Philippinen

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Rund zwanzig Taifune und tropische Stürme ziehen jährlich über die Inselgruppen im Westpazifik hinweg, knapp die Hälfte streift die Philippinen. Rasant steigende Überschwemmungen, Hochwasser und Erdrutsche mit vielen Toten und schwerer Zerstörung sind häufig die Folge. Selten bleibt Zeit, die Schäden bis zum nächsten Sturm zu beseitigen und den Betroffenen adäquat zu helfen oder sich auf den nächsten Sturm vorzubereiten. Denn die örtlichen Kapazitäten reichen meist nicht aus. Deshalb betreibt die Johanniter-Auslandshilfe neben Wiederaufbau insbesondere Projekte zur Katastrophenvorsorge auf den Philippinen.

Die Johanniter sind seit 2010 auf den Philippinen tätig und unterstützen Betroffene nach Naturkatastrophen. Nach dem schweren Taifun Haiyan im Jahr 2013 leisteten sie unmittelbar medizinische Soforthilfe und starteten auf den Inseln Leyte und Panay Wiederaufbauprojekte. Diese beinhalteten Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge, um die Gefahr neuerlicher Schäden und Opfer zu verringern.  

 

Schauen Sie sich hier die Johanniter-Soforthilfe nach dem Taifun Haiyan an:

Wiederaufbau mit Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge

 Diese Arbeit setzt vor allem darauf, die Gebäude und Einrichtungen widerstandsfähiger gegen mögliche Erdbeben, Stürme und Starkregenfälle zu machen. Viele Maßnahmen sind vergleichsweise leicht durchzuführen, wie zum Beispiel stärkere Verstrebung und eine Veränderung im Dachbau. Ein Sturm kann das Gebäude dann nicht so leicht zum Einsturz bringen oder das Dach abheben.

Im Zuge des Wiederaufbaus nach Taifun Haiyan auf der Insel Panay, der Komponenten zur Katastrophenvorsorge beinhaltete, wurden auch 50 lokale Zimmerleute und Maurer fortgebildet. Sie wurden in einem „Cash-for-Work“- Programm als Fachkräfte beim Wiederaufbau der insgesamt 30 öffentlichen Einrichtungen eingesetzt. „Dabei hatten wir vor allem Kinder, Ältere, Menschen mit Behinderungen und andere Bedürftige im Blick, die diese Einrichtungen bevorzugt nutzen. Über 7.000 Menschen können heute von den Aktivitäten profitieren“, so Christine Leicht, zuständige Projektkoordinatorin für die Philippinen. Das erfolgreiche Projekt wurde auf die Provinz Mindanao ausgeweitet, wo 2016 ebenfalls die öffentliche Infrastruktur nach Sturmschäden resistenter wiederaufgebaut wurde. 

Weitere Informationen zu dem Projekt erhalten Sie hier.

Ausbildung von Katastrophenschutz-Komitees

Seit 2011 vermitteln die Johanniter gemeinsam mit philippinischen Partnerorganisationen den Menschen auf der Insel Mindanao auch, wie sie im Notfall schnell reagieren und eigenverantwortlich handeln können. Trainer lokaler Nichtregierungsorganisationen wurden hierzu in Katastrophenvorsorge und Erster Hilfe ausgebildet. Diese schulen sogenannte Katastrophenschutz-Komitees, die ihr Wissen an die Gemeindemitglieder weitergeben. Auch Notfallpläne wurden gemeinsam entwickelt und öffentliche Gebäude zu Evakuierungszentren umfunktioniert und ausgestattet. So sind Menschen in abgelegenen Gemeinden in der Lage, unmittelbar zu reagieren und sich erst einmal selbst zu helfen. Darüberhinaus haben die Johanniter Helfer in Gesundheitsversorgung, Erster Hilfe, Katastrophenvorsorge und Klimawandel geschult und Soforthilfe-Teams gegründet.

Hier erfahren Sie mehr über die Katastrophenvorsorge der Johanniter

Projektübersicht

Region Projekt Laufzeit Finanzierung
Davao City, Insel Mindanao Stärkung der Resilienz von an den Küsten gelegenen Slumgemeinden in Davao City 15.09.2016 – 31.08.2019 Auswärtiges Amt / Spenden
Kapalong, Agusan, Manapla, Libjo, Insel Mindanao Resilienzstärkung für katastrophenanfällige ländliche Gemeinden 01.12.2016 - 31.12.2017 Spendengelder Aktion Deutschland Hilft
Dinagat, Insel Mindanao Katastrophenresistente Renovierung einer Grundschule 01.11.2017 - 31.10.2018 FLY & HELP-Stiftung
Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Johanniter-Auslandshilfe

Lützowstr. 94
10785 Berlin