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EU-Katastrophenschutz-Übung in Liverpool unter Leitung der Johanniter

2016 übten unsere Soforthelfer die EMT-Klassifizierung in Celle, jetzt treten sie in Liverpool als EMT-Team an. Foto: Hanschke/JUH

Vom 12. bis 14. Oktober wird im britischen Liverpool die europäische Katastrophenschutzübung EU-ModEX stattfinden. Erstmals wird als einziges deutsches Modul das neu von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifizierte Emergency Medical Team (EMT) der Johanniter-Auslandshilfe daran teilnehmen. Das EMT übernimmt innerhalb des fiktiven Szenarios die medizinische Nothilfe und wird aus 25 Helfern aus ganz Deutschland zusammengesetzt sein. Die Ärzte, Rettungsassistenten, Hebammen und weitere Spezialisten sind in der Lage, mindestens 50 Patienten pro Tag ambulant und mobil zu versorgen. Sie trainieren während der Übung die Zusammenarbeit im Team und den Zivilschutzstrukturen. Zusätzlich sind die Johanniter für die Durchführung der zwei Tage andauernden Übung zuständig, welche die erste von insgesamt fünf Einheiten bis September 2018 ist. Neben dem EMT der Johanniter nehmen zwei USAR (Such- und Rettungs-) Module aus Frankreich und Island teil. Die Verletztendarstellung übernimmt die britische Schwesterorganisation der Johanniter, St. John Ambulance.

Juni 2017 - WHO klassifiziert Johanniter als mobiles Nothilfeteam "EMT-1 mobile"

Die Johanniter-Auslandshilfe hat ihre internationale Soforthilfe durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifizieren lassen und als erstes Team weltweit in der Kategorie „Emergency Medical Team 1 mobile“ (EMT 1 mobil) die Prüfung bestanden. Die Johanniter sind außerdem die erste Nichtregierungsorganisation, die den Klassifizierungsprozess erfolgreich durchlaufen hat. Ein EMT 1 mobil ist ein medizinisches Nothilfeteam, bestehend aus 21 Einsatzkräften, darunter mindestens drei Ärzte, neun Rettungsassistenten und einer Hebamme, die nach Naturkatastrophen in abgelegenen Regionen medizinische Soforthilfe leisten. Die Klassifizierung soll in Zukunft den Zugang zu Katastrophengebieten regeln, um schnell und koordiniert Menschenleben retten zu können. Nicht-klassifizierte Organisationen werden wesentlich schlechtere Chancen haben, eine Einreiseerlaubnis für betroffene Länder zu erhalten. Ausführlichere Informationen hier.

Juni 2017 - „Das EMT-System ist ein Paradigmenwechsel in der Nothilfe“

Als erste deutsche Organisation legt die Johanniter-Auslandshilfe am 12. Juni eine Prüfung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ab, um eine Klassifizierung als Emergency Medical Team (EMT) zu erhalten. Diese Klassifizierung soll in Zukunft den Zugang zu Katastrophengebieten regeln. Dr. med. Christoph Lindenstromberg ist Anästhesist, Notarzt, ärztlicher Psychotherapeut und medizinischer Fachberater der Johanniter-Auslandshilfe. Er hat den Prozess der Klassifizierung als Emergency Medical Team (EMT) bei den Johannitern von Anfang an begleitet.

Welche Bedeutung hat das EMT-System für die internationale Nothilfe?
Lindenstromberg: Die EMT-Klassifizierung ist ein Paradigmenwechsel in der Nothilfe, da es auf lange Sicht in Katastrophengebieten wirklich nur Organisationen mit EMT-Klassifizierung geben wird. Ein Chaos wie in Haiti 2010 werden wir dadurch nicht noch einmal erleben. Die Standards der Klassifizierung sind übrigens dieselben für nationale und internationale Teams. Dadurch wird die lokale Hilfe gestärkt, sodass die „westliche“ Hilfe vielleicht irgendwann gar nicht mehr nötig sein wird. Die internationale Gemeinschaft, aber auch die nationalen Regierungen haben zum Teil viel Geld in die Ausstattung von Nothilfe-Organisationen gesteckt, damit sie sich an die Normen der WHO anpassen können. In Deutschland sind die Johanniter nun die ersten, die die Prüfung für eine EMT-Klassifizierung durchlaufen... hier geht es zum kompletten Interview

