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Harte Winter gab es in Afghanistan schon immer. Aber der jetzige Winter begann erstens früher und traf aufgrund der vorangegangenen schweren Dürre im letzten Jahr die Bevölkerung doppelt. „Nach der Dürre, wo 80 Prozent der Getreideernte vertrocknete, konnten die Menschen nicht genügend Vorräte zurücklegen. Über zwei Millionen Menschen in Afghanistan sind vom Hungertod bedroht und aufgrund der extremen Schneemassen vielerorts über Monate von der Außenwelt abgeschnitten“, so Sarder Jahangir, Länderbüroleiter in Afghanistan.
Vor allem die Menschen in den ländlichen Gebieten sowie die intern Vertriebenen sind betroffen. „In Chara-e-Qamber, dem größten informellen Slumviertel in Afghanistans Hauptstadt Kabul, leben die Menschen in Zelten oder Lehmhütten. Unterernährung, schlechter Zugang zu sauberem Trinkwasser, Nahrung und medizinischer Versorgung bestimmen ihren Alltag. Viele sind Binnenvertriebene, Rückkehrer aus Pakistan und dem Iran oder Opfer von Naturkatastrophen und Gewalt“, erklärt der gebürtige Bangladeschi weiter.
Um sie zu unterstützen hatten die Johanniter im Dezember an 7000 Bewohner Hilfsgüter wie wärmende Decken und Plastikplanen verteilt. Dadurch konnten sie ihre Lehmhütten und Zelte isolieren. Nach dem Abschluss der Verteilungen planen die Johanniter nun weitere Maßnahmen, um die besonders Bedürftigen in den harten Wintermonaten zu unterstützen.
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