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Die Johanniter Service Gesellschaft mbH (JSG) setzt seit 1. Juli 2009 im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal das neue Menübestellsystem „OrgaCard“ zur Patientenverpflegung ein.
Als innovativer Dienstleister im Facility Management für Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen setzt die JSG in ihren einzelnen Dienstleistungssparten auf prozessunterstützende IT-Lösungen. Innerhalb der Küche im Johanniter-Krankenhaus Genthin-Stendal wird seit dem Jahr 1998 das Menübestellsystem von OrgaCard für die Küchen- und Produktionssteuerung eingesetzt. Um das System an die Weiterentwicklungen in der IT-Landschaft anzupassen, rief das Krankenhaus ein Projekt zur Aktualisierung der Hard- und Software gemeinsam mit der Johanniter Competence Center GmbH (JCC) und der JSG ins Leben.
Menübestellung mit variabler Komponentenwahl möglich
Mit der Bereitstellung der neuen Software und der dazugehöriger Datenbank sowie sieben neuer Casio PenPads (PenPad = tragbares mobiles Endgerät) ist die Menüauswahl für den Patienten ab sofort noch flexibler. So ist nun eine Menübestellung mit variabler Komponentenwahl möglich. Das heißt, dass die einzelnen Komponenten wie Fleisch, Beilage und Gemüse je nach Belieben zwischen den angebotenen Menüs unter Berücksichtigung der ärztlich vorgeschriebenen Kost- und Diätform getauscht werden können. Damit steuert das System die patientenorientierte Zubereitung, Bereitstellung und Dokumentation der Speisen und Menüs.
Ernährungsberatung per PDA
Die patientenbezogene Menübefragung wird auf den Stationen durch qualifizierte Menü- und Diätassistentinnen der JSG durchgeführt. Die staatlich anerkannten Diätassistentinnen sind dabei beratend in Fragen der Ernährung, der Auswahl geeigneter Diätkost, der Berechnung von Nährstoff-, Mineralstoff- und Vitamingehalt der Speisen sowie der Überwachung von deren Zubereitung tätig. Mit Hilfe der PDAs sind sie in der Lage, jederzeit kurzfristige Änderungen direkt beim Patienten aufzunehmen. Die abgefragten Informationen werden anschließend per PDA und PC elektronisch in das OrgaCard-System übertragen und dort aktualisiert. Die Einhaltung des Datenschutzgesetzes ist dabei selbstverständlich gewährleistet.
Nach Erfassung und Übertragung in das System kann die automatische Produktionsplanung für den späteren Produktionsprozess erfolgen. Aus dem System werden die Produktionspläne und Tablettkarten generiert. Die übersichtlichen und am Verteilband gut lesbaren Tablettkarten werden zeitnah vor der Speisenverteilung gedruckt, so dass alle Änderungen aktuell berücksichtigt werden. Durch diesen Automatisierungsprozess wird eine hohe Zeit- und Kostenersparnis erreicht.
Zusatzfunktionen in Pilotprojekt getestet
Mit Einführung der neuen Software wird zudem der Grundstein für eine weitere Funktion gelegt. Die neue Software-Lösung ermöglicht die Installation eines so genannten Web-Assistenten des OrgaCard-Systems im Intranet des Krankenhauses. Mit Hilfe dieser neuen Plattform kann das Pflegepersonal über das Intranet zusätzliche patientenbezogene Informationen und kurzfristige Änderungen eingeben. Diese fließen direkt in das OrgaCard-System. Seit dem 10. Juni 2009 läuft dazu ein Pilotprojekt auf der Station 4 am Standort in der Wendstraße. Nach Beendigung dieser Testphase werden gegebenenfalls notwendige Änderungen und Anpassungen vorgenommen. Anschließend erfolgt die krankenhausweite Umsetzung.