März 2017 - Hochwasserübung in Rumänien

Timisoara - Fünf Mitglieder des Johanniter-TAST (Technical Assistance Support Team) nehmen vom 9. bis 11. März an einer EU-Übung in Timisoara, im Südwesten Rumäniens teil. Insgesamt reisten rund 200 Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern Europas an, um an der EU-Übung teilzunehmen. Übungsszenario ist ein Hochwasser, welches die Region überflutet hat. Dem Johanniter-Team kommt dabei die Aufgabe zu, den technischen Support für die EU-Teams sicherzustellen, inklusive der IT, Büroorganisation und Verpflegung. Die Assessments in der Region führen unter anderem auch ein Team des Technischen Hilfswerks sowie Teams des französischen und österreichischen Katastropenschutzes durch. „Es ist eine gute Gelegenheit in einer größeren Lage mal das zu Üben, was einem im Ernstfall begegnet , sagt Rico Merker, Security Officer im Johanniter-TAST in Rumänien.

Dezember 2016: EMT-Meeting in Hongkong

Vertreter der Johanniter und vom ASB beim EMT Global Meeting in Hongkong © G. Gijs

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vom 28.-30. November 2016 in der „Academy of Medicine“ in Hongkong zum zweiten weltweiten Treffen der neu geschaffenen „Emergency Medical Teams“ (EMT) eingeladen. Von den Johannitern nahm Dr. med. Christoph Lindenstromberg, der als medizinischer Berater der Bundesgeschäftsstelle diesen Prozess engmaschig verfolgt, an dem Treffen teil. Insgesamt 400 Teilnehmer von Katastrophenteams  über Vertreter der Staaten, die Hilfe im Katastrophenfall benötigen und die im Bedarfsfall die angebotenen Teams auswählen und einsetzen müssen, waren nach Hongkong gereist.

In den Plenumsdiskussionen wurde ein Update zum derzeitigen Stand der Klassifizierungen gegeben: Mehr als 70 Emergency Medical Teams stehen derzeit bereits im Klassifizierungsprozess, sieben Teams tragen bereits das Abzeichen eines von der „WHO klassifizierten“ Teams, das britische EMT Type 2 warte jetzt im Dezember auf den Besuch der WHO Delegation zur Klassifizierung. Direktor General Dr. Margaret Chan von der WHO betonte in ihrer Begrüßungsansprache noch einmal die Wichtigkeit der EMT Initiative und versicherte uns, dass sie unsere Bemühungen mit allen Kräften unterstütze.

Zunächst gab es eine Reihe von Workshops zu medizinischen Themen, wie ein Update zur modernen Katastrophenchirurgie, ein besonderer Blick auf „Mother & Child Care“ unter schwierigen Bedingungen, akute Infektionskrankheiten als Herausforderung für Behandlung und Logistik sowie die mögliche Rolle der EMTs in Rehabilitation und Inklusion.

Daneben gab es viele Workshops, die sich mit dem Aufbau und der operativen Durchführung von EMT Einsätzen beschäftigten, vor allem mit administrativen und logistischen Herausforderungen: So gab es Treffen zum Management eines Feldhospitals (EMT Type 3), Herausforderungen von Verpflegung und Wasserversorgung in einem EMT sowie Arbeitsgruppen für Personal- und allgemeine Sicherheit. Eine dritte Gruppe von Workshops war für die Vertreter der Regierungen der empfangenden Staaten gedacht und umfasste die Themen: Administrative und juristische Herausforderungen, nationales „Capacity Building“ sowie Trainingsaspekte für nationale EMTs.

Insgesamt war es eine gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, alte zu vertiefen, zusätzliche Ideen zu Aufbau, Training und Einsatzdurchführung eines EMT zu sammeln und zur Planung des eigenen EMT zu nutzen. Im Verlauf der Konferenz kam es auch zu einem einstündigen Treffen mit unserem Mentor Jorge aus Spanien, der die Leistung des Johanniter EMT beim diesjährigen Fieldcamp in Celle analysierte und mit uns eine genaue Standortbestimmung für den weiteren Klassifizierungsprozess vornahm. Derzeit ist ein Besuch des Mentors im SALT Frankfurt für Februar / März geplant, so dass eventuell dann im Frühjahr / Sommer der Besuch der WHO Delegation zur Überprüfung unserer Fähigkeiten und dem Abschluss der Klassifizierung stattfinden könnte.

Fieldcamp 2016 – Gemeinsame Übung der Johanniter und des ASB in Celle

Rund 200 Teilnehmer vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und der Johanniter-Auslandshilfe trainierten gemeinsam auf dem Übungsplatz der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Celle den Hilfseinsatz im Ausland. Grund für die gemeinsame Übung war, dass sich die Johanniter und der ASB bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Registrierung zu sogenannten"Emergency Medical Teams" (EMT) beworben haben. Mit dieser Registrierung will die WHO erreichen, dass medizinische Teams nach Katastrophen unter standardisierten Bedingungen gemeinsam schnelle und koordinierte Hilfe leisten.

