Zukunft für Kinder in Zeiten des Krieges

 

Die ersten 157 Kinder aus dem Child Friendly Spaces-Projekt im Norden Jordaniens haben ihre Kindergartenzeit feierlich beendet. Am 31. Juli organisierte United Muslim Relief, Partnerorganisation der Johanniter-Auslandshilfe, eine kleine Zeremonie in der Gemeinde Shashara, an der Kinder, Eltern und Mitarbeiter den Abschied der Kleinen feierten. „Der Ernst des Lebens“ beginnt für die meisten nicht mit dem baldigen Einstieg in die Schule nach der Sommerpause, sondern vielmehr wenige Kilometer weiter nördlich an der syrischen Grenze. Neben jordanischen Kindern haben vor allem syrische Kinder aus Flüchtlingsfamilien im letzten Jahr einen Platz im Kindergarten gefunden. Dort konnten sie wieder Kind sein und die traumatischen Erinnerungen aus dem Bürgerkriegsland bewältigen.

„Wir wollten den Kindern und deren Familien den Abschied zu einer schönen Erinnerung machen. Ich glaube, das ist uns gelungen“, sagt Walter Berier, Landesbüroleiter der Johanniter, der an der Zeremonie teilnahm. Neben Dankesreden der Beteiligten und einer Mutter führten die Kinder einstudierte Vorführungen auf, es wurde gesungen und getanzt. Zum Abschied gab es neben Süßigkeiten noch eine Urkunde und Schulrucksäcke für die Kinder. Fotos der Kinder und der Gruppen, welche den Familien mitgegeben wurden, sollen die Erinnerung an schöne Momente in Zeiten von Flucht und Bürgerkrieg in Syrien aufrecht erhalten.

Wir werden natürlich die Kinder wiedersehen, aber dann in unserem ´Jugendcenter´, in dem wir neben lernbegleitenden Maßnahmen wie Computerkurse oder Englisch als Fremdsprache einfach nur Unterhaltung wie Theaterspiele oder Basteln anbieten“, sagt Walter Berier.

Das Jugendcenter und der Kindergarten als Bestandteile der Child Friendly Spaces bieten den Kindern aus Flüchtlingsfamilien und den Gastgeberkommunen die Möglichkeit, dem meist tristen Alltag in einem angespannten Umfeld zu entfliehen und sich näher zu kommen.  Neben den Child Friendly Spaces in der Gemeinde Shashara unterhält die Johanniter-Auslandshilfe in der jordanischen Hauptstadt Amman auch ein Büro für Traumatabehandlungen und psychosoziale Unterstützung. Insgesamt konnten so im letzten Jahr rund 900 Kinder betreut werden.

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Hinweis an Redaktionen: Walter Berier, Johanniter-Landesbüroleiter in Jordanien steht für Interviews zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an den Fachbereich Kommunikation, 030 / 26 997 356. 

 

 

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