Bundesaußenminister Steinmeier besucht Flüchtlingsunterkunft der Johanniter in Rathenow

Rathenow , 25. September 2015

Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier hat am 25. September 2015 in seinem Bundestagswahlkreis die kürzlich eingerichtete Notunterkunft für Flüchtlinge in der Stadt Rathenow besucht. Die Einrichtung wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) betreut.

In der Notunterkunft – eine ehemalige Kantine – sind rund 100 Menschen untergebracht. Darunter sind 37 Kinder, die Jüngsten sind gerade mal ein Jahr alt. Christian Graf von Hardenberg, JUH-Vizepräsident, David Kreuziger, JUH-Landesvorstandsmitglied in Berlin/Brandenburg, Angelika Steckler-Meltendorf, JUH-Vorstandsmitglied in Brandenburg-Nordwest, Elke Franke, Sozialamtsleiterin Landkreis Havelland, und JUH-Einrichtungsleiterin Katrin Bersiner führten den Minister durch die Räume. Steinmeier konnte sich so ein Bild vom Alltag der Bewohner machen und kam mit einigen ins Gespräch.

„Zwölf Millionen Menschen haben ihre Heimat durch den brutalen Bürgerkrieg in Syrien verloren, vier Millionen davon haben sogar das Land verlassen müssen. Ein Teil von ihnen – gerade einmal gut 500.000 – haben in Europa Zuflucht gesucht. Wir müssen sie menschenwürdig behandeln und dürfen ihnen unseren Schutz nicht verweigern. Ich freue mich, dass zahlreiche Organisationen, hier in Rathenow die Johanniter-Unfall-Hilfe, sehr schnell und effektiv helfen und die Geflüchteten vor Ort aufnehmen und unterstützen. Besonders hervorzuheben ist das ehrenamtliche Engagement vieler Mitbürgerinnen und Mitbürger, die sich mit Spenden und Zeit den Flüchtlingen in ihrer sehr schweren Situation widmen“, lobte Steinmeier.

Als Dankeschön für das Engagement der Helfer und kleine Abwechslung für die Bewohner der Unterkunft überreichte der Bundestagsabgeordnete der Heimleitung 40 Karten für ein Benefizkonzert zugunsten „Aktion Deutschland Hilft“, das der Sänger Max Raabe am 10. Oktober im Berliner Admiralspalast veranstaltet.

„Menschen aus Syrien, Afghanistan, der Russischen Föderation, Serbien und Albanien leben hier zusammen“, erläuterte Einrichtungsleiterin Bersiner. „Es begegnen sich viele Kulturen und Religionen, da ist ein friedliches Miteinander besonders wichtig.“ Steckler-Meltendorf ergänzte:

„Die Menschen, die bei uns Zuflucht suchen, haben vielfach Schreckliches in ihrer Heimat und auf ihrer Flucht erlebt. Daher ist es uns wichtig, sie nicht nur gut zu versorgen, sondern ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich sicher und willkommen fühlen und zur Ruhe kommen können.“

Die Johanniter engagieren sich bundesweit an mehr als 100 Standorten in der Flüchtlingshilfe und betreuen dort aktuell mehr als 33.000 Menschen. Sie kümmern sich um die medizinische Versorgung der Ankommenden, errichten Notunterkünfte und betreiben eigene Flüchtlingsunterkünfte im gesamten Bundesgebiet.