"Es war sehr beeindruckend, die Teams von den Johannitern und dem ASB in Aktion beobachten zu können. So stellen wir uns die Arbeit von medizinischen Teams im Katastrophenfall vor", so Jorge Salamanca Rubio. Rubio ist von der WHO beauftragt, den Registrierungsprozess der beiden Teams zu begleiten.

Die Übung hat auch für die Einsatzkräfte neue Erkenntnisse gebracht:

"Zum ersten Mal haben wir erfolgreich mit dem ASB eine Übung durchgeführt. Wir arbeiten nach den gleichen Standards und Prinzipien und können so im Einsatzfall schnell gemeinsam eine medizinische Versorgung sicherstellen", freut sich Oliver Rodewald, Leiter der internationalen Soforthilfe der Johanniter-Auslandshilfe.

Daniel Alex, Koordinator beim Schnelleinsatz-Team des ASB, betont: "Eine besondere Herausforderung lag in den neuen WHO-Anforderungen für medizinische Notfallteams. Für den ASB bedeutet das zum Beispiel, dass wir die Trinkwasseraufbereitung und die Ambulanz erstmals gleichzeitig betreiben."

2. Juli 2016, Berlin: Umgang mit Lampenfieber im Katastrophenfall

Blitzlichtgewitter und Medienansturm sind Begleiterscheinungen der großen Katastrophen. Auf Seiten der Hilfsorganisationen ist es der Moment, in dem man auf die eigene Arbeit mit großem Echo aufmerksam machen und für Spenden werben kann. Ohne dieses zumeist kurze Rampenlicht für Hilfsorganisationen würde finanziell deutlich weniger auf die Beine gestellt werden können. Damit der Medienrummel jedoch nicht die eigentliche Arbeit der Soforthelfer im Katastrophengebiet behindert und Interviews vor Kameras nicht zum Negativerlebnis werden, bildet die Johanniter-Auslandshilfe sogenannte Medienkoordinatoren als Teil des ehrenamtlichen Soforthilfe-Teams aus. Am 2. Juli 2016 fand das jährliche Fortbildungswochenende der Medienkoordinatoren in Berlin statt. „Bei Einsätzen in großen Katastrophen bestehen unsere Teams in der Regel aus medizinischem Fachpersonal, Logistikern, Teamleitung und mindestens einer Medienkoordinatorin oder einem Medienkoordinator“, erklärt Anne Schröter, bei der Auslandshilfe zuständig für Sicherheit und Soforthilfe. Sie kümmern sich neben Fotos, Videos und Interviews mit den Menschen vor Ort speziell um Medienanfragen aus Deutschland und geben an, wann welche Soforthelfer Zeit für ein Gespräch haben.

Medienkoordinatoren bei der Fortbildung in Berlin.

Doch nicht jedem ehrenamtlichen Teammitglied fällt ein Interview leicht: „Stresssymptome und Lampenfieber können auftreten, wenn man plötzlich mitten im Medienrummel steht. Hinzu können traumatische Erlebnisse durch die frischen Eindrücke im Katastrophengebiet kommen. Redeängste, die man vielleicht schon immer hatte, verstärken sich“, so der Psychotherapeut Niko Bayat Sarmadi, der das Training durchführte. Er erläuterte den Teilnehmern, wie man Symptome vorab erkennen und diese etwa durch Atemübungen abbauen kann. Lampenfieber ist zunächst einmal etwas ganz normales und lässt sich auch nicht abstellen", macht Bayat Sarmadi deutlich. "Wichtig ist, einen guten Umgang mit der Situation zu finden. Dabei können die Medienkoordinatoren helfen."

Genauso wichtig wie die emotionale und inhaltliche Vorbereitung durch die Medienkoordinatoren sei auch das Feedback nach einem Interview. „Mit den richtigen Worten kann man auf inhaltliche Patzer aufmerksam machen, ohne verletzend zu sein. Positive Reaktionen nehmen den Kollegen die Angst und Unsicherheit vor den nächsten Interviews“, so Bayat Sarmadi. Des Weiteren wurden die Soforthelfer beim Medientraining über den Stand des laufenden WHO-Qualifizierungsprozesses eines Johanniter Emergency Medical Team type 1 (EMT1-mobile) informiert sowie über Herausforderungen und Nutzen von Social Media-Kanälen im Einsatzfall. 

