Hilfe für Betroffene des Erdbebens in Nepal

Berlin, 12. Mai 2015

Am 25. April 2015 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,8 die Himalaya-Region. Nepal war am stärksten betroffen: nach Angaben der Vereinten Nationen starben mehr als 8000 Menschen, 191 000 Häuser wurden zerstört, 2,8 Millionen Menschen sind obdachlos.

Die Johanniter haben nach dem Beben umgehend ein Team nach Nepal entsandt, um Erkundungen durchzuführen. Kurz darauf folgte ein medizinisches Team, das in der stark betroffenen Provinz Sindhupalchowk, 45 Kilometer nordöstlich von Kathmandu, Verletzte behandelt hat. Der Soforthilfeeinsatz der Johanniter ist inzwischen beendet aber die Hilfe geht weiter: Die Johanniter unterstützen die betroffenen Menschen mit Hilfsgüterlieferungen. Insbesondere nachdem am 12. Mai erneut starke Erschütterungen das Land getroffen haben, wird die Hilfe dort dringend benötigt. Verfolgen Sie die Hilfe der Johanniter im News-Ticker.

12. Mai: Schwere Nachbeben erschüttern Nepal

Im Norden Nepals kam es am 12. Mai zu einem erneuten Erdbeben mit der Stärke 7,2 und mehreren Nachbeben. Das Epizentrum der jüngsten Erschütterungen lag in der Provinz Sindhupalchowk, in der die Johanniter nach dem ersten Beben Soforthilfe geleistet haben.

„In den vergangenen Tagen habe ich viele Dörfer besucht, in denen nur noch wenige Häuser standen. Ich befürchte, dass diese nun auch eingestürzt sind“, so Nicole Bergmann, Regionalbüroleiterin Südostasien der Johanniter. „Für die Menschen vor Ort ist das ein weiterer Schock. Das Erbeben und die zu erwarteten Nachbeben werden den Wiederaufbau erheblich verzögern, aber wir werden vor Ort dabei unterstützen. Ich habe erlebt wie dankbar die Menschen für unsere Hilfe sind und sich in diesem schweren Moment nicht alleine gelassen fühlen.“

Mit der Rückkehr ihres medizinischen Einsatzteams am vergangenen Wochenende haben die Johanniter zwar ihren Soforthilfeeinsatz in Nepal beendet, die Hilfe geht aber weiter. Johanniter-Mitarbeiter Faruq Faisel befindet sich auf dem Weg nach Nepal, um die weiteren Maßnahmen zu koordinieren. So werden die Johanniter in den kommenden Wochen mit der finanziellen Unterstützung durch das Auswärtige Amt Lebensmittelpakete, Hygieneartikel und Zelte an 2500 betroffene Familien in der Provinz Sindhupalchowk verteilen. Faisel leitet seit dem letzten Jahr das Projektbüro der Johanniter in Mazar-I-Sharif, Afghanistan. Zuvor hatte Faisel mehrere Jahre in Nepal gearbeitet.

11. Mai: Soforthilfe-Einsatz beendet / Johanniter ziehen erste Bilanz

Mit der Rückkehr des medizinischen Einsatzteams am vergangenen Wochenende haben die Johanniter ihren Soforthilfeeinsatz in Nepal beendet. Ein erstes Helfer-Team der Johanniter-Auslandshilfe war unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben in das Katastrophengebiet aufgebrochen, um zu erkunden, welche Hilfe am dringendsten benötigt wird. Am 30. April folgte ein zweites, elfköpfiges medizinisches Notfallteam, um bei der basismedizinischen Versorgung der Bevölkerung in der vom Erdbeben besonders betroffenen Region Sindhupalchok zu unterstützen. Insgesamt waren 16 eigens für derartige Einsätze ausgebildete ehrenamtliche Soforthelfer der Johanniter in Nepal im Einsatz.

