Projektbericht 2016 der Johanniter-Auslandshilfe erschienen

Berlin, 15. August 2017

Schon 2016 zeichnete sich ab, dass zahlreiche Länder Afrikas von einer Dürre betroffen sein werden. Neben langfristigen Maßnahmen zur Ernährungssicherung stockte die Johanniter-Auslandshilfe vor allem im Südsudan die Nothilfe für unterernährte Kinder und Schwangere auf. Konnten unsere Maßnahmen nachhaltig die Situation in den Projektregionen entschärfen? Haben Gemeinden die nötigen Mittel und das Wissen, ihre Notlage selbständig zu überbrücken? Der Bericht erklärt, warum die Wirkung unserer Arbeit in den kommenden Jahren verstärkt im Mittelpunkt stehen wird.

Die Auslandshilfe hat sich im vergangenen Jahr vor allem für Betroffene von Krieg, Krisen und Dürren engagiert. Mehr als 500.000 Flüchtlinge und intern Vertriebene erhielten lebensnotwendige Hilfsgüter, Nahrungsmittel sowie psychosoziale und medizinische Hilfe. Über eine Million Menschen konnten durch präventive Maßnahmen und basismedizinische Versorgung ihre Gesundheit verbessern. 221 internationale und lokale Mitarbeiter waren in 23 Projektländern für die Auslandshilfe in 13 Länder- und Regionalbüros aktiv, um die notwendigen Hilfsmaßnahmen vor Ort umzusetzen.

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Wirkungsbeobachtung wird verstärkt

An der Wirkung ihrer Maßnahmen will sich die Auslandshilfe in Zukunft mehr denn je selbstkritisch messen lassen: das erklärte Ziel ist höchste Effektivität mit effizientem Einsatz von Ressourcen. Das gilt bei der Überlebenssicherung für Menschen, die von humanitären Krisen und Katastrophen heimgesucht werden, als auch für die Stärkung ihrer Widerstandskraft. Die Aktivitäten der Auslandshilfe konzentrieren sich für diese Ziele auf die Bereiche Gesundheit, Ernährung, WASH sowie Einkommens-und Ernährungssicherung. Die Ergebnisse der verstärkten Wirkungsbeobachtung fließen in die Projektsteuerung und zukünftige Planung ein. Auch gegenüber den Spendern und der Öffentlichkeit wird die transparente Kommunikation darüber, wie die Projekte wirken, vermehrt im Mittelpunkt stehen.

Nicht vergessen

Im Mittelpunkt sollen auch wieder Krisenländer stehen, die weitgehend in Vergessenheit geraten sind: Ländern wie Pakistan, Kolumbien oder Myanmar wird kaum Beachtung geschenkt. Zusammen mit elf weiteren Hilfsorganisationen und dem Auswärtigen Amt machen die Johanniter deshalb insbesondere mit einer Online-Kampagne unter dem Hashtag #nichtvergesser auf das Schicksal von Menschen in vergessenen humanitären Krisen aufmerksam. „Das fehlende Interesse der Medien ist besonders fatal, denn dadurch gibt es kaum Spenden und öffentliche Geldgeber für diese Regionen“, erklärt Verena Götze, die die #nichtvergesser-Kampagne aus der Bundesgeschäftsstelle der Johanniter koordiniert.

Mehr dazu hier im Projektbericht 2016 als PDF.

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Ihr Ansprechpartner Sandra Lorenz Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe

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