Pakistan

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Pakistan ringt mit vielen Problemen: Innenpolitische Konflikte, Terror und Kämpfe im Grenzgebiet zu Afghanistan haben das Land über Jahre destabilisiert. Trotz eines verzeichneten Wirtschaftswachstums kommt dieses bei den meisten Menschen nicht an und die Arbeitslosigkeit ist enorm hoch. Wiederkehrende Überschwemmungen richten fast im jährlichen Rhythmus verheerende Schäden an und stürzen Millionen Menschen in existenzielle Not. Im Land gibt es nur eine ungenügende medizinische Versorgung und noch weniger Behandlungsangebote bei Mangel- und Unterernährung. Dabei ist der Bedarf immens: mehr als 40 Millionen Menschen in Pakistan gelten als mangelernährt.

Mädchen mit Mangelernährung in Stabilisierungszentrum in Pakistan

In den Stabilisierungszentren können Mütter und ihre Kinder die Mangelernährung durch Spezialbehandlung überwinden. Foto: Laura Salvinelli/JUH

Die Hilfsprojekte der Johanniter in Pakistan legen ihren Schwerpunkt auf den Aufbau einer angemessenen Gesundheitsversorgung insbesondere für Frauen und Kinder, der Bekämpfung von Mangelernährung und Katastrophenvorsorge. Allein im Jahr 2014 konnten wir mehr als eine Million Menschen mit unseren Projekten unterstützen. An mehreren Krankenhäusern und Gesundheitszentren wurden in den letzten Jahren sogenannte Stabilisierungszentren eingerichtet, in denen unsere Mitarbeiter Frauen und Kinder auf Mangelernährung untersuchten und behandelten. Derzeit fokussieren die Johanniter ihre Aktivitäten auf die Verbesserung der Gesundheitsversorgung von afghanischen Flüchtlingen und Bewohnern anliegender Gemeinden von Flüchtlingscamps. So werden in den Orten Nowshera, Haripur und Swabi Districts vor allem Schwangere und Mütter mit ihren Kindern während und nach der Geburt versorgt und beraten.

Lesen Sie hier mehr zu unserer bisher geleisteten Arbeit in den Stabilisierungszentren

Von der Soforthilfe zur Katastrophenvorsorge

Als 2005 ein schweres Erdbeben den Norden Pakistans erschüttert hat, waren die Johanniter schnell vor Ort. Unsere ehrenamtlichen Soforthelfer behandelten Verletzte und halfen beim Wiederaufbau. Um auf künftige Katastrophen besser vorbereitet zu sein, haben die Johanniter die Bevölkerung in den immer wieder von Überschwemmungen betroffenen Bezirken Sindh und Punjab in Erster Hilfe und Katastrophenvorsorge ausgebildet. Bisher gab es in Pakistan nur wenige freiwillige Erst-Helfer, was eine Erklärung  für die vielen Todesopfer nach den bisherigen Katastrophen ist. Die Teilnehmer lernten in Kursen, wie sie sich im Katastrophenfall richtig verhalten. Weil im Notfall jede Minute zählt, unterstützten die Johanniter auch die Einrichtung eines Frühwarnsystems und bildeten kommunale Schnell-Einsatz-Gruppen aus.

Projektübersicht

Region Projekt Laufzeit Finanzierung
Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, Distrikte Swabi, Nowshehra und Haripur Stärkung der Basisgesundheitsversorgung in Flüchtlingscamps mit Schwerpunkt auf schwangere Frauen und Kleinkinder 01.06.2017 - 31.05.2018 ECHO
Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Linda Zimmermann

Lützowstr. 94
10785 Berlin