Zugang zu sicherem Trinkwasser

Eine starke Dürre, verursacht durch das Klimaphänomen El Niño, hatte besonders das südliche Afrika in den letzten Monaten in Mitleidenschaft gezogen. Neben Malawi, Lesotho und Swasiland hatte auch Simbabwe in der Region den Notstand ausgerufen. Über vier Millionen Menschen waren von Lebensmittelknappheit betroffen und von Hunger bedroht. Die Johanniter-Auslandshilfe leistete Bargeldhilfen, damit besonders betroffene Familien die Not überstehen konnten. Auf die Dürre folgten in den letzten Wochen schwere Regenfälle und Überschwemmungen, die ebenfalls erhebliche Schäden anrichteten. Besonders Bohrlöcher und Tiefbrunnen, welche die Trinkwasserquelle von Millionen Menschen sind, hatten unter dem sinkenden Grundwasserpegel gelitten, zahlreiche Pumpen sind unbrauchbar geworden. Die Johanniter werden deshalb bis September 2017 Reparaturen und Bohrungen durchführen, um die Versorgung von über 20.000 Menschen mit sicherem Trinkwasser zu gewährleisten.  

Zahlreiche Brunnen wie dieser werden in den kommenden Monaten wieder instand gesetzt. Foto: D. Brazier

Im Distrikt Chipinge im Osten Simbabwes wurde Anfang April ein sechsmonatiges Projekt begonnen, welches neue Brunnenbohrungen, die Rehabilitierung wasserreicher Bohrlöcher und die Installation von Pumpen in insgesamt 27 Dörfern vorsieht. Möglich wird es durch finanzielle Hilfe des Auswärtigen Amts und eingegangene Spendengelder. Zusätzlich werden Trainingsmaßnahmen durchgeführt, um vor allem die Instandhaltung der Brunnen nach Projektende auf Gemeindeebene sicherzustellen. Dafür sind die Gemeinden und lokale Waterpoint-Manager verantwortlich. Zahlreiche Erfahrungen, an die angeknüpft werden, haben die Johanniter bereits in der Vergangenheit sammeln können (Vor-Ort-Bericht dazu hier). Zusätzlich werden Werkzeug-Sets angeschafft und verteilt. Besondere Berücksichtigung erhalten Menschen mit Behinderung. Die Brunnenanlagen sollen auch für sie nutzbar sein, etwa durch erhöhte Sitzgelegenheiten während der Betätigung oder durch abgesenkte Pumpengriffe. Broschüren und Aufklärungsmaßnahmen zur Einhaltung von Hygiene-Standards sollen die Ausbreitung von Krankheiten vermeiden.

Das neue Projekt ist die Antwort auf vorgefundene Schwierigkeiten, Probleme und Defizite, die durch die Dürre entstanden und offensichtlich sind", erklärt Projekt-Koordinatorin Nina Skandalaki. "Wir wollen sicherstellen, dass die betroffenen Menschen zumindest die gleiche Versorgung mit sauberem Trinkwasser haben wie vor der Dürre."

Die Johanniter-Auslandshilfe führt bereits in den vergangenen Monaten mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation Christian Care in Simbabwe ein Cash Transfer-Projekt durch. Knapp 2000 besonders gefährdete Familien erhielten schnelle und direkte finanzielle Unterstützung, um kurzzeitig ihren Bedarf an Grundnahrungsmitteln zu decken. Damit konnten sie sich lebenswichtige Produkte auf dem lokalen Markt kaufen und ihre Familien versorgen.

Damit den Menschen wieder sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Foto: D. Brazier

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Ihr Ansprechpartner Nina Skandalaki

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