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Vom Hoffnungsträger zum Armenhaus
Simbabwe galt mit seinen fruchtbaren Böden und natürlichen Ressourcen lange Zeit als die Kornkammer Afrikas. Der florierende Agrarsektor brachte erfolgreiche Exportgüter wie Tabak und Blumen hervor. Ende der 90er Jahre führten Landenteignungen zu einer tiefgreifenden ökonomischen und sozialen Krise, in der Hunderttausende Farmarbeiter ihre Arbeit und damit jede Lebensgrundlage verloren.
Auf die Wirtschaftskrise folgt die Armut
Inflation, Misswirtschaft und Arbeitslosigkeit stürzten das Land in große Armut. Auf der Suche nach einer neuen Existenz verließen rund drei Millionen Menschen, darunter dringend benötigte Ärzte, ihre Heimat. Immer wiederkehrende Dürren und Cholera-Ausbrüche, die fünfthöchste Aidsrate weltweit und ein kollabierendes Gesundheitssystem führten zu katastrophalen Lebensbedingungen.
Kampf gegen Hunger und Krankheit
Seit 2009 stabilisiert sich allmählich die politische und wirtschaftliche Situation. Doch Hunger und Krankheit prägen nach wie vor die humanitäre Lage in Simbabwe: Eines von drei Kindern ist chronisch unterernährt und 2,8 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Ein Drittel der Simbabwer hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Schmutziges Wasser verursacht Krankheiten wie Cholera und wird zur ständigen Gefahr für Menschen ohne sichere Wasserquellen. Für zahlreiche Cholerafälle und rund 1,2 Millionen HIV-Infizierte ist die medizinische Versorgung im Land ein existentielles Problem - sie können sich teure Behandlungen nicht leisten und es fehlt an Medikamenten.
Sauberes Wasser und bessere medizinische Versorgung
Die Johanniter unterstützen bereits seit 2002 Krankenhäuser in Simbabwe mit Medikamenten und medizinischen Verbrauchsgütern, helfen bei der Sanierung von Gesundheitsstationen und bilden Gesundheitshelfer für ländliche Regionen aus. Im Jahr 2009 starteten sie ihre Projekte zur Verbesserung der Wasserversorgung in Simbabwe.
Aktuell sanieren die Johanniter die Trinkwasserversorgung und die sanitären Anlagen in der Provinz Mashonaland East. In 38 Dörfern und elf Gesundheitseinrichtungen werden Brunnen gebohrt, Latrinen gebaut sowie Gesundheitsaufklärungskurse für die Bevölkerung durchgeführt.
Weitere Informationen zur Hygiene-Aufklärungskampagne in Simbabwe erhalten Sie hier.
Informationen zu den aktuellen Projekten der Johanniter-Auslandshilfe in Simbabwe erhalten Sie in der unten stehenden Tabelle.
| Region | Projektkurzbeschreibung | Laufzeit | Finanzierung |
|---|---|---|---|
| Ruwa, Provinz Mashonaland East | Aufklärungskampagne zu Hygiene und Gesundheit | 01.02.2012 – 15.03.2012 | Eigenmittel und UNICEF-Sachspenden |
| Distrikt Goromonzi, Provinz Mashonaland East | Verbesserung der Trinkwasserversorgung und der sanitären Anlagen in 38 Dörfern und elf Gesundheitsstationen sowie Gesundheitsaufklärung | 01.08.2011 - 31.07.2012 | Europäischen Amtes für humanitäre Hilfe (ECHO) und Eigenmittel |