Foto für PR-Bild Award 2017 nominiert

Berlin, 15. August 2017

Als Hilfsorganisation sind wir Johanniter auf aussagekräftige Bilder angewiesen. Sie ermöglichen einen direkten Eindruck von entfernten Projektregionen und von der Lage in Krisen- und Katastrophengebieten. Spendenaufrufe ohne Fotos sind heute kaum noch vorstellbar. Dafür begleiten uns regelmäßig engagierte und professionelle Fotografen - nicht selten unter widrigen Umständen. Der italienische Fotograf Axel Fassio lebt in der kenianischen Hauptstadt Nairobi und hat seit 2016 die Arbeit der Johanniter-Auslandshilfe in Kenia mehrfach begleitet. Im November vergangenen Jahres besuchte er Patienten, Gesundheitshelfer und Johanniter-Mitarbeiter in dem Flüchtlingscamp Kakuma, welches mehr als 200.000 Menschen aus vielen Ländern Afrikas beherbergt. In diesem Jahr reiste er zwei Mal in die Turkana-Region im Nordwesten des Landes, die seit Monaten von einer schweren Dürre heimgesucht wird. Dort werden derzeit mehr als 3.000 Menschen mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt, um zu überleben. Das folgende Bild von Fassio aus dem Flüchtlingslager Kakuma wurde nun für den PR-Bild Award 2017 unter der Kategorie "NGO-Bilder" nominiert. Wenn es auch Ihnen am besten gefällt, dann können Sie hier abstimmen.

"Leben im kenianischen Flüchtlingscamp Kakuma"

Bei den zwei Jungs aus dem Flüchtlingslager Kakuma im Norden Kenias macht die Not erfinderisch. Ausrangierte Badelatschen und ein bisschen Draht reichen aus, und schon ist man ein Moderator oder Funker. Sie basteln sich ihr Spielzeug aus Resten, um den oft tristen Alltag im Camp zu vergessen. Das Flüchtlingslager mit rund 165000 Menschen aus verschiedenen afrikanischen Krisenländern liegt im trockenen Norden Kenias und ist seit nunmehr 26 Jahren die Heimat für Menschen, die vertrieben wurden. Besonders Betroffene aus dem Südsudan suchen das Lager auf, um dem bewaffneten Konflikt zu entkommen.

Krankheiten behandeln und vorbeugen

Neben der besonderen Fürsorge für Mütter und Kinder behandeln die Krankenschwestern und –pfleger im Flüchtlingscamp Kakuma alltägliche Erkrankungen oder Verletzungen. Besonders Hautkrankheiten, Atemwegsinfektionen und Durchfallerkrankungen sind ein Problem im Flüchtlingslager, in dem die Menschen dicht an dicht wohnen und ansteckende Krankheiten sich schnell ausbreiten können. Einmal im Monat bieten Fachteams für Augen- und Zahnheilkunde Spezialsprechstunden für die Menschen in Kakuma und den umliegenden Gemeinden an. Mehr Informationen zur Arbeit der Johanniter in Kakuma finden Sie hier.

Nahrungsmittelhilfe für hungernde Nomadenfamilien

Eine schwere Dürre hat in weiten Landesteilen Kenias zum Verlust der Lebensgrundlagen tausender Familien geführt. Die Turkana-Nomaden, welche die Johanniter in Nasinyono seit 2011 auch langfristig unterstützen, haben einen großen Teil ihrer Viehherden verloren. Um dem Hunger und dem Mangel an sauberem Trinkwasser zu begegnen, leisten wir Nothilfe für mehr als 3.000 Betroffene über unsere Partnerorganisation AICHM vor Ort. Mehr Informationen zur Lage in Turkana und zu unseren Aktivitäten finden Sie hier.   

Trinkwasserlieferungen per LKW

Axel Fassio begleitet die Arbeit der Auslandshilfe in Kenia seit 2016 mit der Kamera. Sein Bild rechts aus Kakuma wurde für den PR-Bild Award 2017 nominiert. Gefällt es Ihnen? Dann stimmen Sie hier bis Mitte Oktober ab. Danke!

Spenden Sie jetzt

Ihr Ansprechpartner Sandra Lorenz Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe

Lützowstr. 94
10785 Berlin