Welttag der Handhygiene: Wir haben es in der Hand

Berlin, 05. Mai 2017

Jedes Jahr begeht die WHO am 5. Mai den Welttag der Handhygiene. Besonders Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge, Schulen und Kindergärten sind aufgerufen, auf die richtige Technik des Händewaschens aufmerksam zu machen. Doch auch jeder Einzelne kann jeden Tag einen Beitrag im Kampf gegen die Ausbreitung von Infektionskrankheiten und der zunehmenden Resistenz gegen Antibiotika leisten.

Richtiges Händewaschen ist eigentlich kinderleicht. Das wissen jetzt auch die Schülerinnen und Schüler einer Schule in Laos. Dort haben die Johanniter gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Borda Laos sanitäre Anlagen errichtet und vor allem Hygieneschulungen durchgeführt, in denen das Händewaschen im Mittelpunkt stand. Vor Beginn des Projektes wuschen sich lediglich 10% der Kinder die Hände in der Schule. Seife stand hier nicht zur Verfügung. In kurzen einprägsamen Lektionen lernten die Kinder deshalb, warum das Händewaschen vor dem Essen so wichtig ist und wie sie in ihrer Schule und zu Hause dazu beitragen können, Krankheiten und Infektionen zu reduzieren. Beim praktischen Händewaschen übte jedes Kind spielerisch die richtige Waschtechnik, um so die Keimzahl an den eigenen Händen reduzieren zu können. Durch die konsequente Umsetzung einfachster Hygienemaßnahmen wie dieser ist es unzähligen Kindern auf der ganzen Welt erst möglich, regelmäßig am Schulunterricht teilzunehmen.

Doch auch der Konsum von Antibiotika wird dadurch reduziert:

Je seltener der Einsatz dieser wertvollen Medikamente nötig ist, desto weniger Chancen bieten sich den Bakterien, Resistenzen gegen sie auszubilden“, erklärt die Ärztin Lena Kindler, die bei der Johanniter-Auslandshilfe als Trainee tätig ist. „Langfristig profitieren so alle Menschen davon, denn im Ernstfall kann weiterhin auf bekannte und sichere Antibiotika zurückgegriffen werden.“

Auch im Alltag ermöglicht die Verringerung von Krankheiten Erwachsenen, ihrer Arbeit regelmäßig nachzugehen; sie können so für ein geregeltes Einkommen für ihre Familie sorgen. Noch immer sind es Infektionskrankheiten, die weltweit die meisten Todesopfer fordern und täglich Millionen Menschen daran hindern, ihren geregelten Tätigkeiten nachzugehen. Mit einfachsten Maßnahmen lässt sich die Ausbreitung von Erkrankungen wie Magen-Darm Infektionen, Atemwegsinfekte oder Hautkrankheiten stoppen. Wir haben es jeden Tag in der Hand.

Mehr Informationen zum Welttag finden Sie hier auf der Seite der Weltgesundheitsorganisation WHO

Um Gesundheits- und Hygieneprojekte durchführen zu können, sind die Johanniter auf Spenden angewiesen

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Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Sandra Lorenz Fachbereichsleiterin Kommunikation Auslandshilfe

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