Rund vier Autostunden nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu im bergigen Hinterland errichteten die erfahrenen Rettungssanitäter, Notfallmediziner und Logistiker einen medizinischen Behandlungspunkt. Die provisorische Gesundheitsstation unter freiem Himmel diente als zentrale Anlaufstelle für Verletzte und Erkrankte aus den umliegenden Siedlungen. „Die meisten unserer Patienten kamen mit unversorgten und häufig infizierten Wunden, Kopf- und Gesichtsverletzungen, Verbrennungen, Infektionen oder internistischen Erkrankungen zu uns“, berichtet Teammitglied Dr. Adrian Roth, Notfallmediziner aus München.

Von der Basisstation aus suchten die Johanniter-Helfer in kleineren Teams die Bergsiedlungen in der Umgebung auf, um auch dort Kranke und Verletzte zu behandeln. “Wo Gerölllawinen das Durchkommen für Jeeps unmöglich machten, waren wir zum Teil viele Stunden zu Fuß über steile Trampelpfade zu entlegenen Siedlungen unterwegs. Häufig waren wir dort die ersten nach dem Erdbeben, die medizinische Hilfe leisten konnten”, so Roth.

Die Johanniter verteilten in den kommenden Wochen, mit finanzieller Unterstützung durch das Auswärtige Amt, weitere Lebensmittelpakete, Hygieneartikel und Zelte, an 2500 betroffene Familien in der Provinz Sindhupalchowk. Darüber hinaus lieferten die Johanniter Medikamente und medizinisches Verbrauchsmaterial an ein lokales Krankenhaus. Damit ist die basismedizinische Versorgung von 10.000 Menschen für drei Monate sichergestellt.

„Wir sind froh, dass all unsere Helfer wohlbehalten aus ihrem fordernden Einsatz zurückgekehrt sind. Unsere Arbeit vor Ort ist damit aber keineswegs beendet. Jetzt geht es darum, die Menschen in Nepal beim Wiederaufbau zu unterstützen“, so Oliver Rodewald, Leiter des Soforthilfeeinsatzes der Johanniter.

7. Mai: Medizinisches Soforthilfeteam zurück in Deutschland

Die Helfer des medizinischen Johanniter-Teams (MERT) sind von ihrem Einsatz in Nepal zurückgekehrt. Gegen 17:20 Uhr wurden sie von den Kollegen des Sammlungsraumes Logistik und Training (SALT) auf dem Flughafen Frankfurt begrüßt. Die elf MERT-Helfer hatten während ihres achttägigen Einsatzes eine provisorische Gesundheitsstation 45 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu errichtet, um dort verletzte Menschen zu versorgen. Inzwischen hat sich die medizinische Versorgungslage vor Ort so weit verbessert, dass der Soforthilfe-Einsatz nicht mehr fortgesetzt werden muss.

Auch ein Hilfsflug des Spendenbündnisses Aktion Deutschland Hilft (ADH) ist heute nach Nepal gestartet. Als Mitglied von ADH haben die Johanniter diesen Flug organisiert. Die Einsatzkräfte im SALT in Frankfurt hatten die Hilfsgüter in Empfang genommen und versandfertig gemacht. Die Johanniter hatten auf den Hilfsflug ein sogenanntes WHO-Health-Kit nach Nepal geflogen, mit dem 10 000 Menschen drei Monate lang medizinisch versorgt werden können. Dieses wird an lokale medizinische Einrichtungen übergeben.

6. Mai: Medizinische Hilfsgüter für lokale Krankenhäuser

Nach seinem achttägigen Einsatz in Nepal reist das medizinische Soforthilfe-Team morgen zurück nach Deutschland. In den vergangenen Tagen hatte es in Absprache mit den lokalen Behörden die medizinische Betreuung der Bevölkerung in mehreren Tälern rund um die Stadt Melamchi übernommen.

"Wir haben eine zentrale Gesundheitsstation als Anlaufstelle für die Bevölkerung aufgebaut und sind in kleinen Teams per Jeep und sogar zu Fuß systematisch von Siedlung zu Siedlung und Haus zu Haus gegangen, um Verletzten zu helfen", so Andreas Wagner Teammitglied in Nepal. "Auf einem Bergplateau auf dem Gelände einer Tempelanlage errichteten wir eine zentrale Anlaufstelle für die Bevölkerung. Sie nahmen häufig mehrere Stunden Fussmarsch auf sich, um zu uns zu kommen."

