Spatenstich für jugendpsychiatrische Klinik in Koblenz

Koblenz, 25. September 2017

Spatenstich für jugendpsychiatrische Klinik in Koblenz

Beim Spatenstich – von links: Chefärztin Dr. Brigitte Pollitt vom Johanniter-Zentrum in Neuwied, David Langner, Staatssekretär des Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit, Demografie Rheinland-Pfalz, Dr. Wittigo v. Rabenau, Kommendator des Genossenschaft Rheinland-Pfalz / Saar des Johanniterordens, Architekt Stefan Schäfer, Alexander Baron v. Korff, Ordenskanzler des Johanniterordens, Geschäftsführer Frank Böker, Frank Hastenteufel, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Bauordnung Koblenz, Martin Stein, Geschäftsführung Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Bernd Wenig, Kaufmännischer Leiter des Johanniter-Zentrums in Neuwied und Thorsten Gruner, Werkmeister der Genossenschaft Rheinland-Pfalz / Saar des Johanniterordens Foto: Dr. Harald Leyser

Mit dem Bau einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Koblenz erweitert das Johanniter-Zentrum in Neuwied sein Angebot um einen weiteren Standort und schließt zugleich eine Lücke in der wohnortnahen Versorgung. Der Spatenstich für die neue Einrichtung mit 20 Plätzen, einschließlich Institutsambulanz, erfolgte am 22. September. Die Fertigstellung des zweigeschossigen Gebäudes ist für Ende 2018 vorgesehen.

Mit der Eröffnung der neuen Einrichtung soll zugleich der Patientenkreis erweitert werden, sodass in Zukunft auch Angehörige der Bundeswehr und ihre Familien betreut werden können, sollte es nach Auslandseinsätzen zu einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) gekommen sein.

Bereits 1991eröffneten die Johanniter in Neuwied die erste Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rheinland-Pfalz. „Mit ihr konnten wir unser modernes Konzept zur gemeindenahen Versorgung verwirklichen. In der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist das sehr wichtig, weil so immer die Familie und das Umfeld in die Behandlung einbezogen werden können“, erklärt Frank Böker, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Johanniter GmbH.

2009 kam in Neuwied ergänzend zur tagesklinischen Betreuung die Möglichkeit zur stationären Behandlung hinzu. Damit war ein flexibler Übergang zwischen Tagesklinik, der 1999 eröffneten Institutsambulanz und der stationären Behandlung gewährleistet.

Langjähriger Kooperationspartner der Johanniter ist das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein in Koblenz, in dessen Nachbarschaft nun auch die neue Klinik entsteht. Dessen Geschäftsführer Martin Stein betont: „Wir setzen auf Kooperationen in den Bereichen, die wir mit unseren Fachabteilungen nicht besetzt haben. Das medizinische Angebot wird mit der kinder- und jugend-psychiatrischen Tagesklinik geradezu ideal ergänzt, da wir keine Psychiatrie in unserem Angebot haben.“

David Langner, Staatsekretär im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, ergänzt: „Wir haben in diesem Bereich Nachholbedarf. Wir wissen, dass insbesondere Jugendliche im psychiatrischen Bereich betroffen sind, und wir wissen, dass wir uns gerade bei den jungen Menschen engagieren müssen, um für sie die Zukunftschancen zu wahren.“