Antrittsrede Ordensoberin Andrea Trenner

Ordensoberin Andrea Trenner

Grundsätze 

Krankenpflege wird innerhalb der Kirche als Auftrag der Diakonie angesehen. Was zeichnet diese Krankenpflege aus? Gibt es christliche Krankenpflege und wie sieht sie aus? 

Es gibt in vielen Krankenhäusern und Altenheimen Christen, die kranke Menschen pflegen. Auch gibt es Pflege, die in kirchlicher Trägerschaft oder der Trägerschaft kirchlicher Organisationen durchgeführt wird. Das ist nicht zu verwechseln.  

Ist es allein die Mitgliedschaft zu einer christlichen Kirche, die wir in der Regel von Mitarbeitern erwarten, die christliche Werte transportiert? Den Menschen als Geschöpf Gottes zu sehen mit dem Recht auf Integrität ohne Unterschied, ob er krank oder behindert lebt; sich diesem Menschen absichtsvoll zuzuwenden und ihm in seiner Situation Partner, Unterstützung aber auch Schutz zu sein - dies kann ein Ausdruck sein für das Gebot: "Dem Herren Kranken dienen". 

Erinnern wir uns an den barmherzigen Samariter, auch er ist vom Esel abgestiegen, auf die Ebene des Verletzten, um sich ihm zuzuwenden und ihn zu versorgen. Patienten und Angehörige verbinden mit dem sichtbaren Ordenskreuz an unseren Häusern auch diese Erwartungen. Was ist jedoch, wenn es zunehmend zu einer "Entfernung" der Organisationseinheiten von der Kirche kommt? Wenn Arbeitsbereiche (zum Beispiel Sozialstationen) aus der Kirchengemeinde abgegeben werden an untergegliederte Teilbereiche der Diakonie, dann dort "weitergereicht" an Gesellschaften mit beschränkter Haftung, ausgegliedert, bis juristisch, als in den Handelsregistern der Amtsgerichte (welch merkwürdiger Ort für gelebtes Christentum!) kaum noch feststellbar ist, dass es sich um eine Einrichtung mit "irgendeiner" Bindung an eine christliche Kirche handelt...

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