.

Helfen Sie uns, möglichst viele unterernährte Kinder zu versorgen. Jede Spende hilft! Onlinespende

 

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Johanniter in Kenia finden Sie hier.

Ansprechpartner und Links


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Spendenkonto: 42 42, Stichwort: Hunger in Afrika

Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00

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So können Sie helfen:

  • 36 Euro reichen aus, um die Zusatznahrung für einen ganzen Monat zu kaufen.

  • 25 Euro benötigen wir, um ein lebensbedrohlich unterernährtes Kind 10 Tage lang im Krankenhaus zu versorgen – und so sein Leben zu retten!

  • 83 Euro sichern einem Kind die komplette Behandlung in Krankenhaus und Ernährungszentrum, damit es wieder ganz zu Kräften kommt!

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. geht vertrauenswürdig mit Ihren Spenden um.
Dies bestätigt auch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin.

Ihr persönlicher Ansprechpartner:

Sandra Lorenz
Telefon
Tel. 030 26997-356
Adresse
Lützowstr. 94
10785 Berlin