Prof. Steuer gewinnt mit dem Handball-Team Olympia-Bronze

Bonn, 05. August 2016

Prof. Dr. Kurt Steuer hat als Olympiaarzt mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Bronzemedaille gewonnen. Hauptberuflich arbeitet der 59-Jährige im Waldkrankenhaus der Johanniter in Bonn, wo er als Chefarzt gemeinsam mit Dr. Christian Paul die Fachabteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie leitet.
 

Bereits Anfang des Jahres hatte Prof. Steuer die deutschen Handballer auf ihrem Weg zum Titel des Europameisters bei der Handball-EM in Polen begleitet. Auch in Rio trug er mit seinem Team für einen optimalen Gesundheitszustand der Spieler bei.

Fotoquelle: privat

Sein Job war es, zur Fitness der Spieler beizutragen, die Verletzungsgefahr zu minimieren und die schnelle medizinische Versorgung vor Ort zu gewährleisten. „Der Handballsport ist in den vergangenen zwanzig Jahren extrem schnell geworden. Dass ein Spieler einen schmerzhaften Tritt abbekommt, ist nichts Ungewöhnliches“, erklärt Prof. Dr. Steuer. Auch ein Körpertreffer mit dem Ball kann im wahrsten Sinne des Wortes umwerfen – rauscht ein solcher Ball doch mit bis zu 120 Stundenkilometern heran. Umso wichtiger ist neben der Erstversorgung die Regeneration der Spieler.
 

Prof. Dr. Steuer kennt die Spieler sehr gut: „Zu vielen Spielern besteht ein enges Vertrauensverhältnis, weil ich sie in der Vergangenheit schon in ihren Jugendteams betreut habe.“ Einige Bundesligisten schicken ihre Spieler während der Saison zur Behandlung ins Bonner Waldkrankenhaus. „Jeder muss ganz individuell versorgt werden. Manchen Sportler müssen wir stoppen, wenn er trotz einer Verletzung weiterspielen will. Es ist oft ein medizinischer Balanceakt.“ Für die Betreuung der Nationalelf bei den Olympischen Spielen wurde Prof. Dr. Steuer vom Waldkrankenhaus freigestellt.

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