Gesunder Start ins Leben

Berlin, 23. September 2015

Für viele Frauen geht mit einer Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes ein Traum in Erfüllung. Die Johanniter sorgen im Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo dafür, dass Mütter und Kinder in dieser besonderen Zeit nicht allein sind. 

Gabriel Lengino und Tochter Poskina

Gabriel Lengino und Tochter Poskina

„Wären wir allein zu Hause geblieben, hätten meine Frau oder meine Tochter vielleicht nicht überlebt“, erinnert sich Gabriel Lengino an den Tag, an dem seine Tochter geboren wurde. Als bei seiner Frau, der 17-jährigen Rosetta, die Wehen begannen, fuhren die beiden in die Johanniter-Gesundheitsstation nach Nagero. Hebamme Therese untersuchte Mutter und Kind. Alles sah zunächst gut aus. Rosetta war während der Schwangerschaft regelmäßig in die Station gekommen, um sich und ihr ungeborenes Kind untersuchen zu lassen.

„Diese Untersuchungen sind in Deutschland Standard, im Südsudan und vielen anderen Ländern Afrikas aber nicht immer für jeden zugänglich“, erklärt Ilse Pelkmans, Projektkoordinatorin Südsudan. „Eine Schwangerschaftsvorsorge kennt nur etwa jede fünfte Frau. Die nächste Gesundheitsstation ist manchmal weit entfernt.“ Es fehlt an medizinischem Personal, Medikamenten und Wissen. Krankheiten wie Malaria oder eigentlich heilbare Fieber- und Durchfallerkrankungen werden für Kleinkinder und schwangere Frauen schnell lebensbedrohlich.

Die Johanniter sorgen mit Projekten im Südsudan und in der Demokratischen Republik Kongo für eine Verbesserung der medizinischen Betreuung von Müttern und Kindern. Wir renovieren marode Gesundheitsstationen oder bauen neue Einrichtungen und statten sie mit Geräten und Material aus. Wir stellen Hebammen, Krankenschwestern und -pfleger ein und bilden sie fort. Diese behandeln gängige Krankheiten und klären in Gesundheitsfragen auf, damit sich die Menschen vor Erkrankungen schützen können.

Im Kongo behandeln Ernährungsspezialisten in unseren Gesundheitsstationen auch unterernährte Kinder.

Im Kongo behandeln Ernährungsspezialisten in unseren Gesundheitsstationen auch unterernährte Kinder. „Aus Angst vor möglichen Gewaltausbrüchen haben im Ostkongo viele Menschen ihre Heimat verlassen müssen“, berichtet Ruben Baudisch, Koordinator der Projekte im Kongo.

„Viele Binnenvertriebene haben sich in Flüchtlingslagern niedergelassen. Sie haben kaum ein Einkommen und die Versorgungslage mit Nahrungsmitteln ist schwierig. Besonders die Kinder leiden unter der Situation.“

Gabriel Lengino und Rosetta Mario sind heute überglücklich, dass sie sich auf die professionelle Hilfe und Erfahrung unserer Mitarbeiter in der Gesundheitsstation in Nagero verlassen konnten. Als nach zwölf Stunden Wehen die Geburt ins Stocken geriet, Mutter und Kind in Gefahr waren, überwies Hebamme Therese die junge Familie an das regionale Krankenhaus. Auf der Fahrt begannen Rosettas Wehen erneut. Nur wenige Kilometer außerhalb von Nagero kam Tochter Poskina gesund zur Welt. Baby Poskina wurde geimpft und Rosetta über Stillpraktiken aufgeklärt. Die Eltern wollen sich nun von den Johannitern zu Gemeindegesundheitshelfern ausbilden lassen. Damit sie ihre Erfahrungen und ihr Wissen mit anderen Familien in der Gemeinde teilen können.

Die jungen Eltern Gabriel und Rosetta sind glücklich: Baby Poskina ist gesund und entwickelt sich prächtig

Die jungen Eltern Gabriel und Rosetta sind glücklich: Baby Poskina ist gesund und entwickelt sich prächtig

Unterstützen Sie Mütter und Kinder in Afrika mit Ihrer Spende.

  • Impfung und Erstversorgung – 20 Euro
    Mit 20 € wird ein Baby medizinisch nach der Geburt versorgt. Der Säugling erhält durch Impfungen einen wichtigen Schutz für seine weitere Gesundheit


  • Baby-Waage – 40 Euro
    Niemand stellt sich gerne auf eine Waage. Baby-Waagen zur Kontrolle der Gesundheit sind aber unverzichtbar. Mit 40 € können Kinder gewogen werden.


  • Sichere Geburt – 80 Euro
    Mit 80 € können wir vor, während und nach der Geburt für Schwangere und Mütter da sein und ihren Säuglingen zu einem gesunden Start ins Leben verhelfen.
  • Zusatznahrung – 100 Euro
    Viele Kinder sterben, weil sie unterernährt sind. Mit 100 € kann ein unterernährter Säugling fünf Monate lang mit Zusatznahrung versorgt werden.
Spenden Sie jetzt