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Bürgerkrieg im Sudan
Zwei Jahrzehntelang war das größte Land Afrikas Schauplatz eines grausamen Bürgerkriegs zwischen Nord- und Südsudan, der bis zum Friedensabkommen 2005 rund zwei Millionen Menschen das Leben kostete. Der bewaffnete Konflikt hat den Südsudan in eine triste Elendsregion mit vier Millionen Flüchtlingen verwandelt.
Unabhängigkeit des Südens
Mit der Abspaltung des Südsudans im Juli 2011 steht der neue Staat vor großen Herausforderungen – es gilt eine der rückständigsten Regionen der Erde, die wenig Lehrer, Ärzte und Techniker, kaum Straßen und Infrastruktur hat, aufzubauen und die Flüchtlingsströme zu regeln.
Menschen sind katastrophalen Lebensbedingungen ausgesetzt
Der Sudan und seine Regionen bilden eines der komplexesten humanitären Krisengebiete weltweit; schätzungsweise 20% der Bevölkerung ist auf humanitäre Hilfe angewiesen. Drei Viertel der Sudanesen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, 70% keinen Zugang zu sauberem Wasser. Unzählige Menschen leben seit Jahren in Flüchtlingslagern und haben nicht die Möglichkeit sich selbst zu versorgen. Unterernährung, Krankheit und eine sehr hohe Mütter- und Kindersterberate sind existentielle Probleme.
Kein Ende der Gewalt im Krisengebiet Darfur
Eine weitere humanitäre Katastrophe spielt sich seit 2003 in Darfur, im Westsudan, ab: Durch Gefechte mit 200.000 Todesopfern wurden viele Familien aus ihren zerstörten Dörfern vertrieben und leben als Flüchtlinge in Lagern oder entlegenen Regionen. Immer wiederkehrende Dürreperioden, Massaker, Plünderungen und Massenvergewaltigungen verschärfen die Not der Menschen in Darfur.
Verbesserung der medizinischen Versorgung
Die Johanniter sind seit 2004 in Darfur tätig. Sie bauen Krankenhäuser, Gesundheitsstationen und Impfzentren in zum Teil entlegenen Gebieten in Süd-Darfur wieder auf und statten die Einrichtungen mit Medikamenten, medizinischen Geräten und Verbrauchsmaterial aus. Vor Ort bilden sie medizinisches Personal und Gesundheitshelfer aus und führen Aufklärungskurse zu Gesundheits- und Hygienethemen für die Bevölkerung durch.
Weitere Informationen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Darfur erhalten Sie hier.
Informationen zu dem aktuellen Projekt der Johanniter-Auslandshilfe im Sudan erhalten Sie in der unten stehenden Tabelle.
| Region | Projektkurzbeschreibung | Laufzeit | Finanzierung |
|---|---|---|---|
| Western Equatoria State, Ezo County | Verteilung von Hilfsgütern an Rückkehrer-Familien | 01.02.2012 - 31.04.2012 | Eigenmittel |
| Ed Al Fursan, Katila, Kubum und Nyala Stadt, Süd-Darfur | Verbesserung des Zugangs zur Basisgesundheitsversorgung in Süd-Darfur | 01.12.2011 - 31.11.2012 | Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) |
| Katila, Süd-Darfur | Medizinische Notfallversorgung von Binnenvertriebenen und den betroffenen Aufnahmegemeinden | 01.07.2011 - 28.02.2012 | Auswärtiges Amt und Spenden |