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Hunderttausende Vertriebene kehren seit dem 9. Juli 2011, dem Beginn der Unabhängigkeit des Südsudans, zurück in ihre Heimat. Nach der Vertreibung der Rebellen in Western Equatoria ist diese Region erstmals wieder sicher für die Heimkehrer. In der Region Ezo County, im Südwesten des Landes, helfen die Johanniter in den kommenden drei Monaten die Situation der Rückkehrer zu verbessern und verteilen dringend notwendige Hilfsgüter.
Die Heimkehrer erreichen ihre zerstörten Dörfer mit wenigen Habseligkeiten und haben es sehr schwer, aus eigener Kraft ihre Existenz zu sichern. Die Johanniter unterstützen 500 Heimkehrer-Familien in Ezo County unmittelbar bei der Sicherung ihres Lebensunterhaltes und beim Aufbau ihres neuen Lebens mit der Verteilung von Materialien zum Errichten und zur Ausstattung ihrer Häuser sowie Fischerei- und landwirtschaftlichen Werkzeugen.
Die Familien erhalten Planen sowie Baumaterialien, um erste Notunterkünfte zu errichten. Außerdem verteilen die Johanniter elementare Güter für ein selbstbestimmtes Leben wie landwirtschaftliche Geräte, Haushaltsutensilien, Angelhacken und Seife.
Wichtigstes Ziel ist es, die Integration und Unabhängigkeit der Rückkehrer zu fördern und ihnen zu helfen, ihre eigenen Erwerbsquellen in der Landwirtschaft oder Fischerei aufzubauen. Auf diese Weise kann es den Rückkehren auf längere Sicht gelingen, sich selbst mit Nahrungsmitteln zu versorgen.
Bürgerkrieg im Sudan
Zwei Jahrzehntelang war das größte Land Afrikas Schauplatz eines grausamen Bürgerkriegs zwischen Nord- und Südsudan, der bis zum Friedensabkommen 2005 rund zwei Millionen Menschen das Leben kostete. In Western Equatoria State wurde ein großer Teil der Bevölkerung von Rebellen aus ihrer Heimat vertrieben. Der bewaffnete Konflikt hat den Südsudan in eine Elendsregion mit vier Millionen Flüchtlingen verwandelt.
Unabhängigkeit des Südens
Der Südsudan steht als neuer, im Juli 2011 gegründeter Staat vor großen Herausforderungen – es gilt eine der rückständigsten Regionen der Erde, die wenig Lehrer, Ärzte und Techniker, kaum Straßen und Infrastruktur besitzt, aufzubauen und die Flüchtlingsströme zu regeln.
Die Verteilung von Hilfsgütern an Rückkehrer-Familien startete am 1. Februar mit einer Laufzeit von drei Monaten und wird aus Eigenmitteln finanziert.
Mehr Informationen zu den Aktivitäten der Johanniter im Südsudan finden Sie hier.