Palästina

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Ungelöster Nahostkonflikt

Das Leben in Palästina wird seit Jahrzehnten durch den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern geprägt. Immer wieder kommt es zu Anschlägen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Ein Großteil der Menschen ist von humanitärer Hilfe abhängig, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) zählt zur Zeit mehr als 5 Millionen Flüchtlinge.

Wirtschaftliche und soziale Konsequenzen des Konfliktes

Der Bau der israelischen Sperranlagen zwischen dem israelischen Kernland und Westjordanland sowie Grenzschließungen im Gazastreifen schränken die Bewegungsfreiheit der Menschen und den Transport palästinensischer Produkte stark ein. Dies führt zu einer erheblicher Belastung der wirtschaftlichen Entwicklung in den palästinensischen Gebieten. Die Folgen sind Arbeitslosigkeit und Armut. Etwa 20 Prozent der Menschen im Westjordanland und 31 Prozent im Gazastreifen sind arbeitslos. Knapp ein Viertel der Familien im Westjordanland lebt unterhalb der Armutsgrenze, im Gazastreifen sind es rund Dreiviertel.

Schwierige Lebenssituation beeinträchtigt Gesundheit der Menschen

Für die Mehrheit der Haushalte im Gazastreifen ist die Lebensmittelversorgung unsicher. Insbesondere Kinder leiden an Mangelernährung. Es fehlt an Treibstoff, Strom, sauberem Trinkwasser, Medikamenten und medizinischen Geräten. Gesperrte Straßen behindern nicht nur Krankentransporte, sondern den Zugang der Menschen zu medizinischer Versorgung generell. Besonders hart trifft dies behinderte Menschen. Sie können dem Teufelskreis aus Armut, sozialer Isolation und schlechtem Zugang zu rehabilitativer Versorgung nicht entkommen.

Mobile Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten

Die Johanniter engagieren sich seit 2004 in Palästina im Bereich Gesundheitsversorgung. In Zusammenarbeit mit dem St. John Eye Hospital setzten sie bis 2013 mobile Augenambulanzen zur Behandlung von Augenkrankheiten im Westjordanland und Gazastreifen ein.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation „Bethlehem Arab Society for Rehabilitation“ (BASR) starteten die Johanniter 2011 ein Projekt zur Rehabilitation von Menschen mit Behinderungen. Ein mobiles Team aus Therapeuten und Technikern fuhr in abgelegene Gebiete, untersuchte Menschen mit Behinderung und  versorgte sie mit Rollstühlen, Brillen oder Hörgeräten.

2013 starteten die Johanniter mit BASR ein dreijähriges Pilotprojekt in den Distrikten Bethlehem und Hebron, um den Zugang von Menschen mit Behinderung zu Ausbildung und Arbeit zu verbessern.

Gesundheitsprojekte wie dieses sind ein wichtiger Schwerpunkt der Johanniter Auslandshilfe.

Projektübersicht

Region Projekt Laufzeit Finanzierung
Hebron und Betlehem, Westjordanland Ausbildung und Arbeit für Menschen mit Behinderung 01.10.2013 - 30.09.2016 Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

Aktuelle Meldungen

Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Johanniter-Auslandshilfe

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