08.-11.06.2016: Katastrophenschutzübung in Wiener Neustadt, Österreich

Die Johanniter-Unfallhilfe hat im Rahmen des Union Civil Protection Mechanism eine Katastrophenschutzübung im österreichischen Wiener Neustadt realisiert. Im Konsortium mit dem finnischen Krisenmanagement Zentrum, dem österreichischen Innenministerium, der dänischen Emergency Management Agency und dem italienischen Zivilschutz konnten auf einem Gelände des österreichischen Bundesheeres zwei Urban Search and Rescue Teams (USAR, SLO und BUL) und ein Small Advanced Medical Post (AMP/S, CS) in einem Erdbebenszenario in dem fiktiven Übungsland Modulistan eingesetzt werden. Technischen Support leistete ein finnisches TAST.


Zudem konnten das Katastrophenhilfeelement für USAR des Österreichischen Bundesheeres (AFDRU) sowie multinationale Module zur Schadenserkundung und Schadensvermeidung ihre Fähigkeiten schulen.  Besonderes Augenmerk wurde auf die Kooperation der Teams untereinander und auf die Koordination mit lokalen, nationalen und internationalen Akteuren gelegt. Mit insgesamt 14 beteiligten Nationen und 286 Teilnehmer*innen gehört die Veranstaltung zu der bisher größten ihrer Art.
Das Video zur Übung können Sie hier  sehen.

21.4.16: WHO zu Besuch im Logistikkzentrum in Frankfurt

Frankfurt / Berlin – Am Donnerstag, den 21. April, besuchte Dr. Ian Norton, Leiter des Klassifizierungsprozesses für medizinische Teams bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Logistikzentrum der Auslandshilfe in Frankfurt. Die Johanniter haben sich für eine Klassifizierung ihrer Soforthilfeteams bei der WHO beworben. Zu dem Vorstellungstag in den Räumlichkeiten des RV Rhein-Main kamen auch der Präsident der JUH, Dr. von Rümker, Bundesvorstandsmitglied Wolf-Ingo Kunze sowie die Leiter der verschiedenen Zentren der Auslandshilfe, Vertreter der Auslandshilfe und ehrenamtliche Soforthelfer. Gemeinsam mit Norton besprachen sie das weitere Vorgehen im Klassifizierungsprozess. „Ich  habe mich sehr gefreut, vor allem mit den Teams sprechen zu können. Ihre Organisation ist sehr professionell aufgestellt und ich sehe keine Schwierigkeiten bei der Klassifizierung ihrer Teams“, resümiert Dr. Norton am Ende des Tages.

Lest hier das Interview mit Dr. Norton zum Klassifizierungsprozess der WHO.

8.-10.4.16: Rollstuhl-Training in Berlin

Vom 08.04. bis 10.04.2016 wurde im Johanniter-Bildungsinstitut Berlin das 2. Emergency Wheelchair Training durchgeführt. Die Johanniter führten das Training gemeinsam mit zwei Trainerinnen der Partnerorganisation "Motivation" aus England durch.

Susanne Wilm, Fachberaterin für Inklusion und Behinderung bei der Johanniter-Auslandshilfe, gab den acht TeilnehmerInnen eine Einführung in die Grundlagen für den Einsatz der Notfall-Rollstühle. Diese sind Teil des Soforthilfekonzeptes und für die Verteilung an Betroffene nach Katastrophen vorgesehen. Derzeit lagern 50 dieser Emergency Wheelchairs in einem UN Depot für zukünftige Einsätze.

Das Training wurde von den drei Soforthelfern Welf Seyer, Harald Pudritz und Witold Raport und dem Fachbereichsleiter Logistik Jörn Ostertun von Seiten der Soforthilfe besucht. Weiterhin konnten auch zwei Teilnehmer der German Toilet Organisation, eine Mitarbeiterin des Bildungsinstituts Berlin und eine Studentin des renommierten NOHA Studiengangs der Universität Bochum (Humanitäre Hilfe) begrüßt werden.

Inhalte des Trainings war die Vermittlung des Wissens, wie die Rollstühle zusammengebaut und an die jeweiligen Bedürfnisse von Nutzern angepasst werden. Zusätzlich wurde ein intensives Grundwissen über die Inklusion von Menschen mit Behinderung in Soforthilfeeinsätzen vermittelt.

29.1.2016 - EU-Katastrophenschutzübung in Dänemark

Die Johanniter-Auslandshilfe nahm vom 29.1. bis zum 1. Februar 2016 mit 15 Johannitern an einer gemeinsamen EU-Katastrophenschutz-Übung in Dänemark teil.
Die EU-Modul-Übung wurde im Rahmen des Europäischen Katastrophenschutzes in Tinglev/Dänemark durchgeführt und hatte 122 Teilnehmer aus 14 Staaten. Durchführender Partner war das DEMA Emergency Services College.


