Aktivitäten


Autorenlesung im Johanniter-Stift

 

Als der Literaturkreis des Johanniter-Stifts in der Harlingerstraße vor fast drei Jahren ins Leben gerufen wurde, war an einer prominenten Autorenlesung zunächst nicht zu denken.

 

Doch am kommenden Freitag ist es soweit. An diesem Tag erwartet das Seniorenstift am Oeneking Gevinon Gräfin von dem Bussche, die aus ihrem Werk „Deutsche Geschichten“ (die LN berichtete ausführlich) eine Autorenlesung angeboten hatte und gleichzeitig ein neues Veranstaltungsangebot des Literaturkreises eröffnen wird.

 

Die sorgfältig ausgewählten Beiträge bekannter und weniger bekannter Zeitzeugen der deutschen Geschichte, spiegeln die Ereignisse der Kriegszeiten zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg wieder und vermitteln so einen sehr persönlichen Eindruck deutscher Vergangenheit.

Das Lesebuch macht seinem Namen alle Ehre, denn es verzichtet auf belehrende Textbeiträge mit erhobenem Zeigefinger. „Ich verzichte bewusst auf jede Form von Wertung oder Belehrung, denn davon gibt es bereits genug“, so die Autorin. Die gewählte Darstellung des Werks lädt zu kontroversen Diskussionen ein und bietet daher für alle Zuhörer eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten.

 

Gräfin Bussche macht somit den Anfang einer regelmäßigen Leseveranstaltung, zu welcher Autoren aus der Region eingeladen werden, um gemeinsam mit Interessierten jeden Alters einen ereignisreichen und kurzweiligen Nachmittag zu gestalten. „Darüber hinaus möchten wir natürlich auch engagierte Menschen für das Ehrenamt bei den Johannitern begeistern“, so Olaf A. von der Horst von der Johanniter-Hilfsgemeinschaft (JHG) Lüdenscheid.

 

Die Autorenlesung ist Bestandteil des Angebots des Johanniter-Stifts Oeneking und der JHG Lüdenscheid, die alle interessierten Bürger zu dieser Autorenlesung einladen.


Ausflug zum Biggesee (Sauerland)

„Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen“. Dies können seit dem 6. Oktober 2013 neun rüstige und reiselustige Seniorinnen und Senioren des Johanniterstifts aus Lüdenscheid, die sich anlässslich der Initiative des Lesekreises und der Johanniter-Hilfsgemeinschaft (JHG-Lüdenscheid), auf den Weg zum Biggesee bei Olpe machten.

 

An Bord wurden die Teilnehmer mit einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee herzlich begrüßt. Nach erfolgter Stärkung konnte die abenteuerliche Biggeseefahrt dann beginnen. Der niedrige Wasserstand des 8,76 km2 großen Sees ermöglichte einige interessante Einblicke unterhalb des Wasserspiegels, wie beispielsweise die zum Teil sehr bizarr aussehenden Uferbereiche, die phasenweise die erdgeschichtlichen Ereignisse erahnen ließen. Darüber hinaus vermochte aber auch der kundige Schiffsführer so einiges über den 1956 erbauten See zu berichten. So erfuhren die Teilnehmer, dass sich im Biggesee die ca. 34 ha große Gilberginsel befindet, welche ein ausgeschriebenes Naturschutzgebiet ist und seltenen Vogelarten, wie beispielsweise dem Schwarzen Milan, als Brut- und Rückzugsgebiet dient.

 

Ebenso interessant erzählte der Skipper die Geschichte von der Nixe „Attania“, die auch als die „Gute Nixe vom Biggesee“ bekannt ist. Diese tonnenschwere und insgesamt 9 Meter lange Statue ist sogar aus 300 Meter Entfernung zu beobachten und wurde im Jahre 2012 am Ufer der Gilberginsel errichtet.

 

Am Ende der zweistündigen Bootsfahrt machten sich alle Teilnehmer wieder auf den Weg in den Heimathafen. Im nächsten Frühjahr soll die Fahrt auf einem anderen See dann fortgesetzt werden.