Dürre in Ostafrika: Aufruf des Bundespräsidenten

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Durch die extreme Dürre und anhaltende Gewalt in Ostafrika sind über 23 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtet sich angesichts dieser Hungerkrise in einem Spendenaufruf an die Bevölkerung. Unter dem Motto "Gemeinsam gegen die Hungernot" ruft er die Bürgerinnen und Bürger dringend zu Spenden für die Notleidenden in Ostafrika auf.  Auch die Johanniter sind vor Ort und helfen in Kenia und dem Südsudan, wo die Situation derzeit dramatisch ist: mit medizinischer Hilfe, Nahrungsmitteln und Wasserlieferungen.

Aufruf von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

"Ohne unsere Hilfe werden noch mehr Frauen, Männer und Kinder verhungern", appelliert auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem Spendenaufruf an die deutsche Bevölkerung. "Unterstützen Sie die Hilfsorganisationen, die 'Gemeinsam gegen die Hungersnot' aufrufen. Mit Ihrer Spende können Sie Menschenleben retten! Mit Ihrer Hilfe können wir die Hungerkatastrophe lindern!", unterstreicht der Bundespräsident.

Fast fünf Millionen Südsudanesen haben nicht mehr genug Nahrungsmittel, um sich zu versorgen. Sie sind akut von Hunger bedroht. In Teilen des Landes wurde bereits eine Hungersnot ausgerufen. Ursachen für Hunger gibt es viele. Der Grund, daran sterben zu müssen, liegt allzu oft allein am fehlenden Zugang zu Hilfslieferungen. „In der Stadt Wau sind in den vergangenen Wochen rund 5000 Vertriebene aus der Region Jur River angekommen“, so Julian Jekel, Projektkoordinator für den Südsudan bei der Johanniter-Auslandshilfe. Jur River war bisher noch eine der wenigen friedlichen Regionen in der Provinz Western Bahr al Ghazal. Jetzt kommt es auch dort immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen sesshaften Bauern und nomadisierenden Viehzüchtern, die um den Zugang zu den nur noch spärlich vorhandenen natürlichen Ressourcen kämpfen. In der Stadt Wau ist die Lage seit Monaten angespannt, wiederholt kam es zu Schießereien zwischen verfeindeten Gruppen und zu gewaltsamen Übergriffen.

Krieg als Treiber der Hungersnot im Südsudan

Schwere Dürre in Kenia

Aufgrund der anhaltenden Dürre ist auch der Norden Kenias von einer Hungersnot bedroht. Die Johanniter unterstützen in der Turkana-Region seit mehreren Jahren die Bevölkerung beim Anbau von Nahrungsmitteln. Durch die ausgefallene Regenzeit sind auch die Ernten gering gewesen oder ausgefallen. „Rund 60 Prozent der Menschen sind auf der Suche nach Wasser“, berichtet Nina Skandalaki, zuständige Projektkoordinatorin bei der Johanniter-Auslandshilfe.

„Die Menschen essen teilweise zwei bis drei Tage nichts. Andere verzehren das Fleisch verendeter Tiere, was ein enormes Gesundheitsrisiko darstellt“, so Skandalaki.

Durchfallerkrankung, Malaria und Unterernährung hätten in den letzten Wochen deutlich zugenommen, die Bestände der Viehherden seien zum Teil auf ein Viertel des alten Bestandes geschrumpft. Ein Lichtblick: Die Menschen aus der Siedlung Nasinyono in der Provinz Turkana konnten noch auf Reserven an Sorghum-Hirse zurückgreifen. Die Ernte stammt aus dem Programm zur Ernährungssicherung, welches die Johanniter mit den Einwohnern seit vielen Jahren betreiben.

Um die Betroffenen in Ostafrika zu unterstützen, sind die Johanniter auf Ihre Spende angewiesen: Gemeinsam gegen die Hungersnot!

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Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI