Welttag der Humanitären Hilfe am 19. August

Berlin, 18. August 2014

Irak, Gaza, Ukraine – täglich berichten die Medien über Gewalt, Vertreibung und humanitäres Leid in diesen Krisengebieten. Langanhaltende Konflikte wie in Syrien, Myanmar, der Demokratischen Republik Kongo oder im Südsudan geraten da leicht in Vergessenheit. Doch auch hier, wie in vielen anderen Ländern dieser Erde, ist humanitäre Hilfe wichtiger denn je.

Die Johanniter engagieren sich in vielen dieser vergessenen Krisenregionen, um die Lebensumstände der Betroffenen zu verbessern. So unterstützen sie zehntausende syrische Flüchtlinge in Jordanien und Libanon mit lebensnotwendigen Hilfsgütern, sanieren Unterkünfte und sichern die Trinkwasser- und Stromversorgung. Auch in Syrien selbst sind die Johanniter aktiv und beliefern hier medizinische Einrichtungen mit Medikamenten und medizinischem Material.

In Myanmar führte der seit 60 Jahren andauernde Bürgerkrieg zwischen der Minderheit der Karen und der Zentralregierung zur Vertreibung von hunderttausend Menschen und zur Zerstörung der Infrastruktur. Die Johanniter haben hier mehrere  Gesundheitsstationen gebaut und unterstützen aus dem benachbarten Thailand zurückkehrende Flüchtlinge beim Neubeginn.

Auch im Osten der Demokratischen Republik Kongo wurden aufgrund der anhaltenden Konflikte zwischen verschiedenen Rebellengruppen und der kongolesischen Armee bereits hunderttausende Menschen aus ihren Dörfern vertrieben. Viele der Vertriebenen haben in Lagern Zuflucht gefunden, in denen die Johanniter Latrinen gebaut haben und die medizinische Versorgung sicherstellen. Im Südsudan, wo durch den Bürgerkrieg eine akute Hungersnot droht, verteilen die Johanniter Nahrungsmittel und behandeln mangel- und unterernährte Kinder.

„Die Berichte über die Krisen im Irak, Gaza oder der Ukraine sind allgegenwärtig. Umso wichtiger ist es, nicht die Situation der Menschen in den zahlreichen anderen Regionen unserer Welt aus dem Blick zu verlieren, die ebenfalls unter den Folgen akuter oder vergangener Bürgerkriege leiden“, so Oliver Rodewald, Leiter der internationalen Soforthilfe bei der Johanniter-Auslandshilfe. „Auch diese Menschen brauchen dringend unsere Hilfe.“

Um die Not hunderttausender Menschen in Konfliktregionen zu lindern, sind die Johanniter auf Spenden angewiesen.

Mit 10 Euro können wir dringend benötigte Medikamente kaufen.

25 Euro kostet ein Hygienepaket mit Seife, Zahnpasta, Handtüchern und Frauenartikeln.

Matratzen und Decken kosten 50 Euro.

Wasserfilter schützen vor Krankheiten

51,2 Millionen Menschen sind auf der Flucht und benötigen humanitäre Hilfe. Die Johanniter leisten da Hilfe, wo es ihnen möglich ist. Einen besonderen Fokus legen sie dabei auf die Sicherung der Grundbedürfnisse durch die Verteilung von lebensnotwendigen Hilfsgütern und die medizinische Versorgung. Wie diese Hilfe aussieht, zeigt das Beispiel von Shaker im Norden Jordaniens.