Hilfe für afghanische Flüchtlinge

In der Provinz Khyber Pakhtunkhwa, im Norden des Landes, haben die Johanniter im Juni 2016 ein neues Projekt für basismedizinische Hilfe in Flüchtlingscamps gestartet. In den Distrikten Swabi, Nowshehra und Haripur hatten sich in den letzten Jahren afghanische Familien niedergelassen, die vor dem Konflikt im eigenen Land geflohen sind. Insbesondere  schwangere afghanische Frauen werden in den kommenden Monaten vor, während und nach der Geburt betreut, um Komplikationen zu vermeiden.
Unsere Partnerorganisation Frontier Primary Health Care (FPHC) unterhält zu diesem Zweck zehn Basisgesundheitsstationen, die von freiwilligen Gesundheitshelfern unter Aufsicht von FPHC betrieben werden. Zusätzlich leistet medizinisches Fachpersonal Aufklärungsarbeit zu den Themen Schwangerschaft und Stillpraktiken, um den Kindern trotz schwieriger Umstände einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Das Projekt, das bis Dezember 2017 läuft, wird von der Europäischen Kommission (ECHO) finanziell unterstützt und erreicht insgesamt über 230.000 Menschen.

Keine eigenen Kapazitäten

Die Hilfe für die afghanischen Flüchtlinge ist dringend notwendig, da Pakistan selbst durch innenpolitische Konflikte, Terror und Kämpfe im Grenzgebiet zu Afghanistan destabilisiert ist. Häufig kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Erdbeben und wiederkehrende Überschwemmungen richten zusätzlich verheerende Schäden an. Die Folgen für die einheimische Bevölkerung sind häufige Vertreibungen, geringe Einkommensmöglichkeiten, Armut und Unterernährung. 41 Millionen Menschen gelten in Pakistan als unterernährt, fast eine Million Menschen sind intern Vertriebene. Trotz dieser Situation haben 1,5 Millionen afghanische Flüchtlinge Zuflucht in Pakistan gesucht, da die Situation im Nachbarland nicht besser ist.

Für dieses Projekt spenden

Ihr Ansprechpartner Linda Zimmermann

Lützowstr. 94
10785 Berlin