Resilienz

Menschen für zukünftige Krisen wappnen

Resilienz meint die Widerstandsfähigkeit der Menschen. Die Johanniter betrachten Resilienz im Rahmen ihrer internationalen Hilfe als die Fähigkeit eines Einzelnen, einer Gemeinschaft oder eines Staates, Krisen zu bewältigen, sich anzupassen und schneller davon zu erholen, ohne die mittelfristige Lebensperspektive zu gefährden. Die Verwundbarkeit einer Gemeinschaft – also ihre Vulnerabilität – zu verringern und ihre Resilienz zu stärken, sind Leitziele in der Entwicklungszusammenarbeit. Das Konzept der Resilienz rückt unter anderem die Wechselwirkungen einzelner Faktoren im Leben der Menschen in den Blick. Das bedeutet auch einen Perspektivwechsel: Anstatt den Blick darauf zu richten, wie die Projekte das Leid der Menschen und ihre Herausforderungen verringern können, wird zunehmend auf ihr Handlungspotenzial geschaut – und somit auf ihre Widerstandsfähigkeit.

Bei Vorhaben zur Stärkung der Resilienz bedarf es eines ganzheitlichen, interdisziplinären Handelns, um die Kapazitäten von Individuen und Gemeinschaften aufzubauen. Das alte Motiv „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird dabei wieder aktuell. Tatsächlich ist die Stärkung der Selbsthilfekapazitäten der Menschen und lokalen Gemeinden ein wichtiges Ziel der Johanniter-Auslandshilfe, damit sich die Gemeinden und Partnerorganisationen auf lokaler und nationaler Ebene erfolgreich für eine Veränderung der politischen, institutionellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einsetzen können.

Katastrophenvorsorge für Gefährdete

Erste-Hilfe-Ausbildung in Pakistan. Foto: JUH/Salvinelli

In besonders erdbebengefährdeten und von regelmäßigen Dürren oder Überschwemmungen bedrohten Regionen sind die Johanniter in der Breitenausbildung von Katastrophenvorsorge und Erster Hilfe aktiv, um Menschen auf künftige Ereignisse besser vorzubereiten und zu stärken. Um nachhaltig vor Ort das Wissen zu verbreiten, bilden die Johanniter am Anfang eines jeden Vorsorge-Projektes nationale Trainer und Multiplikatoren in Erster Hilfe und Katastrophenvorsorge aus. Sie geben ihr Wissen dann in Kursen an die Gemeinden weiter. Inhalte der Kurse sind neben den unterschiedlichen Katastrophenarten, deren Charakteristiken und Ursachen, Grundkenntnisse in Erster Hilfe, wie man einen Familien-Notfallplan erstellt und was in ein 72-Stunden-Notfallpaket gehört.

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