Leid verhindern, bevor es geschieht

Naturkatastrophen nehmen nicht nur zu, auch die Ausmaße verstärken sich. Um die Menschen in den Slumgebieten der Insel Mindanao widerstandsfähiger gegen wiederkehrende Naturkatastrophen zu machen, haben die Johanniter ein neues Projekt gestartet.

Resilienzstärkung in vier Slumgemeinden in Davao City

Davao ist mit 1,63 Millionen Einwohnern die größte Stadt auf der Insel Mindanao und wie viele Großstädte von Slumvierteln geprägt: Häuser aus billigen Spanholzplatten, keine sanitären Anlagen, Strom- und Wasserversorgung. Bei starken Regenfällen oder Taifunen halten die Häuser den Überschwemmungen nicht stand. In der Trockenzeit gibt es durch den Gebrauch von Kerzen und Petroleumlampen Brände, die durch die enge Bebauung verheerende Folgen haben.

Die Johanniter haben deshalb mit ihrer Partnerorganisation Tambayan ein Projekt gestartet, bei dem in vier Slumgemeinden sanitäre Anlagen gebaut werden. Von der Bevölkerung ausgewählte Gemeindemitglieder werden in Sanitärtechnik, Elektrizität und katastrophenangepasstem Bauen geschult, um die Anlagen instand zu halten und ihren Mitbewohnern beim Bau oder der Renovierung ihrer Häuser zu helfen. Darüber hinaus gibt es für die Haushalte Informationsveranstaltungen, um zu lernen wie sie sich im Katastrophenfall verhalten sollen. Als konkrete Maßnahme wird beispielsweise die Gefahr von Bränden gebannt, wenn die Bewohner sogenannte „Liter Lights“ und Solarzellen nutzen. Mit einer neuen Plastik-Recycle-Maschine wird einerseits die Müllbeseitigung verbessert und schafft gleichzeitig auch ein Einkommen für 240 Bewohner. 

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensumstände für die Bewohner. So werden 240 Jugendliche und 120 Mitglieder der Jugendorganisation KKK (Kabataan Kontra Kalamidad) über den Zeitraum von zwei Jahren geschult und beauftragt, Risikoanalysen zu erstellen und Gefahren zu identifizieren. Im Anschluss klären sie die Bewohner ihrer Gemeinden über die Gefahren auf und überlegen gemeinsam, wie man sich vor diesen schützen oder die Gefahren beseitigen kann. Insgesamt profitieren von dem Projekt rund 33.000 Menschen. Finanziert werden die Maßnahmen durch eine Förderung des Auswärtigen Amtes sowie Spenden an die Johanniter.

Weitere Informationen zur Arbeit der Johanniter auf den Philippinen finden Sie hier.

So haben wir bereits Katastrophenvorsorge auf Mindanao geleistet.

 

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