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Kambodscha

Narben der Vergangenheit

Kambodscha hat ein schweres Erbe zu tragen: Drei Jahrzehnte Krieg und der Terror der Roten Khmer in den 70er Jahren haben das Land und seine Infrastruktur fast vollständig zerstört und zwei Millionen Menschenleben gefordert. Rund ein Drittel der damaligen Bevölkerung, darunter die geistige Elite des Landes, wurde getötet. Nach den ersten freien Wahlen 1993 musste das tief traumatisierte und verwüstete Land ganz neu beginnen.

 

Menschen in der Armutsfalle


Der Krieg hat tiefe Spuren hinterlassen: Bis heute ist Kambodscha eines der ärmsten und am stärksten verminten Länder der Welt. 30 Prozent der Bevölkerung sind unterernährt und leben unter der Armutsgrenze in wenig entwickelten ländlichen Gebieten. Die wachsende Textil- und Tourismusindustrie gibt zwar großen Anlass zur Hoffnung, doch die kambodschanische Wirtschaft ist von Billiglöhnen geprägt: Zwei US-Dollar am Tag reichen 68 Prozent der Menschen zum Überleben kaum aus. Die Folge sind Hunger und Armut.

Mangelhafte medizinische Versorgung


Neben verheerenden Überschwemmungen hemmt die humanitäre Situation die Entwicklung des Landes. Jeder dritte Kambodschaner hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Gesundheitsversorgung. Krankheiten wie Cholera, Malaria und Dengue-Fieber grassieren und werden schnell lebensbedrohlich: Etwa 20 Prozent der Kinder sterben vor ihrem fünften Geburtstag. Eine weitere Gefahr sind die Millionen von ungeräumten Landminen – mehr als 35.000 Kambodschaner verloren bei Minenunfällen ihr Bein.

Gesundheit für die ländliche Bevölkerung Kambodschas

Gemeinsam mit der lokalen Nichtregierungsorganisation CHED (Cambodian Health Education Development) realisieren die Johanniter seit Februar 2011 ein Projekt im Bereich Basisgesundheit. Um die ländliche Bevölkerung medizinisch besser zu versorgen und über Gesundheitsthemen aufzuklären, werden Gemeinde-Gesundheitshelfer in den Provinzen Battambang, Pailin und Kampong Cham ausgebildet. Zusätzlich erhält das medizinische Personal aus 25 Gesundheitsstationen Fortbildungen zu Gesundheitsthemen.

 

Weitere Informationen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen Kambodschas erhalten Sie hier.

In der unten stehenden Tabelle erfahren Sie mehr zum aktuellen Projekt der Johanniter-Auslandshilfe in Kambodscha.

Ansprechpartner und Links


Programmschwerpunkt

Ihr persönlicher Ansprechpartner:

Vera-Magdalena Voss
Telefon
Tel. 030 26997-260
Adresse
Lützowstr. 94
10785 Berlin
Region Projektkurzbeschreibung Laufzeit Finanzierung
Provinzen Battambang, Pailin und Kampong Cham Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung in ländlichen Gebieten 15.02.2011 – 14.02.2012 Spenden