100-Jahr Feier mit Grundsteinlegung im Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen

Treuenbrietzen, 06. März 2017

Bei der Grundsteinlegung von links nach rechts: Superintendent Siegfried-Thomas Wisch, Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt, Architekt Prof. Dr. Werner Vogt, der Herrenmeister, S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, Kommendator Dr. Nikolaus Würtz, Bürgermeister Michael Knape, Kuratoriumsvorsitzender Peter Jülich, Landrat Wolfgang Blasig, Krankenhausgeschäftsführerin Brigitte Scharmach Foto: Regina Villavicencio

Das Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen feierte am 3. März sein 100-jähriges Bestehen und setzte zugleich den Grundstein für den Bau eines neuen Multifunktionshauses.

Die brandenburgische Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt sagte bei den Feierlichkeiten in ihrem Grußwort: „Vor 100 Jahren als Pflegeanstalt und allgemeines Krankenhaus begonnen, hat sich der Standort zu einem hoch modernen und weit über die Landesgrenzen hinaus angesehenen Fachkrankenhaus entwickelt. Das Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen ist heute ein unverzichtbarer Anker in der Gesundheitslandschaft. Und die Entwicklung wird fortgesetzt. Die Zahl der Betten ist gestiegen, das Krankenhaus wird weiter ausgebaut. Für die gesundheitliche Versorgung im Land Brandenburg ist das ein starkes Signal.“

Die Gesundheitsstaatssekretärin würdigte ausdrücklich das Engagement des Johanniterordens für das Krankenhaus in Treuenbrietzen: Als in den 90er Jahren die Schließung diskutiert worden sei, sei der Orden zur richtigen Zeit an Ort und Stelle gewesen. Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape bekräftigte ihre Worte: Mit der Grundsteinlegung beweise der Johanniterorden erneut Verantwortung für die Entwicklung der Stadt. Landrat Wolfgang Blasig hob das Johanniter-Krankenhaus als „attraktiven Arbeitgeber“ hervor.

Bei einer Grundsteinlegung wird symbolisch mit einem Hammer auf einen Stein gehauen. Das übernahm in Treuenbrietzen u.a .der Herrenmeister, S.K.H Dr. Oskar Prinz v. Preußen Foto: Regina Villavicencio

Neun Millionen Euro investiert das Krankenhaus zunächst in einen Neubau mit 78 Betten sowie verschiedene Funktionsabteilungen, „um den weiter steigenden Zahlen von Patienten Rechnung tragen zu können“, so Klinik-Geschäftsführerin Brigitte Scharmach. Der Rohbau soll bis September 2017 stehen, die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2019 geplant Es folgen weitere Baumaßnahmen. Insgesamt sollen diese bis 2023 26 Millionen Euro umfassen.

Der Herrenmeister des Johanniterordens, S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, unterstrich: „Die Grundsteinlegung für ein neues großes Bauvorhaben, die im Rahmen dieser Jubiläumsfeierlichkeiten erfolgt, ist Sinnbild dafür, dass die Johanniter den Dienst am Nächsten an diesem Standort weiter ausbauen und sich auch in Zukunft den großen Herausforderungen im Gesundheitswesen stellen werden.“

Wichtig dafür sei ganz besonders ein gutes Team. Und das gebe es im Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen. „Deshalb ist hier z.B. bei den stark umworbenen Pflegefachkräften die Fluktuationsquote äußerst gering. Und manche, die gegangen sind, kehren gern wieder zurück. Das freut mich sehr. Mich freut auch, dass der gute Ruf des Hauses weit über die Region hinausgeht. Ärzte aus anderen Ländern informieren sich über die Arbeit vor Ort. Patienten auch außerhalb der Region nehmen weite Wege auf sich und lassen sich hier behandeln.“
    
Der Herrenmeister dankte deshalb allen Beteiligten - den Ärzten, dem Pflegepersonal, den Therapeutinnen und Therapeuten, den Seelsorgern und allen Mitarbeitern in Service, Logistik und in der Administration, „von ganzem Herzen für ihren außergewöhnlich engagierten Einsatz zum Wohle der ihnen anvertrauten Patienten.“ Und: „All jenen, die in den kommenden 100 Jahren in diesem Haus ein- und ausgehen, wünsche ich alles erdenklich Gute, vor allem aber Gesundheit und Gottes reichen Segen.“

Das Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen hat sich als anerkanntes Fachkrankenhaus für Lungenkrankheiten, Rheumatologie, Orthopädie und Rheumachirurgie sowie Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik etabliert. In der Krankenhausplanung erhöhte das Gesundheitsministerium die Zahl der Betten in den vergangenen Jahren um 35 auf jetzt 382 Planbetten. Im vergangenen Jahr wurden hier rund 10.000 Patientinnen und Patienten stationär behandelt.