Teil nahmen ein 5-köpfiges TAST-Team, bestehend aus Andreas Wagner, Guido Schanz, Stefanie Sasse, Marc Dickey und Juliane Flurschütz. Jeanine Marquardt, Anette Eickert und der finnische Johanniter-Kollege Mikael Mattila unterstützten das italienische Feldhospital (Advanced Medical Point - AMP). Zusätzlich war ein Medientrainer, zwei Koordinatoren für die Rollenspieler und weitere Unterstützer in der Organisation und Durchführung der Übung aus den Reihen der Johanniter aktiv.

Das Übungsszenario, in welchem die Übenden ihre Leistungsfähigkeit im Katastrophenschutz unter Beweis stellen sollten, war ein Erdbeben mit der Stärke 7.5 in der Region Tinglev. Als zusätzliche Herausforderungen wurden schwere Regenfälle und Überschwemmungen in das Szenario eingebaut. Vor Ort als aktive Teams waren zwei USAR-Teams aus Estland und Österreich, sowie ein italienisches Team mit einem Feldhospital. Geübt wurde durchgehend von Freitag 11 Uhr bis Sonntagabend auf und in der Nähe des Übungsgeländes des dänischen Katastrophenschutzes in Tinglev.

Dezember 2015 - WHO-Konferenz zu „Emergency Medical Teams“

Dr. Karsten-Christoph Lindenstromberg, medizinischer Berater der Johanniter-Auslandshilfe, stellte auf der Konferenz das "Medical Emergency Response Team" vor.

Vom 1.-3. Dezember 2015 hat in Panama City die erste weltweite Konferenz zu den von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neu initiierten „Emergency Medical Teams“ (EMT) stattgefunden. Die WHO unterstrich hierbei, dass in ihrem Projekt nicht nur die Qualität der medizinischen Soforthilfe-Teams verbessert werden soll, die im Ausland nach Katastrophen Hilfe leisten, sondern auch die Fähigkeiten von nationalen Nothilfeteams aus den betroffenen Ländern gestärkt werden sollen. Obwohl die schnellste Hilfe in den ersten 72 Stunden oft aus den benachbarten Staaten kommen wird, ist die Internationale Katastrophenhilfe eine wertvolle Ergänzung, um das beeinträchtigte nationale Gesundheitssystem zu unterstützen.

Vor allem der neu eingeführte Registrierungsprozess der WHO für Emergency Medical Teams wurde auf der Konferenz diskutiert. Derzeit sind 38 Teams aus 16 Nationen zur Registrierung eingeschrieben, unter anderem auch das „Medical Emergency Response Team“ der Johanniter- Auslandshilfe. Die Mentoren, welche die Teams durch den Registrierungsprozess begleiten und die Fähigkeiten sowie die Aufstellung der Teams beurteilen sollen, werden bis zum Beginn des neuen Jahres zugeordnet sein, so dass die ersten Teams dann gegen Mitte des Jahres die begehrte Klassifizierung der WHO erhalten könnten.

Weitere Workshops und Arbeitsgruppen an den drei Tagen der Konferenz beschäftigten sich mit der logistischen und operativen Unterstützung aus den betroffenen Ländern, dem Aufbau von Fähigkeiten und der Ausbildung der Teams, Management von Epidemien, Identifizierung der Bereiche, in denen die vereinbarten Standards noch nicht erreicht werden sowie den Erfahrungen aus den letzten Einsätzen in Nepal, den Philippinen und in Westafrika.

Oktober 2015 - Fieldcamp in Österreich

Vom 16. bis 18. Oktober fand das diesjährige Fieldcamp der Johanniter-Auslandshilfe in Tirol, Österreich, statt. 40 Teilnehmer aus Deutschland und Österreich nahmen an den Workshops und Outdoorübungen teil. „Ziel war es ein besseres Bewusstsein für die gruppendynamischen Prozesse zu erlangen, um daraus Handlungen für eine bessere Teamarbeit im Einsatz ableiten zu können“, so Oliver Rodewald, Leiter der Soforthilfe bei der Johanniter-Auslandshilfe. Auch JUH-Bundesvorstandsmitglied, Wolfram Rohleder, und der Bundesgeschäftsführer der Johanniter Österreich, Dr. jur. Robert Brandstetter, nahmen an der zweitägigen Übung teil. „Ich bedanke mich, dass sie soviel Zeit und Mühe in die Auslandshilfe stecken. Wir sind froh, dass die Regionalverbände uns dabei so unterstützen. Danke auch an die Kollegen aus Österreich“, so Rohleder. Auch Brandstetter bedankt sich bei der Auslandshilfe: „Die Übung ist ein weiterer wertvoller Beitrag, die Zusammenarbeit der Johanniter in Österreich und Deutschland zu intensivieren. Wir freuen uns, die Auslandshilfe mitgestalten zu dürfen."

