Eine Million Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda

Berlin, 10. August 2017

Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Südsudan im Dezember 2013 sind bereits eine Million Südsudanesen nach Uganda geflohen. Damit beherbergt Uganda mehr Flüchtlinge als jedes andere Land Afrikas.

Insgesamt sind derzeit 1,3 Millionen Flüchtlinge in Uganda registriert – denn auch aus dem Kongo, aus Burundi oder Eritrea fliehen Menschen vor Gewalt in das sicher geltende Uganda. Nicht nur durch die Zahl der Flüchtlinge, die das Land beherbergt, sticht hervor, Uganda gilt auch in Bezug auf seine Aufnahmepolitik als Vorzeigeland. Flüchtlinge werden in bestehende Dorfgemeinschaften integriert. Sie erhalten ein Stück Land und Material, um sich eine eigene Unterkunft zu bauen. Sie haben das Recht zu arbeiten und zu reisen. Für diese gastfreundliche Politik wurde das Land häufig auch im Westen gelobt. Zuletzt auf dem Solidarity Gipfel im Juni, wo UN Generalsekretär Antonio Guterres für mehr Engagement westlicher Geber warb.

Aber Uganda ist dringend auf Hilfe Dritter angewiesen. Im Zuge des massiven Bevölkerungszuwachses im Norden des Landes muss die öffentliche Infrastruktur dringend ausgebaut werden. Die Johanniter wollen sich langfristig in Uganda engagieren und haben deshalb ein Büro in Kampala, der Hauptstadt des Landes eröffnet. Alfhild Böhringer leitet dieses und eruiert derzeit Projektmöglichkeiten mit Partnern vor Ort.

„Damit die Integration der Flüchtlinge in Uganda funktioniert, braucht es ein langfristiges Engagement von Hilfsorganisationen. Die Johanniter analysieren derzeit wie die Menschen im Norden des Landes, nahe der südsudanesischen Grenze, am Besten unterstützt werden können. Ziel ist es den Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur sicher zu stellen und lokale Kapazitäten zu stärken, die sowohl Flüchtlingen wie auch der ansässigen Bevölkerung zu Gute kommen“, sagt Alfhild Böhringer, Leiterin des Büros der Johanniter Auslandshilfe in Kampala.

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