Interview mit Soforthelfer

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Maik Schiefer (43) reiste mit dem ersten medizinischen Team der Johanniter im November 2013 auf die Philippinen. Zwei Wochen leisteten er und seine Teamkollegen medizinische Soforthilfe für die Betroffenen rund um die Stadt Ormoc nach dem Taifun Haiyan. Im Interview erinnert sich Schiefer an die Zeit vor Ort.

Maik Schiefer reiste mit dem ersten medizinischen Team auf die Philippinen um Soforthilfe nach dem Taifun zu leisten.

Maik Schiefer reiste mit dem ersten medizinischen Team auf die Philippinen, um Soforthilfe nach dem Taifun Haiyan zu leisten.

Sie waren damals direkt nach dem Taifun auf den Philippinen. Was war Ihre Aufgabe vor Ort?

Maik Schiefer: Meine  primäre Aufgabe lag im medizinischen Bereich. Gemeinsam mit einem vor Ort zusammengestellten lokalen Team habe ich die Behandlung der Patienten unterstützt. Bis zu 100 Patienten kamen täglich zu uns mit Verletzungen, Brüchen, Erkältungs- und Durchfallkrankheiten.

An welche Ereignisse denken Sie am Jahrestag der Katastrophe zurück?

Maik Schiefer: Ich denke noch häufig an die Menschen und deren Höflichkeit und Dankbarkeit. Ich war beeindruckt, wie sie trotz des Chaos um sie herum so zuversichtlich in die Zukunft schauten und sofort wieder mit dem Wiederaufbau ihrer Häuser begannen. Dazu fällt mir immer wieder das Plakat ein, auf dem stand „Roofless -  Homeless - but not Hopeless“ (Odachlos – aber nicht hoffnungslos). Beeindruckt hat mich aber auch das Engagement unserer Partner vor Ort, die uns wie selbstverständlich bei der täglichen Arbeit bis tief in die Nacht, immer mit einem Lächeln im Gesicht, zur Seite standen. Wir haben uns als Fremde getroffen und sind als Familie auseinandergegangen.

Sie haben damals sehr eng mit den lokalen Partnern zusammengearbeitet. Stehen Sie mit diesen noch in Kontakt?

Maik Schiefer: Ja, ich stehe mit einigen Partnern über die sozialen Netzwerke noch in Kontakt und wir tauschen uns über das Erlebte aus. Auch berichten sie mir immer wieder, wie sich die Lage in der Region weiterentwickelt. Und es erfüllt mich mit Stolz, dass wir hier einen Beitrag leisten konnten.

Würden Sie wieder in einen Einsatz gehen und was sagt Ihr Familie dazu?

Maik Schiefer: Ich würde jederzeit wieder in einen Einsatz gehen. Meine Familie steht voll hinter mir und würde mich auch bei jedem kommenden Einsatz unterstützen, so wie sie es bei der umfangreichen Vorbereitung und auch bei dem Philippinen-Einsatz gemacht hat.

Weitere Informationen zur Johanniter-Hilfe auf den Philippinen erhalten Sie hier.

Die Katastrophenhilfe ist ein wichtiger Schwerpunkt der Johanniter Auslandshilfe.

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