Die Johanniter-Helfer behandelten vorrangig Wunden und Wundinfektionen, Brüche, Gesichts- und Kopfverletzungen, aber auch Verbrennungen. 

"Da die medizinische Infrastruktur inzwischen größtenteils wieder hergestellt und auch das Bezirkskrankenhaus in Melanmchi wieder voll funktionsfähig ist, können wir nun beruhigt zurück nach Deutschland kommen", freut sich Wagner.

Zur Unterstützung der Einrichtung werden morgen weitere medizinische Hilfsgüter zur Behandlung der Patienten in den kommenden Monaten auf den Weg gebracht. Zudem hat das Team vor der Abreise sein restliches medizinisches Material an ein Krankenhaus in der Stadt Dhulikhel übergeben.

 

Dennoch brauchen die vom Erdbeben betroffenen Menschen nach wie vor Unterstützung. Der Wiederaufbau hat erst begonnen. Drei Logistiker der JUH bleiben deshalb noch bis voraussichtlich 10. Mai im Land, um die geplante weitere Verteilung von Hilfsgütern zu koordinieren. Mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes werden die Johanniter Planen, Decken, Kleidung, Hygiene-Artikel und medizinisches Material verteilen. 

5. Mai 2015: Erkundungsteam zurückgekehrt

Markus Taglieber, Jens Uwe Klomfaß und Miriam Kaundert am Frankfurter Flughafen.

Nach über einer Woche Einsatz im Erdbebengebiet sind die ersten drei ehrenamtlichen Soforthelfer der Johanniter heute aus Nepal zurückgekehrt. Als Mitglieder des Johanniter-Erkundungsteams waren Jens Uwe Klomfaß, Miriam Kaundert und Markus Taglieber am 26. April in die Region aufgebrochen, um sich ein unmittelbares Bild von der Situation im Katastrophengebiet zu machen. Sie haben den Einsatz des medizinischen Teams vorbereitet, das seit vergangenem Donnerstag vor Ort ist und in einer mobilen Gesundheitsstation Kranke und Verletzte versorgt.

„Wir konnten durch unsere Erkundungen einen Ort finden, an dem die Hilfe des medizinischen Notfallteams dringend gebraucht wird“, resümiert Markus Taglieber den Einsatz. „In den entlegenen Bergregionen waren viele Menschen seit dem Erdbeben ohne jegliche medizinische Versorgung, jetzt wird ihnen geholfen.“

Zwei weitere Mitglieder des Erkundungsteam sind in Nepal geblieben und unterstützen die Arbeit des medizinischen Notfallteams.

4. Mai 2015: „Wir können überall beobachten, dass die Bevölkerung mit dem Wiederaufbau beginnt“

Die Johanniter leisten weiterhin medizinische Hilfe in der Bergregion. Verletzte in entlegenen Dörfern können sie oftmals nur zu Fuß erreichen. „Heute waren wir acht Stunden auf Trampelpfaden und von Erdrutschen verschlossenen Straßen unterwegs und haben dabei über 800 Höhenmeter überwunden“, berichtet Rettungssanitäter Andreas Wagner. Die Helfer gehen in Dreierteams und mit einem lokalen Guide systematisch von Dorf zu Dorf und Haus zu Haus. „Wir können überall beobachten, dass die Bevölkerung mit dem Wiederaufbau beginnt – Wellblechdächer werden hochgezogen und Bauholz herangeschafft“, so Wagner weiter.

Mit den Aufräumarbeiten nehmen Schnittverletzungen zu, da die Menschen meist keine Handschuhe haben, um sich zu schützen. Am Montag kamen Patienten mit arteriellen Blutungen an Händen und Füßen in die Gesundheitsstation der Johanniter. So auch eine junge Frau, die sich an einer im Schutt verborgenen Glasscherbe geschnitten hat. „Die 18-Jährige hatte eine sehr stark blutende Wunde am linken Ringfinger“, schildert Wagner. „Der Schnitt ging sehr tief und musste von unserem Arzt Adrian Roth mit sechs Stichen genäht werden.“ Die Frau soll heute noch einmal zur Wundkontrolle in die Gesundheitsstation kommen.

