DR Kongo - Sauberes Wasser für 350 000 Menschen

Berlin/Goma, 18. Juli 2014

Rund 50 fertiggestellte Wasserquellen haben die Johanniter Anfang Juli mit Zeremonien an die Bevölkerung rund um die Gesundheitszone Mweso im Osten der Demokratischen Republik Kongo übergeben. Die neuen Quellen sichern mehr als 350 000 Menschen den Zugang zu Trinkwasser.

„Wir haben natürliche Quellen mit Zement eingefasst und sie so vor Verunreinigung zum Beispiel durch Tiere geschützt“, berichtet Gesine Lieberknecht, Johanniter-Mitarbeiterin vor Ort. „Schmutziges Wasser ist eine der häufigsten Ursachen für Durchfallerkrankungen in der Region.“ Von nun an kümmern sich ausgebildete Wasserkomittees, bestehend aus Vertretern der lokalen Bevölkerung, um die Instandhaltung der neuen Quellen. Jedes Wasserkomitteemitglied betreut dabei ein bis zwei Quellen:

Ich gehe wöchentlich zu den Quellen und schaue, ob es Probleme gibt, zum Beispiel ob Schlamm die Quelle verschmutzt oder ob der Zaun zum Schutz vor Tieren noch intakt ist. Außerdem mache ich noch Sensibilisierung in den Dörfern und erkläre, was man bei der Benutzung der Quelle beachten muss. Früher hat man das Wasser wie aus einem kleinen Bach geschöpft, aber da war immer Erde und anderer Dreck, der sich mit dem Wasser vermischte. Dadurch bekamen viele Menschen Durchfall, das ist jetzt besser. Es gibt immer noch Quellen, die nicht eingefasst wurden, man müsste noch viel mehr Quellen rehabilitieren.

Akilimali Mushawa betreut die Wasserquellen in Mukoberwa und Rwamatare.

Ich gehe einmal in der Woche zu den Quellen und einmal wöchentlich mache ich Sensibilisierung zum Beispiel in den Dörfern, dort wo sich alle treffen. Das Wasser sah früher schon eigentlich relativ klar aus, es sammelte sich an einer Stelle, manchmal war die Stelle ein wenig ausgehoben, wie eine größere Pfütze und von dort hat man geschöpft. Zu viele Menschen haben früher eine Quelle genutzt und Krankheiten haben sich schnell verbreitet. Manchmal wünsche ich mir noch ein Megaphon, um die Sensibilisierungsmaßnahmen zu verstärken.

Mzamukunda Maliya betreut die Wasserquellen in Rushebeshe und Ruhamiri.

Bei der Planung der Quellen haben die Johanniter auf die Einhaltung der sogenannten „SPHERE-Standards“ geachtet, einer Richtlinie zur Qualitätssicherung in der humanitären Hilfe. „Ungefähr 150 Menschen nutzen eine Quelle, die meist nicht weiter als 200 Meter von ihrem Haus entfernt liegt“, erklärt Gesine Lieberknecht.

Im Rahmen des Projekts, das noch bis April 2015 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert wird, unterstützen die Johanniter auch Gesundheitsstationen in der Region mit medizinischem Material und sorgen für eine Renovierung der oft maroden Gebäude. „Wir können so langfristig zu einer Verbesserung der Basisgesundheits- und Wasserversorgung beitragen,“ freut sich Gesine Lieberknecht.

Weitere Informationen über die Arbeit der Johanniter in der Demokratischen Republik Kongo finden Sie hier.

Für ihre Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo sind die Johanniter auf Spenden angewiesen.