14.10.2015 - Übung im Auftrag der EU-Kommission

Die Johanniter haben im italienischen Arcevia vom 9. bis 12. Oktober mit ihren italienischen, österreichischen, finnischen und dänischen Partnern eine Katastrophen-schutzübung im Auftrag der Europäischen Kommission ausgerichtet. Im Kern des Einsatzszenarios stand die Arbeit von vorgeschobenen Behandlungsplätzen aus Frankreich, Spanien und Estland neben dem Aufbau der standardisierten internationalen Katastrophenreaktionsketten der Vereinten Nationen. Schlagkräftige medizinische Module in der Reaktion auf Katastrophen bilden den gegenwärtigen Schwerpunkt der Weltgesundheitsorganisation. Der Prozess wird durch die Soforthilfe der Johanniter begleitet.

Video zur Übung

11.07.2015 - Dank an Nepal-Helfer

Gemeinsame Rückschau: Dreizehn ehrenamtliche Johanniter, die nach dem schweren Erdbeben im Himalaya Ende April als Soforthelfer in Nepal im Einsatz waren, haben sich am Wochenende 10./11. Juli in der Bundesgeschäftsstelle in Berlin getroffen. Mit ehrenamtlichen Helfern des Sammlungsraums Logistik und Training (SALT) und den Kollegen, die den Einsatz aus der Berliner Operationszentrale heraus gesteuert haben, wurden die Erkenntnisse aus der Arbeit vor Ort und im Stab besprochen. "Es ging uns darum, aus den Erfahrungen Lehren für kommende Einsätze zu ziehen", erklärte Oliver Rodewald, Leiter Soforthilfe bei der Johanniter-Auslandshilfe. "Außerdem wollten wir den Helfern danken. Sie standen innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung und haben alles ihnen Mögliche getan, um den Menschen in den ersten Wochen nach der Katastrophe beizustehen."

Auch Wolfram Rohleder, Mitglied des JUH-Bundesvorstandes, dankte den Einsatzkräften und Unterstützern für ihr Engagement: "Von Ihrer Leistungsfähigkeit, auch in schwierigen Situationen, bin ich sehr beeindruckt. Das Ehrenamt ist in der Soforthilfe der Johanniter unverzichtbar. Wir sind sehr stolz darauf, dank gut ausgebildeter, hoch motivierter ehrenamtlicher Helfer Menschen in Notlagen beistehen zu können".

11.05.2015 - Soforthilfe-Einsatz beendet

Mit der Rückkehr des medizinischen Einsatzteams am 10. Mai haben die Johanniter ihren Soforthilfeeinsatz in Nepal beendet. Ein erstes Helfer-Team der Johanniter-Auslandshilfe war unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben in das Katastrophengebiet aufgebrochen, um zu erkunden, welche Hilfe am dringendsten benötigt wird. Am 30. April folgte ein zweites, elfköpfiges medizinisches Notfallteam, um bei der basismedizinischen Versorgung der Bevölkerung in der vom Erdbeben besonders betroffenen Region Sindhupalchok zu unterstützen. Insgesamt waren 16 eigens für derartige Einsätze ausgebildete ehrenamtliche Soforthelfer der Johanniter in Nepal im Einsatz.

"Wir sind froh, dass all unsere Helfer wohlbehalten aus ihrem fordernden Einsatz zurückgekehrt sind. Unsere Arbeit vor Ort ist damit aber keineswegs beendet. Jetzt geht es darum, die Menschen in Nepal beim Wiederaufbau zu unterstützen", so Oliver Rodewald, Leiter des Soforthilfeeinsatzes der Johanniter.

Mehr über die Hilfe der Johanniter nach dem Erdbeben in Nepal erfahren Sie hier.

01.05.2015 - Medizinisches Notfallteam in Nepal eingetroffen

Das medizinische Notfall-Team der Johanniter beim Abflug ins Katastrophengebiet. Alle Teammitglieder engagieren sich ehrenamtlich in der Soforthilfe. Foto: Paul Hahn

Die Johanniter weiten ihren Hilfseinsatz für die Betroffenen des Erdbebens in Nepal aus. Ein neunköpfiges Medical Emergency Response Team (MERT) ist am Freitag in Kathmandu eingetroffen. Dem MERT der Johanniter gehören Notfallmediziner und Rettungsassistenten sowie Logistikexperten an.

