Für einen guten Start ins Leben

Im Südsudan stirbt jeder 15. Säugling innerhalb des ersten Lebensjahres, in der Demokratischen Republik Kongo sogar jeder 14. Zum Vergleich: In Deutschland liegt das Verhältnis bei 1 zu 287. Zahlen, die erschrecken. Die Johanniter-Auslandshilfe konzentriert viele ihrer Projekte deshalb auf die Mutter-Kind-Gesundheit.

Mütter und Neugeborene im kenianischen Flüchtlingslager Kakuma erhalten professionelle Betreuung vor, während und nach der Geburt. Foto: Axel Fassio

In Deutschland hat jede werdende Mutter einen Anspruch auf Betreuung durch eine Hebamme oder einen Arzt während der Schwangerschaft, bei der Geburt und auch einige Wochen nach der Geburt. Erst-, Vorsorge- und Ultraschalluntersuchungen sind bei uns ganz normal. Was in Deutschland zum Standard gehört, ist im Südsudan und vielen anderen Ländern nicht möglich. Eine Schwangerschaftsvorsorge kennt vielerorts nur jede fünfte Frau und die nächste Gesundheitsstation ist manchmal weit entfernt.

Deswegen konzentrieren sich die Johanniter auf die Hilfe für Mütter und Kinder. Wir ermöglichen ihnen eine umfassende medizinische Grundversorgung vor, während und nach der Geburt. Wir stellen Hebammen, Krankenschwestern und -pfleger ein und bilden sie fort. Wir versorgen die Frauen und Kinder medizinisch und impfen sie gegen gängige Krankheiten. Wir beraten über die immense Wichtigkeit der nährreichen Muttermilch für die Neugeborenen und klären über das Stillen auf. Unterernährte Säuglinge erhalten von uns Zusatznahrung, wenn die Muttermilch nicht ausreicht. 

So helfen wir Müttern und Neugeborenen im kenianischen Flüchtlingslager Kakuma.

Rosettas und Gabriels Geschichte

Wären wir allein zu Hause geblieben, hätten meine Frau oder meine Tochter vielleicht nicht überlebt"

Rosetta und Gabriel sind froh, dass alles ein gutes Ende nahm.

Die 17-jährige Rosetta und ihr 20-jähriger Mann Gabriel gingen während Rosettas Schwangerschaft regelmäßig zur Vorsorge in die Johanniter–Gesundheitsstation in Nagero. Als die ersten Wehen einsetzten wurden sie dort schon von ihre Hebamme Therese erwartet. Rosettas Wehen setzen jedoch nach 12 Stunden aus und sie musste gemeinsam mit Therese und ihrem Mann ins vier Stunden entfernte Krankenhaus nach Tambura fahren.

Auf der Fahrt kamen die Wehen zurück und Rosetta brachte ihre kleine Tochter Poskina mit Hilfe der Hebamme am Straßenrand zur Welt. In der Johanniter-Gesundheitsstation wurden Mutter und Kind medizinisch betreut und nach drei Tagen konnten sie nach Hause zum frisch gebackenen Vater.

Aufgrund dieser Erfahrung hat das junge Paar beschlossen, sich von den Johannitern zu Gemeindegesundheitshelfern ausbilden zu lassen, um anderen Familien zu helfen.

So arbeiten Gesundheitshelfer im Südsudan.

Unterstützen Sie Mütter und Kinder in Afrika mit Ihrer Spende.

Um für werdende und junge Mütter und deren Kinder da sein zu können, sind wir auf Spenden angewiesen.  

  • Impfung und Erstversorgung – 20 Euro
    Mit 20 € wird ein Baby medizinisch nach der Geburt versorgt. Der Säugling erhält durch Impfungen einen wichtigen Schutz für seine weitere Gesundheit


  • Sichere Geburt – 80 Euro
    Mit 80 € können wir vor, während und nach der Geburt für Schwangere und Mütter da sein und ihren Säuglingen zu einem gesunden Start ins Leben verhelfen.
  • Zusatznahrung – 100 Euro
    Viele Kinder sterben, weil sie unterernährt sind. Mit 100 € kann ein unterernährter Säugling fünf Monate lang mit Zusatznahrung versorgt werden.
Spenden Sie jetzt

Ihr Ansprechpartner Dr. Oliver Hoffmann

Lützowstr. 94
10785 Berlin