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Bio - Aus Liebe zum Leben. Unter diesem Motto wurde das Projekt „Einführung von Bio-Rohstoffen in der Krankenhausküche“ von der Johanniter Service Gesellschaft mbH (JSG) gemeinsam mit dem Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal im September 2007 ins Leben gerufen.
Warum ist es sinnvoll Lebensmittel aus biologischem Anbau in einer Krankenhausküche zu verwenden? Ganz einfach: Das körperliche und seelische Wohlbefinden wird im hohen Maße von unserem Ernährungsverhalten beeinflusst. Neben einer guten medizinischen Versorgung spielt gerade auch die Ernährungsweise eine nicht zu unterschätzende Rolle während des Genesungsprozesses der Patienten. Daher ist es für die JSG als Dienstleister in der Gemeinschaftsverpflegung selbstverständlich, nach alternativen Wegen zu suchen, um das Wohlbefinden und die Gesundung der Patienten zu unterstützen. Schließlich liegen die Vorteile von Bio auf der Hand: Bio schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch gesund für Mensch und Umwelt. Bei der Erzeugung biologischer Zutaten werden nachweislich keine Schadstoffe wie Pestizide, Nitrate, Antibiotika etc. verwendet. Durch diesen Verzicht von chemisch-synthetischen Mitteln sind biologische Produkte weitaus weniger mit Gift- und Schadstoffen belastet, was wiederum zu einer gesundheitsfördernden und bewussten Ernährung beiträgt.
Doch der Ökolandbau wirkt sich nicht nur positiv auf die Gesundheit des Menschen aus. In Zeiten, in denen die Thematik des Klimawandels zunehmend diskutiert wird, gewinnt auch die ökologische Landwirtschaft an dieser Stelle zunehmend an Bedeutung. Studien haben nachweislich ergeben, dass durch Ökolandbau rund 60 % weniger CO2-Emissionen produziert werden im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft (bezogen auf Fläche und Ertrag). Weiterhin sorgt die ökologisch-nachhaltige Erzeugung dafür, dass der Boden geschont und das Grundwasser sauber gehalten wird. Dies wird erreicht durch geschlossene Kreisläufe, Fruchtfolgen statt Monokulturen, Verzicht auf chemisch-synthetische Schädlingsbekämpfungsmitteln und genmanipuliertes Saatgut. Diese Tatsachen machen deutlich, warum es als Großküche sinnvoll ist, ökologisch erzeugte Produkte zu verwenden.
Bio-Zertifizierung am 16. Juli 2007
Innerhalb des Projekts zur Umstellung auf Bio-Komponenten wurden nun Überlegungen angestellt, in welcher Form und in welchem Umfang Bio-Zutaten in der Krankenhausküche eingesetzt und angeboten werden können. Zusätzlich wurde sich intensiv mit den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung 2092/91 zur Bio-Zertifizierung auseinandergesetzt. Die Bio-Zertifizierung erfolgte schließlich am 16. Juli 2007 durch die EG-Öko-Kontrollstelle Grünstempel e. V., die der Johanniter Service GmbH die Auslobung von Bio und die Verwendung des Bio-Siegels für die Küche der Betriebsstätte Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal ermöglicht.
Ab dem 24. September 2007 steht Bio-Qualität auf dem Speiseplan
In einem ersten Schritt werden zunächst die Beilagen wie Kartoffeln, Reis und Teigwaren ausschließlich auf Bio-Qualität umgestellt. Dies ist jedoch erst der Anfang, denn mittelfristig ist der Einsatz von Bio-Gemüse geplant, um die Angebotsvielfalt an Bio-Produkten zu erweitern. Ab dem 24. September 2007 werden regelmäßig Bio-Komponenten auf dem Speisenplan der Patienten und der Mitarbeiter des Johanniter-Krankenhauses Genthin-Stendal stehen. Zusätzlich ist der Einsatz von kompletten Bio-Gerichten in Form von gelegentlichen Aktionen geplant, um das Speisenangebot flexibel zu gestalten.
Als Küchenbetreiber ist es der JSG wichtig, allen Patienten und Mitarbeitern schmackhaftes und zugleich gesundes Essen anbieten zu können. Bei der Verarbeitung werden hohe Qualitätsanforderungen vorausgesetzt. So wird eine optimale Erhaltung der wertvollen Inhaltsstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe gewährleistet, indem schonende Verarbeitungsverfahren angewendet werden. Durch die Einführung von biologischen Zutaten in der Krankenhausküche wird eine nachhaltige und gesunde Ernährung der Patienten und des Personals gewährleistet sowie ein sozialverträglicher Beitrag geleistet.