Syrien: Hilfe für chronisch Kranke

Berlin, 24. Juli 2017

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Der Krieg in Syrien hat vielerorts die Gesundheitsversorgung zum Erliegen gebracht. Zahlreiche Kliniken und Hospitäler sind zerstört oder beschädigt worden, im Süden des Landes ist rund jede zweite Einrichtung außer Betrieb oder funktioniert nur noch eingeschränkt. Rund 70 Prozent des medizinischen Personals arbeitet laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht mehr, weil sie um ihre eigene Sicherheit und die ihrer Familien fürchten. Besonders Patienten mit schweren chronischen Krankheiten und Bedarf an kontinuierlicher Behandlung sind die Leidtragenden dieser Situation. Ihre Unterversorgung bedeutet für viele den Tod.

Die Johanniter unterstützen deshalb jetzt mit finanzieller Unterstützung durch die Vereinten Nationen, zwei Zentren, die sich auf die Behandlung von Patienten mit akuter Nierenschwäche spezialisiert haben. 46 Patienten erhalten so eine dringend benötigte Dialyse-Behandlung. Die Blutreinigung wird in drei Feldhospitälern im Süden Syriens durchgeführt.

„Patienten mit chronischen Krankheiten gehören schon in Friedenszeiten zu den schwächsten Menschen in der Gesellschaft. Ihr Leben ist zwischen Millionen von Kriegsvertriebenen besonders gefährdet. Wir wollen sie nicht außer Acht lassen“, begründet Jens Schwalb, Fachbereichsleiter der Johanniter für den Nahen Osten, das Engagement.

Vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs gab es im Süden Syriens noch 22 Hämodialysezentren. Von diesen funktionieren heute nur noch fünf, allerdings mit zu wenig Personal, Ausrüstung und Medizin. Die Übernahme der Patienten, die bis zu drei Mal pro Woche behandelt werden müssen, soll auch dazu beitragen, die noch funktionierenden Zentren zu entlasten. Für die intensive und kostspielige Behandlung werden Nephrologen und Krankenschwestern eingestellt. Für die Durchführung des Projekts arbeiten die Johanniter mit der lokalen Partnerorganisation Syrian Expatriate Medical Association (SEMA) zusammen. Finanziert wird das Projekt bis Januar 2018 über das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (UN-OCHA).

Laut dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sind im Jahr 2017 rund 440.000 intern Vertriebene und über 30.000 syrische Flüchtlinge aus dem Ausland in ihre Heimat zurückgekehrt. Das ist laut UNHCR ein „bemerkenswerter Trend“, aber allein innerhalb Syriens sind weiter über fünf Millionen Menschen vertrieben.

„Die Unterstützung der Gesundheitsversorgung ist auch ein Beitrag dazu, Menschen zur Rückkehr und Rückkehrer zum Bleiben zu bewegen, wenn es die Sicherheitslage zulässt“, sagt Jens Schwalb.

Um die Betroffenen des Bürgerkriegs in Syrien zu unterstützen, sind die Johanniter auf Spenden angewiesen

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Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Sandra Lorenz Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe

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