nach-gedacht

Impuls zum Monat Oktober

Foto: Beate Wieschermann

"Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut." Lk 15,10

Freude über einen Sünder - geht das denn? Definitiv! Gott liebt jeden einzelnen Menschen mit Schwächen, Fehlern und Sünden gleichermaßen; das ist eine Freude, die nicht laut und auffällig ist, sondern leise und beständig. Sie gibt innere Ruhe, schenkt immer wieder neues Vertrauen in die Macht Gottes und Hoffnung auf einen Neubeginn. Jeder Mensch ist ein Fest wert, sagt uns diese Bibelstelle. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, zu Gott zurückzukehren, nur um dann festzustellen, dass er oder sie bereits in Freude erwartet wurde.

"Gott, ich kann nicht mehr gehen, der Weg ist zu steil und zu weit!"

"Geh soweit Du kannst - den Rest des Weges werde ich Dir entgegen gehen."

Johanniterschwester Elisabeth Kühnelt-Leddihn

Impuls zur Jahreslosung 2017

Alles neu? Wo gibt’s denn so was? Ein neues Jahr, ein neues Herz, ein neuer Geist.. Was für eine Verheißung!! Über die Gemeinde der Christenheit sagt Dietrich Bonhoeffer: „Sie glaubt seinem Wort und wartet auf seine Verheißung. Im Glauben ist sie der Sendung des Heiligen Geistes gewiß.“

Wir freuen uns über neue Dinge, über neue Menschen und neue Perspektiven. Jedes Jahr fassen wir uns gute Vorsätze und beginnen erneut, Gott und seine Verheißung zu suchen und sie umzusetzen. Wie wäre es, das neue Jahr mit dem unbedingten Vertrauen zu beginnen, dass Gott uns wirklich etwas Neues schenkt. Dies wäre doch die ultimative Herausforderung – ganz zu vertrauen ohne „Hintertüre“ und ohne Angst, dass etwas schiefgehen könnte.

„Neu“ ist nicht nur das Gegenteil von „alt“ – es bedeutet auch die Abkehr von Gewohntem, etwas Unverbrauchtes zu nutzen, zu probieren. Das Geschenk eines neuen Geistes und eines neuen Herzens bedeutet aber Mut zu haben – und mit Gottes Hilfe können wir dieses Geschenk auch annehmen und uns darüber freuen.

Wozu wären ein neues Herz und ein neuer Geist in Christus wohl imstande? Dies herauszufinden und erNEUt ins junge Jahr zu gehen wird unsere Aufgabe sein – und unsere Freude.

Johanniterschwester Elisabeth Kühnelt-Leddihn

"nach-gedacht" – wie alles begann

„…ich erlebe die Schwesternschaft als eine Gemeinschaft, die den Auftrag annimmt, Gottes Wort in die Welt zu tragen und mit Leben zu füllen!“ mit diesem Satz schließt meine diesjährige Advent-Andacht für die Johanniterschwestern, Fördermitglieder und Gäste der Johanniter-Schwesternschaft e.V. der Regionen Bonn, Rhein-Sieg und Köln, Düsseldorf, Ruhr.

Das ist kein Satz für eine schöne Feierstunde! In den vielfältigen Begegnungen auf den unterschiedlichsten Veranstaltungen dieser Schwesternschaft, auf Fort- und Weiterbildungen, auf Sommerfesten und Adventfeiern und nicht zuletzt auf den Schwesterntagen in Nieder-Weisel habe ich genau das immer wieder wahrgenommen. So ist auch die Idee zu dieser Seite bei einem Gedankenaustausch auf dem letzten Schwesterntag entstanden: Gottes Wort als Kraftquelle für den Alltag, gleichviel ob am Arbeitsplatz in einem Krankenhaus, einer Pflegeeinrichtung, einer Sozialstation oder daheim! Herausgekommen ist dabei „nach-gedacht", Impuls für die neue Woche (den neuen Monat).

Für Advent und die Passions- und Osterzeitzeit sind wöchentliche Beiträge geplant. Für die übrige Zeit des neuen Kirchenjahres ist an einen monatlichen Impuls gedacht. Ich möchte mit dieser Seite dazu ermuntern über Gottes Wort nachzudenken und zu teilen, was es mir sagt. 

Bad Godesberg, im Advent 2014 

Ulrich Lemm, Fördermitglied und Krankenpfleger im Johanniter-Krankenhaus Bonn