70.000 Euro vom Kirchentag für syrische Flüchtlingskinder

Stuttgart, 03. Juli 2015

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Im Rahmen des Abschlussgottesdienstes auf dem Cannstatter Wasen spendeten die Besucher des Evangelischen Kirchentags in Stuttgart rund 138.500 Euro. Die Hälfte des Geldes geht ein Projekt der Johanniter in Jordanien. Hier unterstützen syrische Flüchtlingskinder dabei ihre Traumata zu überwinden und Lebensfreude zurückzugewinnen.

Es gibt wohl nicht schöneres, als einem Kind ein Lächeln zu schenken. Doch Syriens Kinder haben das Lächeln verlernt. Ihr Leben hat sich für immer verändert, sie haben Schreckliches erlebt und Unaussprechliches gesehen. Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahr 2011 haben in Syrien bereits mehr als 220 000 Menschen ihr Leben verloren. Rund 7,6 Millionen Vertriebene innerhalb Syriens und 3,9 Millionen Flüchtlinge in den Nachbarstaaten sind die traurige Bilanz einer der größten humanitären Krisen der vergangenen Jahrzehnte. Allein Jordanien hat seit Ausbruch der Syrienkrise bereits knapp 629 000 Flüchtlinge aufgenommen. Viele Familien haben ihre Heimat verloren und berichten von Tod, Verfolgung und Gewalt. Stark traumatisiert müssen sie sich nun in der Fremde zurechtfinden.

Kleines Mädchen mit traurigem Blick hält ein Plüschtier im Arm

Aufbau einer psychosozialen Abteilung

Für die syrischen Kinder in Jordanien machen sich die Johanniter gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Shafak Syria stark. Im Oktober 2013 wurde das Zentrum Mobilty Solutions in der Hauptstadt, Amman, gegründet. Flüchtlinge, die durch die bewaffneten Auseinandersetzungen in Syrien schwere Verletzungen erlitten haben, werden hier mit Physiotherapie und Prothesen versorgt. Jeden Tag kommen aber auch Kinder, die nicht nur physisch verletzt, sondern auch traumatisiert sind.

Sie leiden unter Angstzuständen und Alpträume, isolieren sich und verstummen. „Mit den Spenden durch die Abschlusskollekte können wir diesen Kindern nun mit einem psychosozialen Programm helfen. Eine psychosoziale Abteilung in dem Mobility Solution Center in Amman wird kindgerecht ausgestattet und eingerichtet. Zwei Psychologen und zwei Sozialarbeiter werden die Kinder unterstützen, ihre Traumata zu überwinden und die Vergangenheit zu bewältigen. Pro Monat erhalten sie 300 Kinder einen geschützten Raum, in dem sie spielen, lernen und lachen können.

Basmala – Eine Chemiebombe nahm ihr Vater und Bruder

Lächelndes Mädchen mit Kopftuch

Die 11-jährige Basmala verlor bei einem Giftgasangriff in Syrien ihren Vater und großen Bruder. Gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder floh sie dann nach Jordanien. Die Johanniter helfen Kindern wie Basmala, ihr Traumata zu überwinden und in Jordanien ein wenig Normalität zu erleben. "Dank der Johanniter habe ich wieder ein bisschen Spaß in meinem Leben", so Basmala. Lesen Sie hier Basmalas Geschichte.

Die syrischen Flüchtlinge sind dringend auf internationale Hilfe angewiesen. Bitte unterstützen Sie uns mit einer Spende.

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