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie den Einsatz der ehrenamtlichen Johanniter in Nepal.

3. Mai 2015: Verletzte in den entlegenen Bergregionen brauchen dringend Hilfe

Im Dorf Thakani haben die Johanniter einen medizinischen Behandlungspunkt errichtet, um Verletzte und Erkrankte aus den umliegenden Siedlungen zu versorgen.

Rettungssanitäter Andreas Wagner beschreibt die Lage vor Ort:

„Die Kommunikation ist schwierig. Nach wie vor erschüttern täglich zwei bis drei Nachbeben mittlerer Stärke die Region. Straßengeschäfte sind zum Großteil wieder geöffnet, so dass die Bevölkerung zumindest in den Dörfern und Siedlungen Zugang zu Nahrungsmitteln hat. Glücklicherweise gibt es in den bergigen Distrikten auch ausreichend Frischwasserquellen. Die medizinische Hilfe hingegen läuft hier im Bergland erst an. Viele Menschen kommen zu uns, die durch das Erdbeben verletzt wurden. Das ist jetzt über eine Woche her. Seitdem wurde ihre Wunden nur notdürftig versorgt." 

Erfahren Sie mehr über die medizinische Hilfe der Johanniter in der Bildergalerie.

2. Mai 2015: Medizinisches Notfallteam der Johanniter behandelt bereits 70 Patienten am ersten Tag

Eine Woche nach dem schweren Erdbeben in Nepal sind viele Betroffene vor allem in entlegenen Gebieten noch immer auf Hilfe angewiesen. Das Notfallteam der Johanniter ist seit dem 1. Mai vor Ort und hat einen medizinischen Behandlungspunkt im Distrikt Sindhupalchok eingerichtet, in einer gebirgigen Region 45 Kilometer nordöstlich von Kathmandu. Hauptaufgabe des Johanniter-Teams, das unter anderem aus Notärzten und Rettungssanitätern besteht, ist es, vor Ort dringend benötigte medizinische Hilfe zu leisten.

Teammitglied Markus Taglieber beschreibt die Lage vor Ort: „Viele Häuser sind hier zusammengefallen wie Kartenhäuser. So viele Menschen sind sehr stark betroffen. Noch immer sind Ortschaften von der Außenwelt komplett abgeschnitten“. Und Markus Kristen, Leiter des Notfallteams: „Wir haben sofort nach dem Eintreffen die Arbeit aufgenommen und bereits am ersten Tag 70 Patienten behandelt, vor allem mit unbehandelten Schnittwunden als Folge des Erdbebens. Die Kommunikation vor Ort ist schwierig, es gibt kein fließendes Wasser und keinen Strom. Doch wir sehen, dass sich unser Behandlungspunkt schnell herumspricht, und erwarten einen großen Andrang in den nächsten Tagen“. Das medizinische Expertenteam-Team der Johanniter vor Ort wird dieses Wochenende um eine weitere Ärztin verstärkt.

Für den Soforthilfeeinsatz in Nepal sind die Johanniter dringend auf Spenden angewiesen.

1. Mai 2015: Medizinisches Notfall-Team in der Katastrophenregion eingetroffen

Das medizinische Notfall-Team der Johanniter beim Abflug ins Katastrophengebiet. Alle Teammitglieder engagieren sich ehrenamtlich in der Soforthilfe. Foto: Paul Hahn

Die Johanniter weiten ihren Hilfseinsatz für die Betroffenen des Erdbebens in Nepal aus. Ein neunköpfiges medizinisches Notfall-Team ist am Freitag in Kathmandu eingetroffen. Diesem sogenannten Medical Emergency Response Team (MERT) der Johanniter gehören Notfallmediziner und Rettungsassistenten sowie Logistikexperten an.

