Katastrophenhilfe

Schnelle Hilfe rettet Leben

Der weltweite Bedarf an humanitärer Hilfe ist in den letzten Jahren dramatisch angestiegen. 83 Millionen Menschen weltweit sind regelmäßig auf humanitäre Hilfe für ihr Überleben angewiesen. Ursachen sind die zahlreichen langandauernden bewaffneten Konflikte wie beispielsweise in Syrien, im Südsudan oder in Afghanistan, die massiv steigenden Zahlen ziviler Opfer durch Verletzungen des humanitären Völkerrechts in diesen Konflikten sowie die Auswirkungen des Klimawandels. All dies führt zu einer kontinuierlich wachsenden Zahl von Geflüchteten und intern Vertriebenen. Die Situationen von Flucht und Vertreibung dauern immer länger an – im Durchschnitt 17 Jahre bis zur Rückkehr. 80 Prozent der humanitären Hilfe wird mittlerweile in langanhaltenden Krisen geleistet. Die Johanniter haben deswegen ihre Nothilfe für Menschen in diesen Krisen stark ausgebaut.

Übergeordnetes Ziel der Johanniter-Auslandshilfe ist es, den betroffenen Menschen ein Leben in Würde und Sicherheit zu ermöglichen. Hierzu helfen die Johanniter bedarfsorientiert den Menschen, die sich in Notlagen befinden oder bei denen das Risiko besteht, dass sie in akute Not geraten können. Besonders für Flüchtlinge und intern Vertriebene wollen wir die soziale und wirtschaftliche Integration durch Zugang zu Gesundheitsversorgung, Ausbildung und Arbeit stärken.

Daneben leisten wir Soforthilfe nach Naturkatastrophen, wie Erdbeben, Wirbelstürmen oder Tsunamis. Unsere ehrenamtlichen Teams umfassen medizinische und nicht-medizinische Spezialisten. Sie versorgen Verletzte und ermöglichen die Verteilung von Hilfsgütern wie Nahrungsmittel, Decken und Hygiene-Sets.

Nothilfe und Wiederaufbau - kontinuierliche Hilfe über Jahre

Erdbeben, Zyklone und Überschwemmungen – immer wieder kommt es weltweit zu schweren Naturkatastrophen. An die Soforthilfe-Phase in Katastrophenfällen schließt sich fließend die Phase der Not- und Übergangshilfe und der Wiederaufbau an. Die langjährige medizinische Arbeit der Johanniter in Pakistan ermöglicht beispielsweise ein kontinuierliches Engagement in dem südasiatischen Land. Ein langfristiges Hilfsprogramm im Rahmen entwicklungsorientierter Nothilfe findet auch in Nepal nach dem Erdbeben statt.

Vorbereitung auf den Ernstfall

Um Menschen in besonders gefährdeten Regionen auf künftige Katastrophen besser vorzubereiten, bieten die Johanniter weltweit Kurse für die breite Bevölkerung in Erster Hilfe und Katastrophenvorsorge an. Lesen Sie hier mehr zur Katastrophenvorsorge der Johanniter.

Was beinhaltet die Soforthilfe der Johanniter?

Die Soforthilfe umfasst alle erforderlichen Maßnahmen nach einer Katastrophe, die das Überleben oder die Deckung der akuten humanitären Grundbedürfnisse der Betroffenen sicherstellen.

Sie ist vor allem durch eine kurze Reaktionszeit sowie die zeitliche Begrenzung der Intervention charakterisiert. Grundsätzlich ist von einer zeitlichen Befristung der Soforthilfe auf ca. zwei bis vier Wochen auszugehen. Eine klare inhaltliche oder zeitliche Trennlinie zu den daran anschließenden Phasen der Nothilfe, des Wiederaufbaus und der Entwicklungszusammenarbeit kann aber nicht gezogen werden. Vielmehr ist der Übergang fließend und richtet sich nach jeweiligen Gegebenheiten und Ausmaß des Schadensereignisses.

Im Rahmen der Soforthilfe konzentriert sich die Johanniter-Unfall-Hilfe auf ihre Kernkompetenz Gesundheit: Sie leistet medizinische Hilfe durch ihre Medical Emergency Rescue Teams (MERT) und liefert medizinische Hilfsgüter. Wo es die Gesunderhaltung der Betroffenen erfordert, stellt sie Zusatznahrung, Notunterkünfte und so genannte Non-Food-Items (Decken, Küchen- und Hygienesets) bereit.

Ein Schlüsselelement der professionellen Soforthilfe sind die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Wenn Sie sich ehrenamtlich als Soforthelfer für die Johanniter-Auslandshilfe engagieren möchten, dann erfahren Sie hier mehr über die Anforderungen und die Ausbildung.

Unterstützen Sie uns

Die Opfer einer Katastrophe benötigen schnelle Hilfe. Um das Überleben der Menschen im Katastrophenfall zu sichern und sie medizinisch zu versorgen, sind wir auf Spenden angewiesen. Informationen zu den Spendenmöglichkeiten finden Sie unter www.johanniter-helfen.de

Spenden Sie jetzt
Bündnispartner der Johanniter: Aktion Deutschland hilft, Gemeinsam für Afrika, VENRO und DZI

Ihr Ansprechpartner Oliver Rodewald

Lützowstr. 94
10785 Berlin