DR Kongo: Johanniter leisten Soforthilfe nach Überschwemmungen

Berlin / Goma, 22. September 2017

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++ Bereits knapp hunderte Tote ++ 32 Menschen werden noch vermisst ++ erste Cholerafälle gemeldet ++ Johanniter leisten Soforthilfe

Nach anhaltenden starken Regenfällen kam es in der Region Masisi, im Osten der Demokratischen Republik Kongo, zu schweren Überschwemmungen. Mehrere Flüsse traten über die Ufer und überfluteten weite Teile der Region. 92 Menschen starben, weitere 32 werden noch vermisst. Über 200 Unterkünfte wurden teilweise oder komplett zerstört. Besonders betroffen sind die beiden Dörfer Bihambwe und Mema. Die Johanniter sind seit Jahren in der Region tätig und unterstützen eine Gesundheitsstation in Bihambwe. Nun bereiten die Johanniter Nothilfemaßnahmen für die Betroffenen vor.

 

„Viele Tote aus der hauptsächlich betroffenen Gemeinde Bihambwe werden flußabwärts getrieben und in Muheto angeschwemmt,“ beschreibt Stefan Bihl, Johanniter-Landesbüroleiter die Situation in der Region. „Daher lässt sich jetzt noch nicht präzise sagen, wie viele Vermisste bzw. Tote es gibt. Das wird noch ein paar Tage dauern, bis man eine endgültige Bilanz ziehen kann.“

Johanniter leisten medizinische Hilfe

Zur Behandlung der Verletzten haben die Johanniter bereits einen LKW voller Medikamente beladen, der sich nun auf dem Weg in das betroffene Gebiet befindet, rund 50 Kilometer nordwestlich von Goma, der Provinzhauptstadt von Nord-Kivu. Der LKW enthält neben Medikamenten und medizinischem Material für die zusätzlichen Patienten in der Region auch Medikamente zur Behandlung von Durchfallerkrankungen, die durch verunreinigtes Wasser entstehen.

In der Region wurden bereits sechs Fälle von Cholera bestätigt", so Bihl weiter. "Zusätzlich haben wir beschlossen, die Patienten-Selbstbeteiligung an Behandlungskosten und Medikamenten in der Gesundheitsstation für die Dauer von erstmal vier Wochen auszusetzen, damit die Betroffenen kostenlose medizinische Versorgung erhalten können."

Weitere Hilfsmaßnahmen in Planung

Um die Menschen zu unterstützen, die alles durch die Fluten verloren haben, planen die Johanniter die Verteilung von Hilfsgütern, wie Plastikplanen, Decken, Seile, Kochgeschirr, Hygienematerialien, Wasserkanister und Chlortabletten sowie Schulungsmaterial. Auch finden Aufklärungskurse statt, um eine mögliche Cholera-Epidemie zu verhindern.

Um den Menschen vor Ort helfen zu können, sind die Johanniter auf Spenden angewiesen. Bitte unterstützen Sie uns. 

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Die Johanniter-Hilfe in der DR Kongo

Die Johanniter sind bereits seit 1995 in der Demokratischen Republik Kongo helfend aktiv und legen ihr Augenmerk vor allem auf die lokalen Gesundheitsdienste, die trotz der Kämpfe und Vertreibungen aufrechterhalten und verbessert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Sandra Lorenz Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe

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