Welttag der Humanitären Hilfe: Helfer kein Ziel von Gewalt!

Berlin/Bonn (ADH), 17. August 2017

Es sind Ärzte, Krankenpfleger und Psychologen, aber auch Sicherheitsberater, Ingenieure und Logistiker, die tagtäglich den Menschen in Not zur Seite stehen. Humanitäre Helfer, Frauen und Männer, setzen sich weltweit für Betroffene ein, um ihnen eine neue Perspektive für ein selbstbestimmtes und freies Leben zu geben – und riskieren dabei oft ihr eigenes Leben.

Seit Januar 2016 waren über 400 Helfer weltweit von Angriffen betroffen, mehr als 160 von ihnen sind dabei gestorben. Die Angriffe reichen von körperlichen Attacken, Vergewaltigungen, Entführungen, Schießereien bis zu Bombardierungen. So bezahlten im März sechs Helfer der Vereinten Nationen ihren Einsatz im Südsudan mit ihrem Leben: Sie wurden aus dem Hinterhalt überfallen und erschossen. Erst diese Woche kam bei einem Anschlag in Burkina Faso ein Mitarbeiter der Welthungerhilfe ums Leben, vergangenen Mittwoch starben drei Caritas-Mitarbeiter in Afghanistan.

#NotATarget

"In Krisengebieten unterstützen Helfer alle Not leidenden Menschen, unabhängig von deren politischen Überzeugung, sozialen Stellung oder ethnischen Herkunft. Es darf nicht sein, dass Humanitäre Helfer Ziel von Gewalt werden", fordert Manuela Roßbach, geschäftsführender Vorstand von Aktion Deutschland Hilft, dem die Johanniter-Auslandshilfe angehört. Allein im Südsudan wurden seit Januar des vergangenen Jahres 64 Anschläge verübt.

Der Welttag der Humanitären Hilfe geht zurück auf den 19. August 2003. Damals starben 22 humanitäre Helfer bei einem tödlichen Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen in Bagdad. 2009 riefen die Vereinten Nationen den Tag ins Leben, um all jene zu ehren, die unter Einsatz ihres Lebens arbeiten.

2016 mussten die Johanniter einen Teil ihres Personals im Südsudan evakuieren. Mehr dazu hier.

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