Ernährung

Unter- und Mangelernährung behandeln - Gemeinden als Ganzes stärken

Essen und Trinken sind ein Grundbedürfnis, aber kein Menschenrecht wird so häufig verletzt wie das Recht auf angemessene Nahrung: Weltweit haben laut den Vereinten Nationen 815 Millionen Menschen nicht genug zu essen, über eine Milliarde Menschen leidet an Mangelernährung. Nach jahrelangem Rückgang sind die Zahlen 2016 wieder deutlich angestiegen. Die Johanniter behandeln nicht nur Unterernährte, sondern zielen darauf ab, die Unterernährung langfristig zu vermeiden.

Engagierte Mütter im Südsudan klären andere Mütter über die Vorteile des Stillens auf, um Unter- und Mangelernährung zu vermeiden. Foto: JUH/F. Gutierrez

Deshalb treffen die Johanniter in allen Gesundheitsprojekten Maßnahmen, um akute und chronische Mangel- und Unterernährung vorzubeugen und damit verbundene Krankheiten oder Todesfälle zu verringern – oder im besten Fall ganz zu vermeiden. Dies soll durch Vorsorgemaßnahmen zu positiver Verhaltensänderung in Still- und Ernährungsfragen erreicht werden, beispielsweise durch Aufklärungskurse zu gesunder Ernährung oder dem Stillen. Im Mittelpunkt der Projekte steht vor allem die Phase vom Beginn einer Schwangerschaft bis zum sechsten Geburtstag eines Kindes.

Um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen, betrachten die Johanniter in ihren Projekten - im Einklang mit dem sogenannten „Positive Deviance Modell“ - jede Gemeinde als Ganzes. Sie identifizieren ausgewogen ernährte Kinder und schulen deren Mütter darin, ihr Wissen weiterzugeben – mit dem Ziel, dass diese alle anderen Mütter aus ihrer Gemeinde anleiten und gemeinsam Lösungen entwickeln, um die Ernährung der Familien zu verbessern. Die Schulungen werden auch dazu genutzt, gemeinsam gesund zu kochen, zu essen und zu gärtnern. Gesundheitsarbeiter werden dazu eingeladen, um die Impfungen der Kinder aufzufrischen oder Entwurmungskuren durchzuführen, denn all dies stärkt die Gesundheit und Widerstandskraft der Kleinen.

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Ihr Ansprechpartner Dr. Oliver Hoffmann

Lützowstr. 94
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