Mehr über die Hilfe für die Menschen in Nepal erfahren Sie unter www.johanniter-auslandshilfe.de

26.04.2015 - Erdbeben Nepal: Johanniter entsenden Erkundungsteam

Ein fünfköpfiges Erkundungsteam der Johanniter ist am Sonntag von Frankfurt aus in das Katastrophengebiet geflogen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Mehr über die Hilfe für die Menschen in Nepal erfahren Sie unter www.johanniter-auslandshilfe.de

19.04.2015 - Abseiltraining mit Hunden

Unter der Leitung des Internationalen Trainingscenters (ITC) der Auslandshilfe und mit Unterstützung des RV Hanau/Main-Kinzig haben Soforthelferinnen und –helfer der Auslandshilfe von 17.-19. April in Bad Soden-Salmünster das Abseilen mit und ohne Hund trainiert. Ausbilder Gerd Freimuth der SEG "Höhenrettung“ des RV Weser-Ems erklärte den Teilnehmern das aktive und passive Abseilen, sowie das selbstständige Auf- und Abbauen von Seilstrecken in Theorie und Praxis. Einsatzkräfte, Material und Rettungshunde können im Einsatzfall so an schwierig zu erreichende Stellen befördert und vermisste Personen in Trümmerlagen versorgt werden. Die Helfer und Helferinnen des Disaster Response Search Teams (DRST) mit ihren Rettungshunden, des Medical Emergency Rescue Teams (MERT) sowie der Bundesgeschäftsstelle kamen erstmalig zu diesem eigens für die Auslandshilfe konzipierten Training zusammen.

17.04.2015 - Einweihung SALT

Das Logistikzentrum des Sammlungsraums Logistik & Training im Regionalverband Rhein-Main ist umgezogen.
Am Freitag, den 17. April wurden die neuen Liegenschaften durch Johanniter Präsident Dr. Arnold von Rümker in Anwesenheit hochrangiger Gäste und befreundeter Hilfsorganisationen feierlich eingeweiht.
Wir gratulieren Oliver Pitsch und seinem Team zu den neuen Räumlichkeiten und sind dankbar, dass unser logistisches Einsatzmaterial jetzt noch besser untergebracht ist.

15.04.2015 - Planungskonferenz Fieldcamp 2015

Die Umgebung eines Tagungsortes im österreichischen Innsbruck wird vorraussichtlich in diesem Jahr Austragungsort für das Fieldcamp sein. Dank tatkräftiger Unterstützung der Johanniter Österreich konnte die zweite Planungskonferenz am 15. April in der Bundesgeschäftsstelle vor diesem Hintergrund in Berlin Herausforderungen und Möglichkeiten beleuchten, die dieses Gelände neben einer imposanten Gebirgskulisse bietet.
Unter der Leitung des Internationalen Training Centers (ITC) werden in diesem Fieldcamp mit praktischen Anteilen Softskills und Qualitäten eines gut funktionierenden Teams im Mittelpunkt stehen. Denn: Selbst ein fachlich hochqualifiziertes Team kann durch interne Spannungen die Hälfte seiner Leistungsfähigkeit verlieren.
Das Training wendet sich an alle Johanniter Soforthelferinnen und Soforthelfer, unabhängig ihrer vorgesehenen Teamverwendung. Für die Veranstaltung vom 16.- 19. Oktober erfolgen die Einladungen im Juni.

10.03.2015 - Internationales Training Center umgezogen

Das Internationale Training Center (ITC) der Johanniter-Auslandshilfe ist umgezogen. Am 1. Februar wurde der Unterrichtsbetrieb am neuen Standort in der Colditzstraße 34 in Berlin-Tempelhof wieder aufgenommen. „Der Umzug wird noch eine Weile nachwirken, das Telefon funktioniert noch nicht zuverlässig aber wir freuen uns sehr über die guten Ausbildungsbedingungen, die wir hier in den großzügigen und hellen Räumen vorfinden“, resümiert ITC-Leiter Marcus Aust.
Das ITC wurde 2006 für die Ausbildung der internationalen Soforthelferschaft gegründet und ist seit 2012 in der Johanniter Akademie integriert.