Das Team ist mit einer Notfallausrüstung ausgestattet, die neben Medikamenten wie Schmerzmittel, Antibiotika und Infusionen insbesondere Verbandmaterialien für Verletzungen und Wunden jeglicher Art sowie Schienungsmaterial zur Behandlung von Knochenbrüchen enthält.

Die Johanniter unterstützen bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung in den vom Erdbeben betroffenen Regionen. Damit leisten insgesamt 14 Johanniter Nothilfe im Katastrophengebiet; das gesamte Team der Johanniter besteht aus Ehrenamtlichen. Sie durchlaufen im Vorfeld eine umfassende Ausbildung, um sich auf die Arbeit im Ausland vorzubereiten.

Markus Taglieber sondiert die Lage im Krankenhaus von Dhulikhel. Patienten liegen unter freiem Himmel, das Krankenhaus ist völlig überlastet. Foto: Johanniter-Unfall-Hilfe

Ein erstes Team der Johanniter ist bereits seit dem 28. April vor Ort und erkundet, welche Hilfe am dringendsten benötigt wird. „Die Situation, die wir bei unserer Ankunft in Kathmandu vorgefunden haben, ist chaotisch. Viele Gebäude sind zerstört und die wenigen Krankenhäuser sind völlig überlastet. Hier wird dringend Hilfe benötigt“, beschreibt Jens Uwe Klomfass, Leiter des Johanniter-Erkundungsteams, die Situation vor Ort. Kranke und Verletzte werden notdürftig versorgt und stehen Schlange vor den Krankenhäusern. Medizinische Unterstützung wird dringend benötigt. Dies gilt besonders für die abgelegenen Orte in den Bergen, die bisher noch kaum von Helfern erreicht worden sind.

Für den Nothilfe-Einsatz in Nepal sind die Johanniter dringend auf Spenden angewiesen.

29.4.2015: Johanniter-Erkundungsteam erkundet Lage östlich von Kathmandu

Das Erkundungsteam der Johanniter-Auslandshilfe ist am 27. April in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu angekommen. Auch Nicole Bergmann, Regionalbüroleiterin der Johanniter in Südostasien, ist inzwischen in Kathmandu eingetroffen und verstärkt nun das Team, das seine Arbeit aufgenommen hat. Zunächst haben die Einsatzkräfte der Johanniter zusammen mit Kollegen anderer Hilfsorganisationen abgestimmt, wer wo welche Aufgaben übernimmt.

 

Durch diese Koordination kann den von der Katastrophe betroffenen Menschen großflächig und effizient geholfen werden. Am heutigen Mittwoch sieht der Arbeitsplan vor, dass sich das Johanniter-Team ein Bild von der Lage in einem Krankenhaus östlich von Kathmandu macht.

 

Unterdessen hat die Einsatzzentrale in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin

ein weiteres, medizinisches Helfer-Team – ein sogenanntes Medical

Emergency Response Team (MERT) – zusammengestellt, das heute im

Sammlungsraum Logistik & Training (SALT) in Frankfurt zusammenkommt und gebrieft wird. Der Abflug der Helfer ist für den 30. April geplant.

 

Mitglieder des 11-köpfigen MERT-Teams sind: Markus Kristen (Teamleiter), Gregor Adam (Stellvertretender Teamleiter), Cornelia Lindlohr (Ärztin), Adrian Christoph Roth (Arzt), Christian Gatniejewski (Rettungsassistent), Torsten Kinghorst (Rettungsassistent), Marvin Schäfer (Rettungsassistent), Bernd Gschwendner (Logistiker), Andreas Lehmann (Logistiker), Andreas Wagner (Medienkoordinator) und Andreas Mann (Psychosoziale Notfallversorgung). Im Gepäck hat das MERT-Team Ausrüstung zur medizinischen Notversorgung der Menschen. Einige der Team-Mitglieder waren bereits 2013 nach dem Taifun Haiyan beim Hilfseinsatz auf den Philippen dabei.

Bildergalerie: Das medizinische Notfall-Team der Johanniter in Nepal

28.4.2015: Johanniter-Helfer erreichen Erdbebengebiet

Teamleiter Jens Uwe Klomfaß (li.) und Logistiker Welf Seyer kurz nach der Ankunft am Flughafen Kathmandu.

