Johanniteroberin zu Gast bei der Krankenpflegeschule in Stendal

Silvia Hinze und Dina Maurer - Stendal, 17. November 2017

Über den Tellerrand gesehen

Wie Pflege und Medizin im deutschen Gesundheitssystem im Allgemeinen funktionieren, wissen wir alle. Und insbesondere Diejenigen von uns, die seit vielen Jahren im Gesundheitswesen tätig sind. Wie aber funktioniert medizinische, pflegerische und humanitäre Hilfe in Ländern die uns weit weg erscheinen. Ende August diesen Jahres gab uns Johanniteroberin Dr. h.c. Ramona Schumacher die wunderbare und eindrucksvolle Möglichkeit einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Sie besuchte uns in der Krankenpflegeschule des Johanniter-Krankenhauses Stendal. In Ihrer Funktion als ehrenamtliche stellvertretende Vorsitzende des Komitee zur Förderung medizinischer und humanitärer Hilfe in Afghanistan e.V. stellte Sie unseren Schülern des 1. und 3. Ausbildungsjahres und uns Kollegen das CHAK-E-WARDAK HOSPITAL PROJECT (www.chak-hospital-afghanistan.org) von Projektleiterin Karla Schefter und ihrem afghanischem Team vor. Dabei brachte sie uns sehr lebendig und bewegend den Alltag im Hospital nahe. Sie schilderte den Tagesablauf und die alltäglichen Schwierigkeiten vor Ort. Das von der Johanniteroberin im Unterricht eingesetzte Video zeigte eindrücklich die Umstände der medizinischen Arbeit in Afghanistan und dominierte die anschließende Diskussion. Zugegeben, nicht jedes Auge blieb bei dieser besonderen Unterrichtsveranstaltung trocken.

Bei der anschließenden spontanen Sammelaktion bei den Schülern, den Lehrern und Angehörigen kamen erfreuliche 200 € zusammen und konnten auf das Spendenkonto überwiesen werden.

Wir sind Dr. h.c. Ramona Schumacher sehr dankbar für diesen Einblick in eine uns oft doch so fremde Welt, für den Blick über den Tellerrand.