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Demokratische Republik Kongo

Fortdauernde Gewalt

Die humanitäre Lage in der Demokratischen Republik Kongo ist seit Jahren eine der kritischsten weltweit. Obwohl der Bürgerkrieg 2003 offiziell beendet wurde, kommt es immer wieder zu Überfällen auf Dörfer, Massaker durch Rebellen und Entführungen von Zivilisten. Sexuelle Gewalt insbesondere gegen Frauen und Mädchen wird systematisch als Kriegwaffe eingesetzt, um Gemeinschaften zu destabilisieren. Auf der Flucht vor den Gräueltaten verlassen die Menschen ihre Dörfer. Insgesamt 1,3 Millionen Binnenvertriebene warten in Flüchtlingslagern oder bei Gastfamilien auf ein Ende der Gewalt.

Armut und Rohstoffreichtum in einem Land


Trotz seiner Fülle an natürlichen Ressourcen und Rohstoffen wie Gold und Diamanten zählt die DR Kongo zu den zehn ärmsten Ländern der Welt – das Ergebnis von jahrelanger Misswirtschaft, Korruption und gewalttätigen Konflikten. Hunger ist für die Menschen allgegenwärtig: 90 Prozent der Kongolesen leben unterhalb der Armutsgrenze in oftmals schwer zugänglichen Regionen.

Sauberes Wasser heißt Leben


Akute Mangelernährung und unzureichende medizinische Versorgung fordern tagtäglich Menschenleben in der DR Kongo: Jeder zweite Todesfall geht auf unsauberes Trinkwasser, Mangel an Impfstoffen oder unangemessene Behandlung von Fieber, Malaria oder Durchfallerkrankungen zurück. Nur knapp ein Viertel der Kongolesen haben Zugang zu sauberem Trinkwasser. Vor allem Kinder leiden unter den harten Lebensbedingungen. So beträgt die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren 213 pro 1.000 Lebendgeburten.

Die Johanniter-Auslandshilfe im Einsatz 


Bereits seit 1995 realisieren die Johanniter Hilfsprojekte in der DR Kongo. Sie haben Gesundheitszentren und Krankenhäuser in Nord-Kivu in Stand gesetzt, mit Medikamenten, Zusatznahrung und medizinischen Geräten beliefert und das Personal finanziell unterstützt. Jetzt begleiten die Johanniter die Übergabe der Gesundheitszentren an die Menschen vor Ort.

Ein laufendes Projekt der Johanniter-Auslandshilfe versorgt die Überlebenden sexueller Gewalt medizinisch und psychosozial in acht Gesundheitszentren in Mweso und Birambizo, Nord-Kivu.

 

Weitere Informationen zur Versorgung von Überlebenden sexueller Gewalt in Nord-Kivu finden Sie hier.

 

In der unten stehenden Tabelle erfahren Sie mehr über die Projekte der Johanniter-Auslandshilfe in in der DR Kongo.

Ansprechpartner und Links

Region Projektkurzbeschreibung Laufzeit Finanzierung
Bambo, Nord-Kivu Basisgesundheitsversorgung für Binnenvertriebene in Bambo, Nord-Kivu 01.12.2011 – 28.02.2012 Auswärtiges Amt
Mweso und Birambizo in Nord-Kivu Medizinische Hilfe für Überlebende sexueller Gewalt in acht Gesundheitszentren in den Gesundheitszonen Mweso und Birambizo in Nord-Kivu September 2011 - September 2012 Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit