Lüneburg-Dannenberg - Aktuelles

Besondere Ehrung für Helmut Krefft

Helmut Krefft während der Laudatio im Glockenhaus Lüneburg

„Ohne Sie wäre unsere Gesellschaft ärmer“ – Mit diesen Worten würdigte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge das ehrenamtliche Engagement einige Bürger, darunter das Mitglied der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Helmut Krefft.

Mädge betonte in seiner Rede, dass angesichts der vielen Flüchtlinge, die in den vergangenen Monaten in der Stadt eingetroffen waren, vieles ohne ehrenamtlichen Einsatz nicht hätte bewältigt werden können. Helmut Krefft war einer der ersten, der sich beim Aufbau der Notunterkunft in der Theodor-Körner-Kaserne zur Verfügung stellte und die Unterkunftsleitung unter anderem bei der Datenverarbeitung unterstützte. Durch sein Engagement gelang es zudem, Ärzte für kostenlose Sprechstunden zu gewinnen, und er half beim Anlegen von Krankenakten.

Helmut Krefft ist beispielgebend für die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg und für die Wilkommenskultur der Hansestadt Lüneburg.


Bundespräsident empfängt JHG Mitglied Juliane Meyer-Strechel

Bundespräsident Joachim Gauck hat am 8. Januar 2016 zum Neujahrsempfang in das Schloss Bellevue eingeladen. Neben Repräsentanten des öffentlichen Lebens waren rund 70 Bürgerinnen und Bürger zu Gast, die sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben. Mit der Einladung dankten der Bundespräsident und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt den Gästen für ihr Engagement.

Im Anschluss an das Defilee der insgesamt rund 220 Repräsentanten aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens empfing der Bundespräsident die Bürgerinnen und Bürger zu einem gemeinsamen Mittagessen im Großen Saal von Schloss Bellevue.

Juliane Meyer-Strechel, seit 2011 Mitglied der JHG Lüneburg - Dannenberg engagiert sich im Hospizverein Lüneburg und setzt sich dort für bessere Rahmenbedingungen in unserer Gesellschaft ein, damit Sterbende zu Hause optimal betreut werden können.


Flüchtlinge begegnen Deutschen

JHG Lüneburg-Dannenberg: Begegnungsnachmittag für Flüchtlinge

Es ist schwer, in einem fremden Land, in fremder Kultur und in fremder Sprache heimisch zu werden. Dies gilt ganz besonders für die Menschen, die im Laufe des vergangenen Jahres nach zum Teil dramatischer Flucht aus Syrien, Irak, Afghanistan oder anderen Ländern zu uns gekommen sind. Auf die Aufnahme folgte Erstversorgung, Registrierung, Notunterkunft, Asylantrag und oft langes Warten auf eine Entscheidung in einer kommunalen Flüchtlingsunterkunft. Irgendwann trifft er ein, der lag erhoffte Aufenthaltsbescheid. Damit sind die Probleme jedoch keineswegs gelöst, vielmehr stellen sich neue: Eine Wohnung muss gefunden und bezogen werden. Die Kinder gehen in die Schule und knüpfen dort Kontakte. Aber was geschieht mit den Eltern, besonders mit den Frauen? Wer kümmert sich um sie? Um den während der Wartezeit bereits angelaufenen Integrationsprozess nicht abreißen zu lassen, entwickelte die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg, in bereits bewährter Zusammenarbeit mit dem Stadteiltreff SalinO, das Konzept für einen Begegnungsnachmittag für Flüchtlinge: Familien, die im Asylprozess schon weit fortgeschritten sind, treffen ehrenamtliche Mitglieder der Johanniter-Hilfsgemeinschaft bei Tee, Kaffee und Keksen. Sie sprechen miteinander Deutsch, lernen sich gegenseitig kennen, spielen mit den Kindern, unternehmen kleine Ausflüge, erklären wie und warum der Müll getrennt werden muss oder helfen auch bei Behördenbesuchen. Schnell fanden sich 10 ehrenamtliche Damen und Herren, die dieses Projekt mit Leben erfüllen und sich für die Begegnungsnachmittage zur Verfügung stellen.

Die große Frage, die alle Vorbereitungen und Planungen überschattete war: Erreichen wir die Zielgruppe mit dem Angebot oder werden wir zunächst lange Zeit alleine sitzen? Ein Flyer wurde gedruckt und in Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen verteilt. Aber ist das genug? Zur großen Überraschung und Freude des Teams kamen schon bei der Eröffnung eine bedeutende Anzahl und beim 2. Termin nochmal deutlich mehr Flüchtlinge in SalinO. Dies lässt die Hoffnung wachsen, dass sich der Begegnungsnachmittag für Flüchtlinge zu einem langfristigen Projekt entwickelt und der Stadtteiltreff auch für die Neubürger interessant und wirksam wird. Die Johanniter-Hilfsgemeinschaft wird sich dafür weiterhin einsetzen.


Wechsel in der Führung der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg

Matthias Schmeling (li) weist seinen Nachfolger, E.v.Seydlitz in die Führung der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg ein

Während der diesjährigen Mitgliederversammlung im Posener Altenheim wählte die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg ER Eberhard v. Seydlitz, Soderstorf zum Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden RR Matthias Schmeling.

9 Jahre lang führte Schmeling die Johanniter-Hilfsgemeinschaft Lüneburg. In seine Amtszeit fielen so wesentliche Ereignisse, wie die Fusion mit der JHG Dannenberg, gemeinsam mit der Johanniter-Unfallhilfe der erste Hilfseinsatz zu Einrichtung und Betrieb einer Notunterkunft für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak in Lüchow und eine Spendenaktion zur Bewältigung der größten Not vom Elbehochwasser geschädigter Familien.

Heute wirken unter dem Dach der fusionierten Johanniterhilfsgemeinschaft Lüneburg-Dannenberg über 200 ehrenamtliche Mitglieder, die sich in ambulanten und stationären Besuchsdiensten für Senioren, bei den Grünen Damen in Krankenhäusern in Lüneburg, Bleckede und Dannenberg, in Initiativen zur Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und bei einer Hausaufgabenhilfe für Kinder u. Jugendliche im SalinO in Lüneburg engagieren. Außerdem fördert die Hilfsgemeinschaft zwei evangelische Schulen in den neuen Bundesländern und vergibt Einzelfallhilfen für Schüler aus bedürftigen Elternhäusern. Insgesamt wurden in der Amtszeit Schmelings ca. 100.000 € aus Spendenmitteln und Mitgliedsbeiträgen für wohltätige Zwecke ausgegeben.

EK Friedrich von Oertzen, betonte in seiner Dankesrede, dass Matthias Schmeling stets großen Wert darauf legte, in all seinem Tun den Doppelauftrages des Johanniterordens deutlich werden zu lassen, nämlich für den christlichen Glauben einzutreten und Kranken und Hilfsbedürftigen zu helfen.