Das fünfköpfige Erkundungsteam der Johanniter-Auslandshilfe ist nach 24-stündiger Anreise in Kathmandu gelandet. Das Team war seit Sonntagabend unterwegs, um in das Erdbebengebiet zu gelangen.

Teamleiter Jens Uwe Klomfaß schildert seine ersten Eindrücke: „Noch konnten wir uns kein umfassendes Bild machen, aber die Zerstörungen sind immens. Unzählige Menschen kampieren unter freiem Himmel, offenbar aus Angst vor weiteren Beben.“


Unmittelbar nach seiner Ankunft hat das Johanniter-Team Kontakt zu nationalen Behörden und internationalen Hilfsorganisationen aufgenommen und prüft die Voraussetzungen für den Einsatz eines medizinischen Soforthilfe-Teams.

Oliver Rodewald, Leiter der Soforthilfe der Johanniter-Auslandshilfe, erklärt: „Die Lage vor Ort ist gerade in den ersten Stunden und Tagen nach einer Katastrophe unübersichtlich und gesicherte Informationen sind rar. Durch unser Team vor Ort können wir uns schnell einen eigenen Eindruck darüber verschaffen, welche Hilfe die Menschen am dringendsten benötigen, und darauf mit weiteren Hilfeleistungen reagieren.“

Bildergalerie: Das Johanniter-Erkundungsteam

26.4.2015: Johanniter schicken Erkundungsteam in das Katastrophengebiet

Am Samstag, 25. April, um 11:56 Uhr Ortszeit wurde Nepal von einem der wohl schwersten Erdbeben in der Geschichte des Landes erschüttert. Nach jüngsten Angaben haben dadurch weit mehr als 3000 Menschen ihr Leben verloren. Die Hauptstadt Kathmandu ist zu großen Teilen zerstört.

Ein fünfköpfiges Erkundungsteam der Johanniter wird am Sonntag von Frankfurt aus in das Katastrophengebiet aufbrechen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Das Team wird am Montag in Kathmandu eintreffen. Die erfahrenen Soforthelfer der Johanniter-Auslandshilfe führen leichte medizinische Ausstattung mit sich und werden vor Ort erkunden, welche Hilfe am dringendsten benötigt wird und Kontakt zu den internationalen Katastrophenkoordinierungseinrichtungen vor Ort aufnehmen.

„Wir befürchten, dass die aktuellen Opferzahlen noch erheblich steigen könnten, denn aus vielen Regionen haben wir bisher noch keinerlei Informationen erhalten, weil die Infrastruktur zusammengebrochen ist“, schätzt Oliver Rodewald, Leiter Soforthilfe der Johanniter-Auslandshilfe, die Lage ein.

Die Johanniter rufen zu Spenden auf:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Stichwort: Erdbeben Nepal

Spendenkonto: 433 0433 00, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00

IBAN: DE94 3702 0500 0433 0433 00, BIC: BFSWDE33XXX
oder Online: www.johanniter-helfen.de

 

Was ist ein MERT?

Das Johanniter "Medical Emergency Response Team" (MERT) ist eine international kurzfristig einsetzbare flexible und autarke medizinische Einheit, die in humanitären Soforthilfeeinsätzen medizinische Versorgung dort sicherstellt, wo es nach Natur- oder anderen Katastrophen nur noch eine begrenzte oder gar keine medizinische Infrastruktur mehr gibt. Das Team setzt sich aus Ärzten, Krankenschwestern, Rettungsassistenten sowie Logistik- und Support-Personal zusammen. Es ist

mit medizinischen Geräten und Zubehör, Verbrauchsmaterialien, Zelten und Generatoren ausgestattet, um eine Operationsbasis in einem Katastrophengebiet aufzubauen und dort für bis zu 72 Stunden autark zu arbeiten. So ist das Team in der Lage, bis zu 100 Patienten pro Tag mit kleineren Verletzungen zu behandeln oder für bis zu 200 Patienten pro Tag die medizinische Grundversorgung sicherzustellen.