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Johanniter veröffentlichen erneut Routinedaten aus ihren Krankenhäusern

Berlin, 09. Mai 2011

Wie bereits 2010, veröffentlichen die Johanniter auch in diesem Jahr zusammen mit ca. 110 weiteren Mitgliedskliniken der inzwischen im deutschsprachigen EU-Raum etablierten INITIATIVE QUALITÄTSMEDIZIN (IQM) ein Set aus Qualitätsindikatoren, deren Grundlagen die Routinedaten (§ 21 KHEntgG) stellen. Da die Daten bereits primär zur Abrechnung für die Krankenkassen vorliegen, bedeutet dies keinen zusätzlichen Erfassungsaufwand.

Grundlage für die Mitgliedschaft bei IQM ist die Verpflichtung auf drei wesentliche Säulen:

  1. Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung mit Routinedaten
  2. Transparenz dieser Daten durch Veröffentlichung - und insbesondere
  3. die Nutzung der Erkenntnisse aus diesen Daten für die trägerübergreifenden,  chefärztlichen Peer Reviews sowie die interne Qualitätsarbeit.

 

Bei der am 09. Mai 2011 anstehenden Veröffentlichung vollziehen die IQM-Mitgliedskliniken den hier genannten zweiten Schritt; der jedoch ohne die folgenden Peer Reviews keinen Sinn machen würde.Deshalb wurden in diesem Frühjahr zwei weitere Johanniter-Chefärzte durch die ÄK Berlin zusammen mit IQM als zusätzliche Peer Reviewer entsprechend dem Curriculum der BÄK geschult.

 

Veröffentlicht wird im Internet nur die Ansicht jedes einzelnen Hauses (keine vergleichende Darstellung). Weiterhin verzichtet IQM auf grafische Vereinfachungen, um nicht als Patientenportal missverstanden zu werden. Zum Beispiel der Bericht für das Johanniter Krankenhaus Genthin-Stendal.

Die gezeigten Daten sind sehr komplex und können nur zusammen mit den hierfür im Internet eingestellten Indikatoren-Erläuterungen (G-IQI = German Inpatient Quality Indicators Version 3.1) verstanden werden.

 

Die so im Internet ausgewiesenen Werte sagen also noch nichts über gute oder schlechte Qualität aus. Sie dienen dazu, der Öffentlichkeit und natürlich hausintern zu zeigen, worum sich die jeweilige Klinik im kommenden Jahr intensiv bemühen wird. Primär geschieht dieses „Bemühen“ dann in Form der trägerübergreifenden, chefärztlichen Peer Reviews und über die jeweils hausinternen Analysen der Fall-Akten in den Chefarztkonferenzen.


Weitere Informationen zu IQM erhalten Sie im Internet unter www.initiative-qualitätsmedizin.de

IQM-Pressekonferenz 09.05.2011 im Haus der Bundespressekonferenz, Berlin, (v.l.n.r.: Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité - Universitätsmedizin Berlin; Prof. Dr. Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des Unfallkrankenhauses Berlin; Dr. Sivia Türk, BMG - Leiterin der Abtlg. QM & Gesundheitsforschung und Vorsitzende des Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen; Prof. Dr. Ralf Kuhlen, Medizinischer Geschäftsführer der HELIOS Kliniken; Dr. Fabiola Fuchs, Österreich, Abteilungsleiterin Strategische Qualitätsentwicklung der NÖ Landeskliniken-Holding; Dr. Jörg Blattmann, Vorsitzender der Geschäftsführung Johanniter GmbH; Prof. Dr. Francesco De Meo, Präsident des Vorstandes der Initiative Qualitätsmedizin; Prof. Dr. Jörg Meyer, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Evangelischen Krankenhauses BETHESDA zu Duisburg; Dr. Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin und Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der Bundesärztekammer, Vorsitzender des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V.)

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