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Frühere Kornkammer Südostasiens
Das Land am Golf von Bengalen mit seinem fruchtbaren Irrawaddy-Delta wird zu einem Drittel von Regenwald bedeckt und ist reich an Bodenschätzen wie Gold und Erdöl. Lange Zeit war Myanmar das wohlhabendste Land der Region. Heute zählt es trotz seines Ressourcenreichtums zu den ärmsten Staaten Asiens. Denn bewaffnete Konflikte, eine fast fünfzigjährige Militärherrschaft und verheerende Naturkatastrophen hemmen die weitere Entwicklung des Landes.
Armut der Landbevölkerung
Trotz wirtschaftlicher Fortschritte leidet die frühere “Kornkammer Südostasiens” an den Folgen von Misswirtschaft, Korruption und internationalen Sanktionen. 32 Prozent der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze von weniger als zwei US Dollar am Tag. Ein Großteil der Bevölkerung arbeitet als Bauern auf Reisfeldern, die nur geringe Erträge abwerfen. Zusätzliches Leid verursachte 2008 der Zyklon Nargis, der 140.000 Menschenleben forderte. Der Zyklon versalzte auch die Böden mit Meerwasser und vernichtete so die Existenz der Bauern.
Mangelernährung und schlechte medizinische Versorgung
Die schlechten Lebensbedingungen führen zu Mangelernährung, die vor allem die Kinder trifft. Jedes dritte Kind unter fünf Jahren ist mangelernährt. Hinzu kommt eine schlechte medizinische Versorgungssituation. Es fehlt an Medikamenten und Ärzten. Die Landbevölkerung muss für kostspielige medizinische Hilfe oft lange Wege zurücklegen. Auch deshalb bleiben Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und AIDS häufig unbehandelt. Die Sterblichkeitsrate von Kindern ist in Myanmar entsprechend hoch.
Hilfe für unterernährte Kinder und ihre Familien
Bereits nach dem verheerenden Zyklon Nargis im Mai 2008 waren die Johanniter vor Ort und leisteten medizinische Hilfe für die zahlreichen Flutopfer.
Aktuell führen die Johanniter in Zusammenarbeit mit der Nichtregierungsorganisation ADRA ein Projekt zur Behandlung von Mangelernährung für Mütter und Kinder in Labutta durch. Dabei vermitteln geschulte Mütter aus der Region und ausgebildete Gemeindegesundheitshelfer den betroffenen Müttern Wissen über Ernährung und Hygiene. In Kochkursen und beim Anlegen von Gemüsegärten lernen die Mütter, wie sie günstig nahrhaftes Essen zubereiten können.
Weitere Informationen zum Ernährungsprojekt der Johanniter in Myanmar erhalten Sie hier.
In der unten stehenden Tabelle erfahren Sie mehr über das aktuelle Projekt der Johanniter-Auslandshilfe in Myanmar.
| Region | Projektkurzbeschreibung | Laufzeit | Finanzierung |
|---|---|---|---|
| Labutta | Behandlung und Vorbeugung von Mangelernährung sowie Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit | 01.03.2011 - 28.02.2012 | Eigenmittel |