 

Neue Anschrift:

Johanniter Akademie
Bildungsinstitut Berlin, ITC
Colditzstraße 34
12099 Berlin

itc@johanniter.de


Weitere Informationen über das Internationale Training Center der Johanniter-Auslandshilfe

20.10.2014 - Fieldcamp in der Oberlausitz

Bei einer Großübung der Johanniter-Auslandshilfe haben vom 17. bis 19. Oktober rund 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland, Österreich, Ungarn und Finnland auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz den Einsatz im Ausland trainiert. Übungsszenario war ein Erdbeben mit tausenden Verletzten in dem fiktiven Land Armian: Die Region Xiampu wurde von einem Erdbeben der Stufe 7,8 der Richter-Skala erschüttert.


Ziel der jährlich stattfinden Übung ist es, die ehrenamtlichen Soforthelfer der Johanniter-Auslandshilfe auf Katastropheneinsätze bestmöglich vorzubereiten. In diesem Jahr stand die Übung unter dem Motto „Flexibel reagieren auf unerwartete Ereignisse“.

„Nach Naturkatastrophen herrscht vor Ort meistens der Ausnahmezustand. Hier müssen die Teams ständig aufs Neue ihre Tätigkeiten anpassen und manchmal auch Umwege gehen, um ans Ziel zu kommen“, so Oliver Rodewald, Leiter der Internationalen Soforthilfe bei der Johanniter-Auslandshilfe.


So mussten die Helfer Grenzposten durchlaufen, Gespräche mit anderen Organisationen führen und den Hilfseinsatz in Xiampu koordinieren. Höhepunkt war die medizinische Versorgung von 20 verletzten Flüchtlingen, dargestellt von jugendlichen Johannitern aus Sachsen.


Auch der Präsident der JUH, Arnold von Rümker, und Bundesvorstandsmitglied, Wolfram Rohleder, sprachen vor Ort mit den Ehrenamtlichen und zeigten sich begeistert von ihrem Engagement.

„Wir an der Spitze der JUH sind unglaublich stolz auf sie. Die Schnelligkeit, mit der sie reagieren können ist ein großes Beispiel für viele andere Organisationen und wir spüren, dass sie mit ganzem Herzen dabei sind“, so von Rümker in seiner Ansprache an die Helfer.

Am Rande der Veranstaltung verlieh der Präsident der JUH an 15 Soforthelfer das Leistungsabzeichen in Bronze. Lutz Fricke erhielt das Leistungsabzeichen in Silber.


Weitere Informationen und Bilder finden Sie hier

20.8.2014 - Sicher in den Einsatz

Ahrweiler/Baumholder/Berlin - Unklare Lagen, interkulturelle Herausforderungen und die Gefahr von Verletzung oder Entführungen: Humanitäre Helferinnen und Helfer sind in ihrer Tätigkeit oft schwierigen Situationen ausgesetzt. Deshalb ist der Tag der Humanitären Hilfe am 19. August denjenigen gewidmet, die im Einsatz ihr Leben ließen, verletzt oder entführt wurden.

Die Sicherheit und Unversehrtheit des Personals der Auslandshilfe hat für die Johanniter höchste Priorität. Deshalb absolvieren alle Helferinnen und Helfer, aber auch das hauptamtliche Personal,  ein vorbereitendes Training, um für mögliche Gefahrenszenarien sensibilisiert zu sein und um Handlungsoptionen für besondere Situationen zu erlernen.

Ein Großteil der Johanniter bekommt die Möglichkeit am sechstägigen Safety & Security Training der Akademie für Notfallmanagement und Zivilschutz (AKNZ), aber auch bei anderen Trainingseinrichtungen,  teilzunehmen.
Mit der AKNZ pflegt die Johanniter Akademie seit 2009 eine institutionalisierte Kooperation, wodurch die Johanniter aktiv in Organisation, Durchführung und Darstellung von Szenarien eingebunden werden. Während des letzten Lehrgangs vom 10.-15. August waren die Johanniter zahlreich durch Darsteller, Organisationspersonal und Teilnehmer vertreten.

Am 13. August fand darüber hinaus ein Besuchertag statt, zudem Oliver Rodewald, Leiter der Internationalen Soforthilfe bei der Johanniter-Auslandshilfe, geladen war. Das Training selbst hat kürzlich einen Zertifizierungsprozess durch die „Europe's New Training Initiative for Civilian Crisis Management“ (ENTRi) durchlaufen, woraus weitere Optimierungen der Abläufe und Betreuung des Personals hervorgegangen sind.

"Wir sind sehr froh, dass wir diese fruchtvolle Zusammenarbeit  mit der AKNZ gestalten dürfen und somit der Fürsorge für unser Personal in besonderer Art und Weise nachkommen können" so Rodewald nach seiner Rückkehr.  

Ihr Ansprechpartner Annette Schmelzeisen

Lützowstr. 94
10785 Berlin